• geoDefense Swarm – Würdiges Spin-Off gewohnt hoher Qualität

    letztes Jahr, mid-September Ausführlich gespielt von Lakeshore 8 Kommentare

    Aktualisierung für Version 1.1 von Lakeshore

    Mit Version 1.1 werden die im Review erwähnten größten Fehler behoben: Die Spielspeicherung (Autosave) funktioniert zuverlässig und auch der Schlafschalter an der Gehäuseoberseite lässt das Spiel automatisch pausieren. Diese Version hätte ich mir als 1.0 gewünscht. Nebenbei wurde das Icon verbessert, OpenFeint 2 implementiert und etliche sonstige Fehler behoben.

    Fazit für Version 1.1

    geoDefense swarm ist ein interessantes Spin-Off zu geoDefense, welches die Retro-Optik und gewohnten Tower in ein freies Spielfeld überführt. Die gewohnte Schwierigkeit des Originals wird ab den mittleren Schwierigkeitsgraden noch übertroffen! Die fehlende Einführung in die Tower-Mechanik erschwert Einsteigern den Spielstart. geoDefense-Profis dürfen die vier Sterne deshalb als fünf Sterne interpretieren.

    geodefense_swarm_11geoDefense Swarm, das neue Tower Defense-Spiel von Critical Thought Games, wirbelt seit einigen Tagen durch den AppStore und bewegt sich in vielen Ländern in den Top 5. Berechtigt, wie man sagen muss, denn es erweitert die von geoDefense (hier besprochen) bekannten Spielprinzipien um Online-Funktionalität (OpenFeint), endlose Level und ersetzt die feste Pfad-Logik durch eine freie Spielweise, wie man sie z.B. von Fieldrunners her kennt. Die Tower können jetzt frei auf einem Hex-Grid platziert werden. Damit das nicht zu einfach wird, hat jede Karte andere Terrain-Eigenschaften und Tower-Preise, so dass man seine Strategie ständig ändern muss. Leider gibt es aber noch einige Fehler, die den Spielspaß trüben. 

    Der Puzzle-Charakter und auch die extreme Schwierigkeit nahm geoDefense aus den vorgegebenen Labyrinthen, in denen sich die in Wellen kommenden Gegner bewegen, sowie aus einer begrenzten Anzahl an möglichen Towern pro Level. Tower Defense-Spiele, bei denen es keine festen Pfade gibt, haben den Ruf, einfacher zu sein. Bei Fieldrunners (hier besprochen) kann man z.B. durch simples Verschieben eines einzigen Towers die Gegner den kompletten Weg zurück laufen lassen, wo sie erneut von allen Waffen bearbeitet werden (Juggling). Die Herausforderung ist dort entsprechend niedrig. Der Trick funktioniert hier zwar auch, Critical Thought Games hat aber versucht, den Puzzle-Anteil und die bekannte Schwierigkeit trotz der offenen Spielweise beizubehalten.

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    So gibt es zwar offene Wege für die Creeps, aber die Karte beeinflusst die Spielweise stark. 30 Level mit unterschiedlichen Karten werden mitgeliefert und weitere werden in kostenpflichtigen In-App-Downloads über den AppStore folgen.

    Die Karte jedes Levels besteht aus einem Hex-Muster. Die einzelnen Hex-Felder haben unterschiedliche Eigenschaften. So gibt es Felder, die Creeps heilen, beschleunigen, verlangsamen, nicht von Creeps durchschritten werden können oder auf denen keine Tower platziert werden können. Aus diesen “Feldtypen” entsteht in jedem Level eine andere Landschaft. Die aus einem oder mehreren Eingängen zu einem oder mehreren Ausgängen wandelnden Creeps folgen dabei der jeweiligen Leveltopologie immer gleichartig, so dass hier auch eine Art Pfad entsteht, den man aber durch Versperrung mit Türmen natürlich beliebig umleiten kann.

    Die Hex-Rasterung sorgt für eine vereinfachte Platzierung der Tower im Vergleich zu geoDefense. Gerade die Lasertürme, welche in einer geraden Linie alle getroffenen Creeps verletzen, profitieren hiervon, da man schnell dafür optimierte Wege bauen kann.

