• Spiele für das iPad, Giana Sisters Erscheinungstermin, Gamebook Adventures, namenloser Metroid-Mega Man-Mix

    vor 6 Monaten News von Niels K. 29 Kommentare

    Aktualisierung

    Das erste Gamebook Adventure ist mittlerweile erschienen. Bitte hier entlang

    Gamebook Adventures: “An Assassin in Orlandes”
    In den 70er und 80er Jahren waren Spielbücher recht populär. Ein interaktives Buch, in dem man ein kurzes Textstück las und dann mehrere Auswhalmöglichkeiten hatte, was der Hauptcharakter tun kann. Je nach Entscheidung, las man an anderer Stelle weiter. Kämpfe und andere Herausforderungen wurden mit Würfeln gemeistert.
    Dieses Konzept wird aktuell für das iPhone umgesetzt und das Spiel wird voraussichtlich bei Apple nächste Woche eingereicht. Titel der Geschichte ist “An Assassin in Orlandes”. Ob es eine deutsche Lokalisierung geben wird, ist noch nicht bekannt.
    Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=akpOtcBCrFg
    Metroid/Mega Man-inspiriertes Spiel ohne Namen
    Zur Zeit wird an einem Spiel entwickelt, dass stark von Metroid (http://de.wikipedia.org/wiki/Metroid) und Mega Man (http://de.wikipedia.org/wiki/Mega_Man) inspiriert ist. Das Spiel ist schon länger in Entwicklung hat aber immer noch keinen Namen. Die Entwickler hören anscheinend auf das Feedback der Community zur laufenden Entwicklung und es wird über 60 Räume (über 30 zusätzlich durch kostenfreie Updates) mit Plattformaction und Physik-Puzzlen und wird in drei verschiedenen Ökosystemen spielen. OpenFaint-Integration wird es anfangs nicht geben, da noch nicht entschieden ist ob es mit in das Spiel aufgenommen wird. Entsprechende Achievements werden aber schon einmal vom Spiel gespeichert werden, falls in Zukunft doch noch OpenFaint integriert wird.

    Spiele für das iPad

    Dass Apple am Mittwoch das sagenumwobene Tablet herausgebracht hat, dürfte mittlerweile bei jedem von euch angekommen sein. Neben einem beachtlichen Basisumfang an Funktionen wie der New York Times-App, dem deutlich von Classics [AppStore] geklautem Buchladen und dem iWork-Paket samt Ausgabemöglichkeit für Beamer kommt das iPad mit den vom aktuellen iPhone OS bekannten Einschränkungen wie der AppStore-Bindung, dem in weiten Teilen fehlenden Multitasking und der DRM-Struktur für gekaufte Inhalte, sowie vielen Unklarheiten (Adobe DRM-Unterstützung für Fremd-eBooks? Druckfunktion?). Wie auch beim iPhone ist aber nicht die Konzentration auf die einzelnen Komponenten relevant, sondern der Blick auf das Gesamtsystem. Stephen Fry fasst dies gut zusammen:

    You know how everyone who has ever done Who Wants To Be A Millionaire? always says, “It’s not the same when you’re actually here. So different from when you’re sitting at home watching.”? You know how often you’ve heard that? Well, you’ll hear the same from anyone who’s handled an iPad. The moment you experience it in your hands you know this is class. This is a different order of experience. The speed, the responsiveness, the smooth glide of it, the richness and detail of the display, the heft in your hand, the rightness of the actions and gestures that you employ, untutored and instinctively, it’s not just a scaled up iPhone or a scaled-down multitouch enhanced laptop – it is a whole new kind of device. And it will change so much.

    Genau wie beim iPhone kann das iPad aber nur Dinge verändern, wenn sich die Entwickler (und Content-Anbieter/Verlage) auf diese Veränderungen einlassen. Apple hat für Entwickler zwei Richtungen vorgegeben:

    • Bestehende iPhone-Apps können ohne Änderungen direkt auf dem iPad ausgeführt werden.
    • Neue Apps können für das iPad entwickelt werden und stehen in einem separaten Bereich des AppStores zur Verfügung.

    Beide Variante stellen Entwickler vor Herausforderungen. So ist das iPad deutlich größer als das iPhone, hat einen dicken Rand zum Anfassen und wiegt so viel wie fünf iPhones. Das Spielen bestehender Spiele kann deshalb funktionieren, wird es aber nicht immer. Spiele wie Scrabble, Pinball Fantasies, Canabalt oder Auditorum werden problemlos und besser funktionieren. Hier sind wenige Handbewegungen auf dem Bildschirm erforderlich und es gibt keine virtuellen Joysticks oder Bewegungen, die mit den beiden Daumen parallel ausgeführt werden. Spiele wie Modern Combat: Sandstorm, Grand Theft Auto, geoDefense oder Soosiz werden daran scheitern, dass die virtuellen Buttons schlicht nicht mehr bequem erreicht werden können. Und reine Tilt-basierte Spiele wie Super Monkey Ball, Dark Nebula oder Need for Speed müssen sich die Frage gefallen lassen, ob man dauerhaft das Gewicht von fünf iPhones in zwei Händen halten möchte. Schon der XBox 360-Controller wiegt soviel wie ein halbes iPad und fühlt sich trotz der handschmeichelnden Form recht schwer an.

    Das iPad wird deshalb neue Spielevarianten und Steuerungsmöglichkeiten erforderlich machen, genau wie dies beim iPhone der Fall ist. Das reine Aktivieren vom iPad als Zielmedium beim Kompilieren der Apps wird nicht ausreichen, wie auch der Instapaper-Entwickler in seinem Blog bestätigt:

    Tonight, I recompiled Instapaper as an iPad app. It took almost no work, and the app works in the simulator with complete functionality and very few visual bugs. But everything except the reading screen looks ridiculous. To complete the proper iPadization of Instapaper, I’m going to need to redesign almost every screen and much of the navigational hierarchy, maintaining both editions in parallel for the indefinite future. That’s a lot of additional expense.

