• Blimp – Fesselballons im Kriegsgebiet

    letztes Jahr, mid-June Ausführlich gespielt von Lakeshore 3 Kommentare

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    Der kleine Handelsplanet Solbot hat ein Problem: Böse Außerirdische vom Planeten Tarra wollen ihn besetzen! Aber Kapität Zed Pelin und sein Luftschiff sind zur Stelle um Equipment und Ressourcen zu sammeln, Arbeiter zur transportieren und natürlich zu kämpfen. Luftschiff? Ja, das ist korrekt: Ihr steuert einen kleinen Heißluftballon in einer sehr detaillierten, handgezeichneten Landschaft. Die Steuerung könnte dabei nicht einfacher sein: Die Luft des Ballons wird über einen Tipp unten rechts erwärmt, wodurch der Ballon höher steigt. Gelenkt wird durch Neigung des iPhones, wobei die Heißluftballons sehr empfindlich reagieren. Man ist nicht abhängig von Wind und Luftströmungen, sondern kann die Richtung aktiv damit beeinflussen. Und sofern der eigene Ballon bewaffnet ist, kann man Bomben über einen Druck unten links am Bildschirm abwerfen. Blimp kostet 79 Cent [AppStore]. Ob das Spiel hält, was es verspricht, erfahrt ihr in den folgenden Texten und dem Spielvideo:
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    Blimp ist ein ausgesprochen irritierendes Spiel: In der Basis entspricht es dem Spiel “Space Taxi” (Wikipedia), welches 1984 für den C64 erschien:

    Es handelt sich um ein Actionspiel, bei dem man ein fliegendes Taxi steuern muss. In 24 verschiedenen Level, welche für die 24 Stunden eines Tages stehen, muss man Fahrgäste von einem Ort zum nächsten befördern. Die Schwierigkeit besteht darin, das Taxi an den zahlreichen und teilweise beweglichen Hindernissen vorbeizusteuern ohne sie zu berühren. Stößt man mit einem Objekt zusammen oder geht dem Taxi der Treibstoff aus, so verliert man ein Leben.

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    Das Spielprinzip ist auf dem iPhone nicht neu:  G_Force [AppStore] und Retro [AppStore] haben das Thema schon einmal bearbeitet. Grafik und Sound sind bei Blimp allerdings herausragend, genau wie die Steuerung: Alle Grafiken und beweglichen Objekte sind handgezeichnet, was dem Spiel einen niedlichen und liebevollen Charme gibt. Die 20 Level verteilen sich auf fünf solcher Welten. Der Sound funktioniert bei Kopfhörernutzung am Besten und fesselt einen durch eine ähnlich dichte Atmosphäre wie Zen Bound (hier vorgestellt). Die Soundeffekte sind sehr dezent -- hier sollte man die Spielmusik ein wenig herunterregeln, um die Soundeffekte überhaupt hören zu können. Perfekt ist die Steuerung implementiert worden: Zu Beginn fliegt man langsam umher, erkundet die Umgebung und ist sehr vorsichtig. Später lernt man die Eigenheiten des Ballons besser kennen und kann in Windeseile in den Level herumdriften, so wie es auch im Rennspiel Black Mamba funktioniert (YouTube). Die Neigungssteuerung ist dabei punktgenau. Nie hat man das Gefühl, dass das Spiel zu schwamming reagieren würde.

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    Jeder Level wird durch ein Mission Briefing im Comicstil eingeleitet. Die 20 Missionen beginnen sehr einfach: Man muss z.B.  Personen von Plattform 1 zu Plattform 2 bringen, indem man auf diesen landet. Die Personen stehen auf den Plattformen und winken einem zu und eine kleine Navigationshilfe blendet stets ein, wo sich die Zielplattform befindet. In weiteren Leveln wird es komplizierter: Kisten und Ressourcen müssen eingesammelt und zugestellt werden, ebenso Items für Lebensenergie (der Ballon geht kaputt, wenn man zu oft irgendwo anstößt) oder zusätzliche Zeit (jeder Level hat ein Zeitlimit) und Waffen. Und natürlich wird man in späteren Leveln auch beschossen und muss geschickt ausweichen bzw. sich durch das Abwerfen von Bomben wehren. Spätestens hier schwindet das entspannende Spielgefühl: Hektisch driftet man in den Leveln umher, sammelt Items, transportiert Dinge und kämpft gegen die Gegner.

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    Die 20 Level dürften jeden Spieler für drei bis vier Stunden beschäftigen. Allerdings werden die Gegenstände und Personen in jedem Level zufällig verteilt. Jeder Level kann also beliebig häufig gespielt werden, ohne sich zu wiederholen, da bei jedem neuen Durchlauf die Gegenstände an anderen Orten vorliegen und die Personen auf anderen Routen befördert werden möchten!

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    Fazit

    Wunderschöne Grafiken, atmosphärische Musik und Soundeffekte, perfekte und punktgenaue Neigungssteuerung und das noch nicht abgenutzte Thema der Fesselballons machen Blimp zu einem herausragenden Spiel.

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