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Galaxy on Fire 3D – Handels-Space-Shooter im Stil von Privateer und Colony Wars
letztes Jahr, at the start of April 2 KommentareAktualisierung für Version 1.1.3 von Lakeshore
Mit den letzten Updates hat Fishlabs die genannten Probleme gelöst: Die Schwierigkeit kann stufenlos, auch mitten im Spiel, verändert werden, Fadenkreuze geben an, wohin geschossen werden muss, damit die Gegner auch getroffen werden und Tilt-Steuerung und Grafik funktionieren wunderbar. Da Apple mittlerweile mit dem iPhone 3GS und dem dritten iPod Touch auch die Performanz der Geräte erhöht hat, stellt Galaxy on Fire die beste (und einzige) Space Shooter-Handelssimulation dar! Einzig das Autofeuer-Problem bleibt bestehen.
Fazit für Version 1.1.3





Das Spiel musste einige Zeit reifen. Jetzt ist Galaxy on Fire aber sowohl vom Umfang als auch der Steuerung her eine der Perlen im AppStore!

Bislang waren Space-Shooter auf dem iPhone tatsächlich nur das: Shooter, ohne jegliche Handlung, bei denen man sich von Level zu Level bewegt und Punkte sammelt. Galaxy on Fire ist der erste Space Combat-Simulator auf dem iPhone, der die Mischung aus Missionen, Handel, freier Erkundung und Schiff-gegen-Schiff-Kampf realisiert. Es gibt 13 Missionen zu absolvieren, nach denen man frei im Weltall herumfliegen, Aufträge annehmen, Trümmer bzw. Fracht aufsammeln, diese verkaufen und sein Schiff aufrüsten kann. Als Kind habe ich unfassbare Mengen an Zeit vor allem in Wing Commander Privateer versenkt, so dass Galaxy on Fire eine für mich schmerzliche Lücke auf dem iPhone füllt.

Schon nach dem Start fühlt man sich stimmungsvoll in die 90er zurück gesetzt: Cut-Scenes, dicke Raumschiffe, Kämpfe in Asteroidenschwärmen und wunderbare orchestrale Blubbermusik: Galaxy on Fire ist eines der wenigen Spiele im AppStore, die sich tatsächlich “groß” anfühlen -- Fishlabs spricht von 20 Stunden Spielzeit.
Die Begeisterung lässt allerdings nach, sobald man mit dem konfrontiert wird, was Fishlabs als “wesentlich verbesserte Grafik” bezeichnet und driftet in Frustration ab, wenn man mit der Steuerung und dem teils hohen Schwierigkeitsgrad kämpft. Kleinere Problem wie zu kleine Buttons oder nicht reagierende Schieberegler fallen da schon kaum noch negativ auf.
Alles zusammen hat mittlerweile in mir eine solche Abneigung aufgebaut, dass ich schon schlechte Laune bekomme, wenn ich das Spiel nur starte -- GoF ist deshalb gestern auch von meinem iPhone gelöscht worden. Dieses Review fällt mir folglich auch schwer: Galaxy on Fire ist wieder eines der Spiele, die ich unbedingt mögen und spielen möchte, aber nicht kann. Ob die folgenden sehr subjektiven Punkte euren Spielspaß ebenso drücken wie meinen, solltet ihr demzufolge für euch sehr genau bewerten -- das Spiel ist mit 4,99€ nämlich kein “Nebenbeikauf” und eine Lite-Version steht nicht zur Verfügung.