    Das ist auch genau das, was Apple gemacht hat: Apple hat nicht einfach die iPhone-Apps aufgeblasen, sondern jede einzelne App neu entwickelt. Mit einem Ergebnis, was sich sehen lassen kann. So wirken einige der Apps wie z.B. der Kalender auf dem iPad trotz geringerer Bildschirmgröße aufgeräumter und besser bedienbar, als deren Pendants unter Mac OS X. Spiele werden einen ähnlichen Weg gehen müssen.

    Man darf gespannt sein, was sich die Entwickler für das iPad ausdenken werden. Es gibt bereits etliche Zusagen: So sind Sega und Tapulous grundsätzlich interessiert und die Social Communities wie OpenFeint und Scoreloop haben bereits Unterstützung angekündigt. Auch geoDefense wird für die neue Plattform umgesetzt werden, genau wie die Flipper von Gameprom und Flight Control von Firemint. Das iPad dürfte Strategiespiele, Brettspiele und Linien-Zeichnen-Spiele geradezu anziehen. Auch Grafik-Adventures, bei denen man direkt mit Objekten interagieren kann, stelle ich mir auf der Plattform als sehr spielbar vor, genau wie jede Art von Puzzle-Spielen.

    Wie seht ihr die Zukunft des Gerätes? Könnt ihr es euch als Multimedia-Plattform, eBook-Reader oder Spieleplattform vorstellen? Seht ihr den Anwendungsfall eher unterwegs oder eher zuhause? Könnte es für euch ein Netbook oder Laptop ersetzen?

    Meine Antworten auf diese Fragen sind abhängig von der weiteren Entwicklung der Plattform. So wünsche ich mir deutsche Bücher und deutsche Zeitungen, sowie wirklich für das Gerät angepasste Applikationen. Und das wird noch etwas dauern. Dennoch erfüllt das iPad bereits jetzt alle Anforderungen, die vor einiger Zeit in einem MacBook mündeten. Hätte es damals das iPad gegeben, hätte ich zugegriffen.

    Giana Sisters Erscheinungstermin

    Der Platformer Giana Sisters wurde nun endgültig für den 09. Februar 2010 angekündigt!

    Gamebook Adventures: “An Assassin in Orlandes”

    In den 70er und 80er Jahren waren Spielbücher recht populär. Ein interaktives Buch, in dem man ein kurzes Textstück las und dann mehrere Auswahlmöglichkeiten hatte, was der Hauptcharakter tun kann. Je nach Entscheidung, las man an anderer Stelle weiter. Kämpfe und andere Herausforderungen wurden mit Würfeln gemeistert.

    Dieses Konzept wird aktuell für das iPhone umgesetzt und ein erstes solches Spiel wird voraussichtlich nächste Woche bei Apple  eingereicht. Titel der Geschichte ist “An Assassin in Orlandes”. Ob es eine deutsche Lokalisierung geben wird, ist noch nicht bekannt.

    Metroid/Mega Man-inspiriertes Spiel ohne Namen

    Zur Zeit wird an einem Spiel entwickelt, dass stark von Metroid (Wikipedia) und Mega Man (Wikipedia) inspiriert ist. Das Spiel ist schon länger in Entwicklung hat aber immer noch keinen Namen. Die Entwickler hören anscheinend auf das Feedback der Community zur laufenden Entwicklung und es wird über 60 Räume (über 30 zusätzlich durch kostenfreie Updates) mit Plattformaction und Physik-Puzzlen geben, die in drei verschiedenen Ökosystemen spielen.

    Eine OpenFeint-Integration wird es anfangs nicht geben, da noch nicht entschieden ist ob es mit in das Spiel aufgenommen wird. Entsprechende Achievements werden aber schon einmal vom Spiel gespeichert werden, so dass eine kommende Integration sofort mit erreichten Achievements gefüllt werden kann.

    MetroidMegaMan2

    MetroidMegaMan1

    vor 6 Monaten News von Niels K. 29 Kommentare
     
    • Wow, ich freu’ mich schon richtig auf Giana Sisters! Hoffentlich klappt die Steuerung besser als bei CoM.
      Was das iPad angeht: ich persönlich halte es ja weniger für einen TabletMac, sondern eher für eine mobile Infotainment-Konsole, mit allen Vor- und Nachteilen.
      Leute, die also das System rekonfigurieren, Linux draufhauen oder Software aus dem Web ziehen wollen, werden das iPad genauso verschmähen wie Arbeitstiere, die ihr komplettes Büro dabeihaben wollen.
      Ich glaube eher, dass das iPad diejenigen anspricht, die sich bislang schon mit Xbox, Nintendo DS & Co. beschäftigt haben.
      Ich bin gespannt, wie das iPad so ankommen wird. Jedenfalls sehe ich in diesem Gerät größere Chancen für den Massenmarkt wie in Tablet PCs oder Netbooks, die sich ja in den letzten Jahren alles andere als erfolgreich durchgesetzt haben.

      • Vor einigen Monaten stellte ich bei mir ein fehlendes Gerät fest: Ich wollte unterwegs Artikel schreiben können, Webseiten browsen können, Mails lesen können und evt. Videos auf einem größerem Bildschirm als dem iPhone sehen können. Nach der Inspektion etlicher Netbooks und der vorherigen MacBook Air-Version bin ich beim MacBook gelandet (der Alu-Variante damals kurz ohne Pro im Namen). Sämtliche meiner Anforderungen, inkl. noch Office-Applikationen, wären durch das iPad abgedeckt gewesen. Ich denke, dass heutzutage durchaus viele ein solches Nutzungsszenario haben, genauso wie viele ältere Leute gerne einfach Rechner haben möchte, die sie nicht durch zu viele Möglichkeiten irritieren. Sollte das iPad in Deutschland bei 399€ starten und nicht bei 499€, dürfte das wie eine Bombe einschlagen.