    An verwendbaren Towern hat sich im Vergleich zu geoDefense wenig getan: Es gibt einen neuen Schockwellentower, der zerstörende Schockwellen in seine Umgebung sendet, allerdings erst in der Maximalausbaustufe wirklich spürbaren Schaden anrichtet. Alle sonstigen von geoDefense bekannten Tower sind wieder dabei und können je 6x upgegradet werden. Der Vortex-Tower, der die Energie zerstörter Creeps einsammelt und als Energieladung an andere Tower verteilt, ist nun als Bestandteil der Karte vorhanden und kann nicht mehr frei platziert werden. Als neuer Creep ist der Swarm Creep dabei, der sich mit Laserenergie heilen kann.

    Genau wie bei geoDefense muss man jeden Level mehrmals durchspielen, um die Feinheiten zu kennen, die Strategie optimieren und letzlich siegen zu können. Es handelt sich hierbei nach wie vor nicht um ein Tower Defense-Spiel, bei dem man einige Türme platziert, sich zurück lehnt und das Treiben beobachtet. Die 30 Level teilen sich in drei Schwierigkeitsgrade auf, bei denen schon der mittlere Schwierigkeitsgrad etliche Spieler zur Verzweiflung bringen dürfte. Ich hänge dort z.B. momentan in Level 2 hoffnungslos fest. Umso befriedigender ist das Gefühl, den Level dann doch irgendwann besiegt zu haben.

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    Leider spart geoDefense Swarm stark an einer Einführung, die geoDefense im leichten Modus noch vorbildlich integriert hatte. Auch Besonderheiten wie z.B. das Festzurren eines Laserturms in einem Schusswinkel per Doppel-Tipp werden nicht erläutert. Hier sind somit die “alten Hasen” im Vorteil, die die Entwicklung von geoDefense verfolgt haben. Für ein Tower Defense-Spiel dieser Schwierigkeit ist das Fehlen einer Hilfe kaum tragbar und bei geoDefense hat dies, wie erwähnt, besser funktioniert. Zwar wird nach dem Verlieren eines Levels ein Tipp durch die Gegend gescrollt -- mit einer wirklichen Spielhilfe hat dies aber nichts zu tun. Dass die roten Türme z.B. in Upgrade-Stufe 6 häufiger feuern als in Stufe 7, letztere dagegen eine höhere Reichweite hat, erfährt man nur durch Ausprobieren und Beobachten. Dafür gibt es einen Stern Abzug in der Wertung.

    Online-Highscores werden über OpenFeint realisiert. Diese sind in globale Scores und Freundes-Scores unterteilt. Die Freunde können aus Twitter oder Facebook übernommen werden, was bei meinem Twitter-Account gut funktioniert hat. Im Gegensatz zu geoDefense habe ich deshalb auch einige Level mehrmals gespielt, um den Punktestand zu erhöhen und in OpenFeint aufzusteigen. Dabei gilt es zu beachten, dass geoDefense Swarm in der Punkteberechnung risikohaftes Verhalten belohnt: Wer Creeps erst kurz vor dem Ziel zerstört wird mit höheren Punkten belohnt.

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    Leider enthält geoDefense Swarm noch einige Fehler, die mir das Spielen stark vermiest haben und die ich bei geoDefense so nicht beobachten konnte. Zwei sind besonders gravierend: Der Ausschalter des iPhones wird ignoriert. Wer also auf den Schalter seines iPhones tippt und später das Gerät wieder anschaltet wird feststellen, dass er den aktuellen Level verloren hat, da geoDefense Swarm einfach weiter läuft. Kann man sich hierauf noch einstellen, so ist dies beim zweiten Fehler nicht möglich: geoDefense Swarm stellt den Spielstand nicht zuverlässig wieder her! Wer ein laufendes Spiel unterbricht (Telefonat, andere App starten) wird bemerken, dass das Spiel sehr häufig (bei mir mittlerweile immer) beim Start abstürzt und beim zweiten Start das ehemals laufende Spiel vergessen hat. Ärgerlich, wenn man gerade einen guten Lauf in einem der endlosen Level hatte. Auch hierfür gibt es einen Stern Abzug in der Wertung.