Aber der Reihe nach: Fishlabs hat für Grafik und Steuerung etliche Optionen eingebaut, von der Bildschirmrotation über invertierte Bewegung, Touch, Tilt, Empfindlichkeit für beides usw.. Geschossen wird über Buttons unten rechts. Ein Radar ist an allen vier Bildschirmrändern eingebaut und zeigt die Richtung der Gegner in einer eher zweidimensionalen Philosophie an, was aber gut funktioniert. Ich habe das Spiel mit der Touch-Steuerung begonnen, welche arg überempfindlich reagiert. Gesteuert wird mit einem Analog-Stick unten links, ähnlich wie bei Hero of Sparta. Der Stick ist sehr klein, damit aber auch der Ruhepunkt, was in ständigem Tanzen des Fadenkreuzes und natürlich eher geringer Trefferwahrscheinlichkeit endet. Bei der Tilt-Steuerung ist es dagegen umgekehrt: Der Ruhepunkt, bei dem sich das Schiff nicht bewegt, ist immens und die Reaktion auf die Neigung des iPhones selbst bei maximaler Empfindlichkeit so gering, dass sich das Schiff selbst bei einer 90-Grad-Neigung des iPhones langsamer bewegt als bei der Touch-Steuerung. Ich habe also die Wahl zwischen “Nichts treffen” und “Nichts sehen”.
“Nichts treffen” und “Nichts sehen” hat Fishlabs leider im gesamten Spiel gut vereint: Das eigene Schiff hat etwa Daumennagelgröße. Man sieht sich von hinten/oben. Eine Cockpitsicht gibt es nicht, womit auch wenig Fluggefühl aufkommt -- es fühlt sich eher wie ein normaler Shooter an. Die Gegner der ersten Missionen (es wird später etwas besser) haben die Größe eines Nagels des kleinen Fingers und sind somit kaum als Schiffe erkennbar. Deren Farbschema besteht leider meist nur aus unterschiedlichen Schattierungen von schwarz, so dass man nicht andere Schiffe jagt, sondern nur die rote Markierung auf oder den roten Markierungsschwanz hinter diesen.
Vollendet wird dies durch eine Autobeschleunigung, sowie den Feuer-Button, der automatisch nach zwei schnellen Antippern in Autofeuer umschaltet. Den Gegner anvisieren und dann schnell zwei Schüsse abgeben ist somit nicht möglich und Autofeuer wiederum schießt mit einer so geringen Frequenz, dass das eher sinnlos ist. In Verbindung mit der automatischen Beschleunigung sind spektakuläre Bilder wie bei Pharos IV somit nicht möglich: Man kann nicht nah an einen Gegner heranfliegen, da man nicht bremsen kann. Als einzige Beeinflussung der Geschwindigkeit gibt es aber immerhin einen sehr kurz wirkenden Turbo-Boost.

Diese drei genannten Punkte führen schon zu einer frustrierten Grundstimmung, welche gesteigert wird, sobald man einen Anruf kriegt: Der Spielstand ist weg! Das Spiel hat zwar ein Autosave nach jeder gemeisterten Mission und ermöglicht eine manuelle Speicherung, aber sobald man das Spiel per Home-Button verlässt oder einen Anruf kriegt, darf man die aktuelle Mission von Vorne beginnen. Das ist gerade auf dem iPhone, wo man immer Unterbrechungen von außen kriegen kann, und bei der Schwierigkeit späterer Missionen ein untragbarer Zustand.
Die Grafik im Spiel ist dagegen gut und die Framerate meist akzeptabel, wobei Besitzer eines iPod Touch der zweiten Generation im Vorteil sind, da dieser schneller als die iPhones ist. Hintergründe wie Planeten werden beständig gestreckt und gestaucht, so dass empfindliche Spieler Kopfschmerzen kriegen können -- das hat mich allerdings kaum gestört.
Mit Pharos IV wurde technisch bewiesen, dass man auf dem iPhone 3D-Weltraumschlachten mit guter Tilt-Steuerung und sehr guter Grafik abliefern kann. Rebel Onslaught hat die gute Touch-Steuerung vorgeführt. Was fehlte war Handlung, Handel und ein zu erkundendes Universum. Galaxy on Fire bietet leider nur letzteres.
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Fazit
- Galaxy on Fire 3D – Handels-Space-Shooter im Stil von Privateer und Colony Wars (1.0.0) von Fishlabs
- Preis: 4,99€ [Kaufen] [Lite-Version herunterladen]
- Größe: 17,2MB





Es hätte alles so schön werden können! Die Handlung und grundsätzliche Engine war bei Fishlabs vorhanden - schließlich ist Galaxy on Fire ein Port eines Handyspiels. Die Aufgabe der vernünftigen iPhone-Anpassung schlägt dagegen fehl: Steuerung, Größe der Schiffe, Farbgebung und fehlende Speicherung sorgen für ein mäßig bis unbrauchbares Spielerlebnis. Das hier sind eigentlich 2,5 Sterne.
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Lakeshore 2. April 2009 um 10:03