        Zielgruppe sind sicherlich nicht die Leute, die einen vollwertigen Rechner ohne Tastatur haben möchten. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, an was wir mittlerweile gewohnt sind. Drehen wir doch die Zeit mal vier Jahre zurück: Kein iPhone, kein AppStore, unbrauchbare Handys und das Höchste der Gefühle für mobiles Computing waren die Kisten von Palm oder der Communicator von Nokia oder irgendein Ziegelstein von HP mit Stiftbedienung und der DS mit seinem Briefmarkendisplay und dem Stift war State-of.the-Art. Niemand von uns hätte gedacht, dass wir in vier Jahren ein wie aus einem Star Trek-Film gefallenes Gerät für 500 Dollar kaufen könnten, was Video, Office, Spiele, Multitouch und Neigungssteuerung aufweisen wird. Durch das iPhone sind wir sehr verwöhnt und sehen das mittlerweile als selbstverständlich an.

        Ich gebe aber natürlich zu, dass die Existenz des MacBooks in meinem Haushalt den “Druck”, mir ein iPad zu holen, deutlich verringert. Das dürfte vielen so gehen, so dass das iPad vermutlich erst in 2 Jahren oder so durchstartet, wenn das aktuelle Notebook ersetzt werden möchte.

        Übrigens hat sich durch das MacBook mein Nutzungsverhalten dahingehend verändert, dass ich fast alles nicht mehr am iMac mache, sondern am MacBook. Ich will nicht bewerten, wie sich mein Nutzungsverhalten geändert hätte, wenn ich bereits damals ein iPad gekauft hätte. Auch durch das iPhone haben sich Verschiebungen in meiner Nutzung ergeben (ich hatte ein 2G iPhone zur Zeit von Firmware 1 ohne AppStore). Aber es wird sehr interessant zu sehen, was alles am iPad möglich sein wird, wenn man z.B. das erste iPhone mit den jetzigen Möglichkeiten vergleicht.

        DJ Tanith wirft hier z.B. einen Blick auf den Musikbereich: http://www.tanith.org/?p=1611

        “Man kann jetzt schon davon ausgehen, das das iPad die einige Weltenumkrempeln wird, sei es der der Printbranche, der eBookbranche, aber auch die der Midicontroller, es wird nicht lange dauern bis der Lemur einen schweren Stand haben wird, OSC macht’s möglich und zeigt auf dem iPhone jetzt schon was da geht.”

        Auch im Bereich der Malsoftware sehe ich da große Möglichkeiten, denn das iPad kann natürlich auch mit einem Stift bedient werden und Apples Touchscreens sind recht hoch aufgelöst, so dass das für die Erstellung von Zeichnungen reichen dürfte.

        Tablet PCs werden übrigens seit Jahren vollkommen erfolglos entwickelt. Microsoft versucht das schon seit 1993 (Windows 3.1 hatte irgendwelche Pen Extensions) und 2001 versuchte Microsoft die Bezeichnung Tablet PC zu etablieren, samt irgendeiner XP Tablet Edition, die hier in Berlin auf großen Plaketen beworben wurde, vor denen ich mit Fragezeichen im Kopf stand: Ich konnte schlicht keine Nutzungsform für mich darin erkennen. Man darf gespannt sein, ob Apple der erste Hersteller sein wird, der ein Tablet erfolgreich in den Markt drückt. Immerhin kann man hier ein Gesamtkonzept in der Bedienung erkennen, was den anderen Tablet PCs abgeht, die nur das übliche Windows darstellen. Das ist ja auch das Problem von Microsoft im Handy-Bereich: Unterschiedliche Geräte haben unterschiedliche Anwendungsbereiche und verlangen unterschiedliche Benutzerschnittstellen. Apple hat das gut erkannt und umgesetzt. Die anderen noch nicht so. Steve Ballmer sagt deshalb auch selber zu den Slate PCs: What Ballmer unveiled was “something that’s almost as portable as a phone and that’s as powerful as a PC running Windows 7.” Genau deshalb möchte ich kein Slate von HP oder wem auch immer haben, denn ich möchte nicht diese Windows 7-basierte Oberfläche verwenden müssen, bei denen schon auf den präsentierten Rechnern zu sehen war, dass sie nicht auf die Fingerbedienung ausgerichtet ist (zu kleine zu eng aneinander liegende und, wie bei Windows üblich, zu viele Buttons und Funktionen auf dem Bildschirm).

        Apple scheint den anderen Firmen hier technologisch regelrecht davon zu fliegen: Das iPhone kam zu einer Zeit, wo die Konkurrenz noch damit beschäftigt war, den iPod zu imitieren. Jetzt, wo all die Jahre an Entwicklungsleistung für iPod-Killer in die Tonne geworfen werden konnten, sind Microsoft und Nokia immer noch weit davon entfernt, einen iPhone-Killer überhaupt in Hardware präsentieren zu können. Nokia weiß noch nicht einmal, welche Software sie nehmen möchten und für das Android OS gibt es mit dem Nexus jetzt endlich mal ein einzelnes brauchbares Gerät, dessen Software sich aber noch immer nicht rund anfühlt. Drei Jahre nach dem ersten iPhone. Und da holt Apple das nächste Spielzeug aus der Tasche.

        Unabhängig ob man das alles toll und sympathisch und gut finden sollte und auch unabhängig davon, dass Apple eher die Normalos und nicht die Linux-Bastler mit ihren Produkten anspricht: Was machen eigentlich die anderen Firmen? Ist Apple das einzige visionäre Unternehmen da draußen?

        Ich warte seit Jahren darauf, dass endlich mal diese seit 25 Jahren unveränderte Fenster-Maus-Bedienoberfläche abgelöst wird. Apple scheinen die einzigen zu sein, die den Mut dazu haben, weil sie auch mal neue Wege gehen und alten Scheiß weglassen (z.B. Dateien, Öffnen/Schließen-Dialoge, Menüs). Ich hoffe, dass das noch lange so weiter geht. Wenn Apple jetzt noch ein wenig in Sprache investiert und sich kluge Agenten zusammen programmiert, sind wir in einigen Jahren endlich an einem Punkt angekommen, wo Rechner wirklich Aufgaben erledigen können, weil sie unsere Anweisungen verstehen und interpretieren, sowie auch eigenständig ausführen können. Was übrigens auch der Anspruch von Google ist: “We need to make search as good as a human answering a search request. We need to be like the computer on ‘Star Trek’”. Ich sehe das iPad als einen zweiten Schritt in diese Richtung, weil es, genau wie das iPhone, bekannte Elemente der Benutzerschnittstelle wegwirft, um eine neuartige Bedienung zu ermöglichen.