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    Fazit

    Das hübscheste und härteste Tower Defense-Spiel ist wieder da. Wenn die Bugs nicht wären, würde es eine uneingeschränkte Empfehlung bedeuten!

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    Rating: 4.7/5 (3 votes cast)
     
    • Kann deine Bugs nicht wirklich nachvollziehen.

      Wenn ich auf den oberen Schalter drücke läuft das Spiel ca 0,5 – 1 Sekunde weiter.
      Danach “friert” es sozusagen ein.
      Wenn ich den iPod wieder anmache, läuft das Spiel direkt weiter.
      Zwischenzeitlich ist aber nix passiert…selbst wenn ich eine ganze Nacht das Ding nicht anfasse.

      Abstürze hatte ich bisher ebenfalls noch keine.

      Sind das vielleicht iPhone-typische Bugs?
      Habe ja einen iPod 2G 8GB Jailbreak.

      Viel mehr buggy ist die Tatsache, dass ich insgesamt nur 12 Level habe :D

      • Es mag sein, dass das iPhone-spezifische Fehler sind. Ich bin damit aber nicht der einzige ;).

        Ich spiele auf einem iPhone 2G 16GB. Ich vermute sogar, dass von diesen Problemen nur ältere Geräte wie der erste iPod Touch und das erste iPhone betroffen sind. Warum auch immer. Denn diese Geräte werden kaum mehr eingesetzt. Ansonsten würde der Fehler häufiger auftreten und ein Aufschrei würde durch die Foren gehen ;). Ohne Feedback des Entwicklers ist aber auch das nur eine Vermutung. Auf meinem Gerät ist geoDefense Swarm damit jedenfalls in weiten Teilen unbenutzbar.

        Freut mich, dass das bei dir alles so gut funktioniert und du das Spiel genießen kannst. Also die 12 Level, die dir angeboten werden ;). Dazu würde ich tatsächlich mal in die Foren des Herstellers gehen. Ich hatte ihn auch per Twitter gefragt, aber er antwortet recht selten.

      • Ah, der Bug ist offenbar schon gefunden worden:

        Found bug which was causing saved games to fail. Has to do if a thump tower wave was in progress… created a bad save state.

        http://twitter.com/nsxdavid/status/4061481481

        Ich werde einmal versuchen, nicht die thump tower zu verwenden und schauen, wie sich die Speicherung dann hält.

    • Ey, kauft Euch das Game!!

      Drei Sterne ist völlig unterbewertet- kein Witz!

      Gruß Kaufen

      • Das Spiel hat sicherlich theoretisch fünf Sterne verdient. Es ist wirklich gut. Aber wenn es im Ruhezustand weiter läuft, ab und an der Sound verloren geht, neue Spieler keine brauchbare Einführung erhalten und die Spielstände verloren gehen, sobald man einen Thump Tower verwendet, hat es leider zu viele Mängel, die in die Bewertung hineinspielen. Ich habe ja geschrieben, weshalb ich die zwei Punkte abgezogen habe. Der Artikel wird nach Bugfixes natürlich ergänzt werden.

        Wer z.B. kein Problem damit hat, dass er das Spiel nur im Flugzeugmodus spielen darf und er es auch bis zum Gewinnen eines Levels nicht beenden sollte, weil danach mit hoher Wahrscheinlichkeit das Spiel nicht fortgesetzt werden kann, der kann z.B. die Wertung auf 4/5 erhöhen. Und wer die Spielmechanik aus geoDefense kennt und keine Einführung braucht, für den ist eine Erhöhung auf 5/5 sicher auch in Ordnung ;).

    • Das Update 1.1, welches obige Fehler (und weitere) behebt, ist jetzt fertig. Da aber iTunes Connect seit Tagen kaputt ist, kann es Davod nicht bei Apple einreichen. Details gibt es hier: http://criticalthoughtgames.com/node/81

    Antworten

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