        • “Durch das iPhone sind wir sehr verwöhnt und sehen das mittlerweile als selbstverständlich an.”

          Eben.

          Und erzähl mir jetzt mal eben, wie Du Deine Videos auf dem Gerät unterwegs mal eben schnell angucken willst.

          Ich habe 20GB auf meinem 32GB 3GS frei, weil ich inzwischen iTunes nicht mehr starten will, weil es vollkommen unbenutzbar geworden ist, obwohl ich einen Core 2 Duo mit 2,2GHz habe. Videos für das Gerät zu konvertieren dauert pro Sekunde mindestens zwei Sekunden (also nicht Echtzeit) – ich muss mir also nen Rechner mit 8 Kernen kaufen, damit ich Sachen streamen könnte.

          Ich hab mich gestern dazu entschlossen, meinen Fernseher umzustellen so dass ich ihn am Bett habe. Dann besorg ich mir jetzt noch nen Netbook mit HDMI ausgang und benutze das als Zuspielgerät.

          Ach und das mit dem Artikelschreiben auf dem iPad is ja wohl nen schlechter Witz, oder? Das Ding nimmt auf der virtuellen Tastatur maximel 5 gleichzeitige Anschläge entgegen, Du kannst die Hand nicht ordentlich auflegen – was zum 2 bis 4 Finger Adlersuchsystem führt.

          Schreib damit mal Artikel. Ohne Maus. Prost Mahlzeit.

          • Warum so aggressiv? Ist mir schon nebenan aufgefallen…

            Für mich ist das iPad kein Zwischendurch-System. Ich würde es gezielt Zuhause z.B. auf der Couch verwenden oder bei längeren Fahrten (Regionalbahn, Flugzeug) und in der Mittagspause. Das iPhone zücke ich dagegen für kleinere Pausen raus. Alleine schon die längere Verstauzeit macht das iPad für mich zu einer anderen Nutzung als das iPhone. Das sehe ich nicht negativ. Die sehr kleinen Zeitfragmente, in denen ich das iPhone nutze, sind mir teilweise zu klein. Das iPad würde mir helfen, mich zu fokussieren. Gerade auch die Version ohne 3G.

            Mit iTunes habe ich kein besonderes Geschwindigkeitsproblem. Es hakt beim Abspielen von Videos, wenn man ein iPhone anschließt, fühlt sich ansonsten aber nicht wirklich zäh an. iTunes an sich mag ich aber trotzdem nicht. Videos konvertiere ich damit nicht. Das macht zu 99% EyeTV. Ab und an auch mal Handbrake. Und EyeTV konvertiert sehr schnell, auch ohne Extra-Hardware :).

            Videos würden demzufolge auf dem iPad entweder über das HTTP-Streaming von EyeTV laufen oder über nach iTunes konvertierte H.264-Aufnahmen. Da passt das iPad gut rein. Genauso wie auch das iPhone.

            Virtuelle Tastatur: Ich schreibe auch auf dem iPhone Artikel, das klappt durchaus. Mehr als fünf gleichzeitige Anschläge brauche ich nicht. Genauer gesagt brauche ich nie mehr als zwei Anschläge. Oder wie stellst du dir ein Tippen mit mehr Anschlägen vor? Wichtig ist nur, wie schnell er es verarbeitet. Ich tippe auf normal großen Tastaturen eh blind.

            eBook-Reader: Da bin ich sehr sehr unentschlossen. Grundsätzlich habe ich dort bei mir eine Nutzungslücke. Die geht aber eher in Richtung Zeitungen. So würde ich z.B. liebend gerne die ZEIT in einem Zeitungslayout lesen können, ohne dass ich ein A0-Papier aufklappen und spezielle Falttechniken lernen muss. Die vorgestellte NYT-App entspricht EXAKT meiner Vorstellung. Bei Büchern mag ich dagegen Papier -- solange, bis mir die Stephen King-Bücher anfangen, das Handgelenk zu brechen. Dann hätte ich gerne ein eBook. Der gesamte eBook-Markt wirkt aber momentan noch chaotischer als der Musikmarkt vor etlichen Jahren: Unterschiedliche Formate, irgendwelche DRM-Systeme, alles an bestimmte Player gebunden. Schlicht: Schrecklich. Und in D ein bestimmtes deutschsprachiges Buch als eBook zu erhalten ist auch furchtbar. Amazon hat nichts, also bleiben Hugendubel, txtr und libri. Alle funktionieren anders und heraus kommt irgendein Adobe DRM oder ähnlicher Quatsch. Hinzu kommt das Gewicht der Reader. Der kleine Kindle wiegt soviel wie 2 iPhones oder ein Spiegel-Magazin. Der txtr kommt bei 300g an. Der große Kindle wiegt gleich 530 Gramm. Und das iPad halt knapp 700 Gramm. Eigentlich ist alles jenseits 300 Gramm zu schwer, um es dauerhaft in der Hand halten zu wollen. Dass das iPad für den eBook-Bereich kein eInk-Display hat, ist außerdem ebenfalls schade, denn damit handelt sich Apple etliche Probleme ein (Ermüdung der Augen, Lesen im Dunkeln, Akkulaufzeit). Das iPad kann eigentlich nicht als eBook-Reader bezeichnet werden.

            Das Gewichtsproblem macht das iPad für mich für alle Spiele nicht nutzbar, die irgendwie auf einer Tilt-Mechanik basieren oder wo man es halten und mit zwei Daumen steuern müsste. Damit ist es für mich auch, wie oben gesagt, aus der Spontan-Nutzung zwischendurch raus und landet bei der eher gezielteren Nutzung an stationäreren Orten wie der Bahn oder dem Flugzeug, oder Zuhause. Für mich kein Problem und auch kein Widerspruch.

            An Spielen kann ich mir einige Sachen vorstellen: Sim City, Civilization, Starcraft, Warcraft, Command & Conquer, Auditorium, Bejeweled, Flipper, Scrabble und etliche Brettspiele. Bei dem guten Blickwinkel kann es auch gut auf dem Tisch liegen und mehrere spielen dran. Insgesamt gefällt mir der Gedanke gut. Ob es bei dem Gewicht trotzdem funktioniert, muss man sehen. Denn das iPad braucht für die meisten längeren Anwendungsfälle, bei denen man alleine spielt, irgendeinen Ständer. Schon mit hochgelegten Beinen ist es ja nicht möglich, das Ding abzulegen und den gleichen Blickwinkel beizubehalten, den ich hier gerade im locker auf mir liegenden MacBook habe.

            Fehlendes bzw. halbes Multitasking: Auch auf dem iPhone stört mich das eigentlich nur dann, wenn irgendeine App zu bescheuert ist, ihren Status zu speichern und man beim Neustart nicht dort rauskommt, wo man zuletzt war. Leider sind das fast alle Apps und ich HASSE es. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, mit einigen Mini-Applikationen im iPad zu arbeiten. Artikel schreiben bedeutet z.B. Texte zu schreiben, Screenshots zu machen, diese auf den Rechner zu mailen, die Screenshots in Acorn kleiner zu schrumpfen, evt. mit Picturesque einen Schatten rummachen und alles in WordPress hochladen. Die Grafikprogramme gibt es auf dem iPad noch nicht, aber ich erwarte, dass da einiges kommen wird.

            Mein Fazit ist deshalb: Apple hat geliefert, was ich erwartet habe. Evolution, die vielleicht eine langsame Revolution einläuten könnte: http://stevenf.tumblr.com/post/359224392/i-need-to-talk-to-you-about-computers-ive-been

            Wie sich das alles in der Realität anfühlt, werde ich sehen, sobald mein Kollege sein iPad erhalten hat.

            Witz am Rande:

            • Ich bin nicht aggressiv, ich bin maßlos enttäuscht. Ok vielleicht bin ich doch ein wenig aggressiv ;-)

              Wahrscheinlich habe ich einfach erwartet, dass man mir meine Träume erfüllt. Einfach so. Ich hab schon vor 7 Jahren nen Archos mit 40GB Platte gehabt und 3,5 Zoll Bildschirm. Vielleicht ist es zu viel verlangt, dass ich mit dem iPad etwas bekomme, was mehr ist als ein großer iPod Touch. Mehr ist das iPad schließlich nicht. Ich meine mal im Ernst: was hat das iPad, was der iPod Touch nicht hat? Es ist doch alles gleich.

              Für mich ist es einfach in Unding, dass ich Videos in iTunes hinzufügen muss, um sie auf dem iPad anschauen zu können. Oder überhaupt auf das Gerät zu laden habe. Warum ist das notwendig? Ist der einzige Unterschied zwischen einem Netbook und diesem Gerät wirklich der Mangel des Keyboards?

              Wie oft kommst Du denn in die Situation, dass Du auf nem 10 Zoll Bildschirm einen Film gucken willst… gut dann wird das über EyeTV bei Dir gestreamt zu Hause aber dafür musst Du doch das Ding, was streamt, laufen lassen. Genauso für die Konvertierung. Eine DivX Videodatei lade ich auf dem PC auf nen USB-Stick, mach den Rechner aus und guck mir den Film auf dem Netbook einfach an.

              Was Bücher angeht: ich lese kaum Bücher. Von daher ist das iPad wirklich ein super Terminal für Webseiten – aber wofür brauch ich das? Ich lese alles über RSS auf dem iPhone. Wofür brauch ich etwas, für das ich auf dem Klo beide Hände benötige? Was ich nicht mal eben auf der Heizung oder dem Spiegelschrank ablegen kann? Ähnliches gilt für alle anderen Situationen unterwegs, nebenbei, mal “eben so”. Diese längeren Zeiten die Du nennst – wo kommen die vor? Alleine die Vorbereitung der Videodateien für diese Unterwegs-Aktionen dauert so lange und diese kommen so kurzfristig, dass ich meist nur alte Sachen konvertiert habe – alles andere habe ich entweder schon zu Hause geschaut oder es ist so neu angekommen, dass ich es noch nicht konvertiert habe und ohne losgehe – als Alternative würde sich für mich nur bieten, dass sich Videos von alleine immer und generell in h264 umwandeln und automatisch auf das Pad schieben, jederzeit, immer alle 1 Stunde oder so.

              Ach und dann überhaupt die Frage nach EyeTV – ich dachte das ist jetzt das Gerät für Leute, die bisher noch gar nicht wussten, dass sie Videos gucken wollen. Wie bekommen die denn ihre Videos auf das Pad? Per Autosync? Jedes mal Syncen bevor man es hochnimmt? Über AppleTV? Muss man sich das dann noch dazu kaufen? Also ich weiß echt nicht…
              Der “Ease of Use” ist einfach viel geringer als bei ner einfachen DivX Datei…

              Das Gerät ist genau das, was AO schon gesagt hat – für ältere Herren auf der Couch. *seufz*

            • >was hat das iPad, was der iPod Touch nicht hat?

              Anderes User-Interface, andere Bedienphisophie, andere Philosophie für den Austausch von Dateien, Office-Paket.

              >Wie oft kommst Du denn in die Situation, dass Du auf nem 10 Zoll Bildschirm einen Film gucken willst…

              Jedes Mal, wenn ich zu Kunden fahre oder Abends im Hotel bin.

              >Eine DivX Videodatei lade ich auf dem PC auf nen USB-Stick, mach den Rechner aus und guck mir den Film auf dem Netbook einfach an.

              Das würde mich z.B. nerven. Ich klicke einen roten Knopf für die Aufnahme an, klicke noch einmal auf iPhone und bin fertig. Mit der nächsten Synchronisierung landet alles drauf. Natürlich so von iTunes verwaltet, dass z.B. bei Serien nur die älteste ungesehene Folge drauf landet und ich mich darum nicht kümmern brauche.

              DivX findet auf meinem Rechner nicht statt. Außer, ich würde mich illegaler Quellen bedienen. Und dann hätte ich das Problem, dass der DivX-Player eine Leistung hat, für die sich sogar Flash schämen würde: aufgezoomt auf 24” laufen die Filme mit 3 Bildern pro Sekunde. Unfassbar. H.264 ist mein bevorzugtes Format.

              >Ich lese alles über RSS auf dem iPhone.

              Tja, ich auch. Aber nur mangels Alternativen. RSS ist mir eine zu technische Sicht auf die Quellen. Ich mag den Zeitungslook. Dieser funktioniert natürlich auf dem iPhone nicht, aber was die NYT anbietet, ist exakt das, was ich vermisse.

              Zum Lesen habe ich eben mal in der Badewanne den Test gemacht: Das Urteil von Franz Kafka in Stanza auf dem iPhone. Funktioniert perfekt. Das iPhone spürt man vom Gewicht her mit zwei Händen kaum, im Nachtmodus ist die Optik von Stanza perfekt, gut lesbar und blendet einen nicht und ein dezenter Balken zeigt die Position im aktuellen Kapitel an. Das konnte mich überzeugen. Durch das Querformat ist das Lesen in Stanza angenehmer als in Classics. Danach die Brand Eins gegriffen. Der Klotz wiegt 400 Gramm. Lässt sich gut halten, vor allem natürlich, weil man es umknicken und biegen kann. 700 Gramm eines unflexiblen Klumpens zum Lesen in der Hand halten und dabei ständig angeleuchtet werden? Nein Danke. Das kann ich mir leider nicht vorstellen.

              Dass ich mir Tilt-basierte Spiele nicht vorstellen kann habe ich ja auch schon gesagt. Das iPad will abgestellt werden. Und zwar so, dass man noch mit einem guten Winkel drauf schauen kann.

              Ganz wichtig ist, dass das iPad kein Computer für jeden ist. Kann es nicht sein. Das gilt für alle Apple-Produkte. Es dürfte der erste Computer sein, mit dem ohne technisches Hintergrundwissen viele Leute arbeiten können, die bislang keine Computer mögen und von diesen überfordert sind. Google geht mit dem Chrome OS die gleiche Zielgruppe an, ist aber noch zu traditionell, um hier etwas wirklich Neues bieten zu können.

              http://www.roughlydrafted.com/2010/01/29/apple-reinventing-file-access-wireless-sharing-for-ipad/

              http://speirs.org/blog/2010/1/29/future-shock.html

            • Ja… äh… DivX funktioniert bei Dir mit 3FPS, aber h264 geht ohne Probleme?

              Da machst Du doch was falsch. VLC gibt es auf jeder Plattform.

              Meine Videos sind in DivX weil ich von Windows komme. Hier ist DivX Standard. Als das Rippen von DVDs noch nicht einer Todsünde gleichkam habe ich für meinen oben genannten Archos alle meine Stargate DVDs und zig Filme in das Format konvertiert.

              Das Argument mit den illegalen Quellen ist sowieso herzig. Ich krieg ohne Probleme genau so viele illegale Videos in h264 direkt für den iPod Touch/iPhone/PSP optimiert wie jedwedes andere Format. Warte da bringst Du mich auf ne Idee… wenn das iPad sich durchsetzt brauch ich gar kein Netbook mehr, dann kommen sicherlich aus den ganzen illegalen Quellen die ich nutze fein vorkonvertierte Videos.

              Aber darum ging es mir gar nicht. Weißt Du wie lang ein Sync-Vorgang selbst über USB 2.0 dauert, wenn Du Gigabyteweise Videos zu syncen hast? Da ist es mit nem Kaffe nicht mehr getan. Das geht in den Bereich von ner guten halben Stunde. Und hochauflösende Videos wirst Du wohl kaum per UMTS bekommen können.

              Die Lösung ist meiner Meinung nach einzig und allein Streaming. Syncen hat sich echt überlebt. Ich hab schon gar keine Lust mehr, mein iPhone überhaupt anzustecken so grottenlangsam ist der ganze Vorgang unter Windows. Ich mach nur noch Backups und benutze das Gerät schon jetzt für genau die Dinge, die das iPad da jetzt abdecken soll.

              Ganz hiervon ab – wo ist denn bitte das Userinterface anders? Es ist einfach nur mehr Platz da für mehr Dinge zur Anzeige. Das ist immer noch iPhone OS. Das ist das gleiche Interface.

              Im Gegensatz zu Dir habe ich wohl ein eigenes Auto und fahre nicht mit der Bahn zu Kunden.

              Abends im Hotel kommt bei mir geschlagene 1 Mal alle 3 Jahre vor.

              Ich kann ja nochmal zusammenfassen, was mich so endlos nervt:

              - Gewicht
              - Größe (für nen LCD zu klein)
              - Display (leuchti leuchti)
              - Anzeige (Interpolation!)
              - Laufzeit (700 Gramm und das Gerät hält nur 10 Stunden durch – wenn ich Fieldrunners spiele hält mein 10 Stunden durchhaltendes 3GS im Übrigen genau 2 Stunden durch)
              - verdongelung jeglicher Medien – Apps, Musik, Filme, Serien – alles. Das was da als Vorteil gepriesen wird, dass Bücher so wunderbar einfach draufkommen, gibt es beim Kindle schon seit geraumer Zeit, und all die Kritikpunkte, die Du aufgeführt hast, sind beim iPad weiterhin vorhanden. Man wird die Bücher nie wieder aus dem Gerät rausbekommen. Von einem gemeinsamen Standard ist die Branche immer noch meilenweit entfernt.

              Aber wie ebenfalls mehrfach gesagt: das Ding ist wie ‘n Snuggie. Es wird sicherlich Erfolg haben bei Menschen, denen der iPod Touch zu klein und zu fummelig und mit zu geringer Anzeigeauflösung daherkommt. Meinen Segen hat es. Ich stell heute meinen Fernseher so hin, dass ich ihn vom Bett aus sehen kann, schließe meinen Laptop dran an und bedien das ganze mit dem iPhone über Airmouse.

            • Sodele und dann lass mich mal auf die Datei-Verarbeitung eingehen:

              “An iPad developer has revealed to AppleInsider how this new mechanism works, without also requiring that users learn about the complexity of the underlying file system. Rather than iPad apps saving their documents into a wide open file system, apps on iPad save all their documents within their own installation directory. Delete the app and you’ll clean out all of its related files. This is how the iPhone OS already works.”

              Das ist doch wohl der Hammer überhaupt. Ich lösch mein Programm und ALLE meine Userdaten sind weg?

              Gratulation.

              Ich kann mich irren aber hab ich Dich nicht mal nach Savegames rufen hören vor ein paar Monaten?

              Darüber hinaus dann noch die unterschiedliche Präsentation der Dateien in unterschiedlichen Programmen als “Future Shock” zu bezeichnen, ist der Witz hoch 5. Wenn jetzt mein werter Vater anruft um zu fragen, wo er denn die Datei findet, kann ich es ihm so ziemlich gar nicht mehr erklären, wenn ich das gleiche Programm nicht selbst auf dem Rechner habe. Oder dem iPad. Weil ich sonst das Userinterface gar nicht kennen kann, wenn es darum geht, eine Datei zu öffnen.

              Das erinnert mich stark an die Art und Weise, wie Linux zu Beginn gearbeitet hat.

              Hier wird dem Benutzer die Kontrolle über die eigenen Inhalte genommen und man bezeichnet es als Vorteil

              Der Ansatz, die Unfähigkeit von Erwachsenen, neue Dinge zu erlernen, mit einem Entzug von Kontrolle zu beantworten, und diesen Kontrollverlust mit einem ordentlichen Preisaufschlag zu versehen (nix wär doch schöner für Apple wenn die Dateien irgendwann in der Cloud liegen und wenn man sie haben will man jede neue Preisrunde mitmachen müsste).

              Alle meine Videos sind in Itunes. Alle meine Fotos. Alle meine Musik. Alle meine Dateien. ALLES was mir wichtig ist, ist in iTunes. Das ist die Zukunft. Und die Presse schreibt, als wäre das die Heilsbringung überhaupt.

              Ich will nicht wie ein Microsoftie klingen aber seit ich denken kann wird M$ dafür verteufelt, Protektionismus zu betreiben. Seit knapp 10 Jahren schaufelt ein Contentzweit nach dem anderen die eigene Kontrolle über die Inhalte in Apples Portfolio und alle nehmen das so hin. iTunes ist die absolute Superkrücke, eine DVD bekomme ich inzwischen für 4 Euro, bei iTunes zahle ich für den Film in gleicher Auflösung 15 Euro und das ist alles so akzeptabel?

              Ich glaube nicht, Tim.

              Alleine dass ich mir keine Datei-Kopie meiner DVDs mehr anlegen darf war für mich schon der Untergang des Abendlandes, und im Hintergrund sorgen die Lobbyorganisationen dafür, dass die Urheberrechte auf Filme und Musik immer weiter erweitert werden, damit “Fantasia” und Co bloß nicht in die Public Domain übergehen, während die Kinder des Judenhassers Walt Disney sich ne goldene Nase verdienen an Dingen, die sie selbst nicht geschaffen haben.

              Hier findet eine schleichende Umverteilung von Wissen und Geld in Richtung weniger Personen statt. Wie man Medien zum eigenen Vorteil einsetzen kann, darf man sich jeden Tag in Form von Silvio Berlusconi anschauen – oder Rupert Murdoch und Fox News fast täglich in der Daily Show.

              Irgendwann liegt die Macht vollends in Apples Händen und alle werden überrascht dastehen und sich fragen, wie es soweit hat kommen können.

              Ich liebe mein iPhone aber ich weiß ganz genau, warum ein Jailbreak drauf ist und warum ich so eine Kravatte kriege, wenn ich dieses geifernde Jubelverhalten der Geekpresse sehe, die sich verhalte wie die Scientology-Jünger bei der Rede von Tom Cruise. Steve Ballmer wird in seiner Anfeuer-Rede ausgelacht, aber wenn Steve Jobs wie Mr. Burns auf der Bühne steht, dann jubeln ihm alle zu, egal was er präsentiert.

              Weißt Du es ist ja nicht einmal so, dass es nur am iPad liegt. Es ist das ganze Drumherum was mich irre macht. Da wird in jeder neuen OS-Version jedwedes alternative Verwaltungsprogramm ausgeschlossen (MediaMonkey), da werden alternative Geräte ausgesperrt (Palm Pre) etc. etc. alles mit dem Argument der Firmengeheimnisse, während Microsoft von der EU für ne Milliarde Dollar zur Offenlegung der Office-Dateiformate gezwungen wird.

              Wer da die Parallelen nicht sieht, weil “alles ja so schön einfach” ist… sorry. Mir kommt’s einfach hoch.

            • >Ja… äh… DivX funktioniert bei Dir mit 3FPS, aber h264 geht ohne Probleme? Da machst Du doch was falsch. VLC gibt es auf jeder Plattform.

              Ja, das ist seit Snow Leopard so. Quicktime und Quicktime X und somit H.264 funktionieren problemlos. MPlayer und VLC können kein Bild wiedergeben und stürzen ab. Der von DivX selber angebotene Player benutzt irgendeine Softwareskalierung und hat eine miese Performance.

              > Weißt Du wie lang ein Sync-Vorgang selbst über USB 2.0 dauert, wenn Du Gigabyteweise Videos zu syncen hast?

              Ich synce eigentlich nicht Gigabyteweise Videos. Ich möchte gar nicht meine komplette Bibliothek mit mir herumschleppen, sondern die aktuell relevanten Fragmente davon.

              >Die Lösung ist meiner Meinung nach einzig und allein Streaming.

              Ja. Ich kann sowieso nicht verstehen, weshalb Apple nicht Streaming grundsätzlich freigibt. Frontrow kann das ja auch von Mac zu Mac, inkl. allem, was man irgendwo her hat und in iTunes reingeschüttet hat.

              >Ganz hiervon ab – wo ist denn bitte das Userinterface anders?

              Bist du blind? Hast du mal einen Blick auf den Kalender oder das Adressbuch geworfen?

              >10 Stunden durchhaltendes 3GS im Übrigen genau 2 Stunden durch

              Die Akkulaufzeit dürfte tatsächlich ein schlechter Witz sein. Mein iPhone überlegt auch nur den Tag und die Nacht, weil es auf Arbeit 10h am Strom hängt. Den Gedanken, jetzt noch ein Gerät zu haben, was keinen Tag Nutzung aushält, finde ich nicht toll.

              >Ich kann mich irren aber hab ich Dich nicht mal nach Savegames rufen hören vor ein paar Monaten?

              Exakt das kann das iPad bieten. Denn du kannst das Ding per USB anschließen, kriegst ein Laufwerk und dort Ordner für jede App und in jedem dieser Ordner liegt das, was du mit der App geschrieben hast. Präsentation von Keynote, Notizen vom Notizprogramm, Spielspeicherstände von Spielen. Damit ist auch ein Austausch von Savegames möglich.

              >Wenn jetzt mein werter Vater anruft um zu fragen, wo er denn die Datei findet, kann ich es ihm so ziemlich gar nicht mehr erklären, wenn ich das gleiche Programm nicht selbst auf dem Rechner habe.

              Mach mal einen Reality Check. Mir fällt kein einziges Programm auf dem iPhone auf, bei dem man nicht nach einer halben Sekunde sofort mit den erstellten Daten konfrontiert wird. Der Datei-speichern-öffnen-Gedanke ist überholt, seitdem wir Multitasking haben. Endlich wird dieser Dreck abgeschafft. Auch Google hat das komplett verworfen, wie im Grunde jede Webapp.

              >Alle meine Videos sind in Itunes. Alle meine Fotos. Alle meine Musik. Alle meine Dateien. ALLES was mir wichtig ist, ist in iTunes. Das ist die Zukunft. Und die Presse schreibt, als wäre das die Heilsbringung überhaupt.

              iTunes an sich ist ein Desaster. Dass jegliche Syncen über iTunes stattfindet gehört abgeschafft. Aber ich habe dennoch außer Videos und Musik keine Daten IN iTunes. Du auch nicht. Das kann iTunes schlicht nicht. iTunes erledigt nur das Syncen der Daten der anderen Apps oder Ordner. Schlimm genug, dass dafür auf dem Mac nicht iSync verwendet wird.

              >Irgendwann liegt die Macht vollends in Apples Händen und alle werden überrascht dastehen und sich fragen, wie es soweit hat kommen können.

              Du übertreibst. iCalender, vCard, MP3, MP4/AAC/H.264 und ePub sind keine Formate, die Apple kontrolliert. Du kannst aus jeder Quelle entsprechende Formate erhalten und mit Apples Infrastruktur nutzen. Einzig Filme und (vermutlich) die bei Apple gekauften Bücher werden gebunden sein. Ja, das ist nicht toll, aber daran gebe ich Apple keine Schuld. Die Industrie wird lernen, dass auch dort DRM nur hinderlich ist.

            • Hm ich glaub ich meine das, woraus man das Interface zusammenbaut (nennen wir es Windowmanager) und Du meinst das, was im Endeffekt dann zu sehen ist. Du hast Recht, das Userinterface ist anders, geändert hat sich aber im Endeffekt nur der Platz der zur Verfügung steht und deshalb ist eine andere Art der Anzeige möglich.

              Oder anders ausgedrückt – nur weil jetzt mehr Kalendereinträge anzeigbar sind heißt das nicht, dass das Interface sich geändert hat. Nach der Logik wäre auch die letzte Iteration der HTML-Version von Google Reader für Mobile Safari ein neues Userinterface – dafür hat es aber kein OS-Update gebraucht.

              Die iPad-Version von Google Reader wird auch anders aussehen und trotzdem auf HTML basieren. Aber ich glaub auch darum geht’s nicht – es geht drum dass mehr angezeigt werden kann und das ist für ältere Menschen besser und bla… Snuggie-Thema.

              Mein Beileid bezüglich DivX.

              Streaming: super dann sind wir uns ja einig. Das ist aber auch der Grund, warum ich so sauer über die Präsentation war.

              Spiele: Interlacing! Ein Unding! Warum ist die Auflösung nicht einfach 2x hoch und 2x breit vom iPhone?!? Ich KANN das nicht verstehen. Das ist total hirnverbrannt.

              Strom: mein iPhone hält nur so lang durch weil ich 3G und WLAN unterwegs deaktiviere, und im Auto nen Ladegerät habe. Und zu Hause. Übrigens ist es mir scheißegal, ob der Akku wechselbar ist oder nicht – welcher Geek benutzt denn bitte seinen iPod länger als 2 Jahre? Der kauft sich doch am laufenden Band nen neuen. Das sind wieder diese Class-Action-Lawsuit Fuzzies die sich darüber aufregen.

              Aber: wieso rationalisiert man nen Firewire-Anschluß am MacbookPro weg für nen SD-Card Slot, findet aber dafür keinen Platz mehr am iPad?

              Antwort: Dongle. Sorry aber die Antwort ist glasklar Dongle. Auch wenn man den Adapter kaufen kann – der ist unhandlich.

              Noch ne Frage: warum wieder Dock wenn die Ladevorschriften doch MicroUSB… ach nee Moment. Das gilt ja nur für Handys. Und da das iPad zwar uMTS aber keine Sprache kann, ist es kein Handy.

              Noch so ein Witz. Überall zieht sich so dieses canniving durch dieses fiese “ich verarscht Dich, User, ohne dass Du’s merkst” seitens Apple…

              Savegames: ok ich würd mich total freuen, wenn das geht. Hoffen wir drauf!

              Dateizugriff: ok ich geb Dir Recht, irgendwo, dass es ein guter Ansatz ist, was Google da macht mit automatisch Entwürfe speichern oder mit GoogleWave. Ich mag das. So könnte ich es mir auch auf dem iPhone vorstellen, wenn ich es denn irgendwie da auch wieder raus bekomme. Bei Quickoffice geht das über den Umweg des Servers. Ansonsten seh ich im iPhone nicht eine einzige Datei, immer nur Einträge.

              Ich hab übrigens in iTunes folgende Dinge

              - Filme
              - Fernsehfolgen
              - Hörbücher
              - Audio-Podcasts
              - Video-Podcasts
              - Notizzettel
              - Fotos

              und, im Prinzip, Programme, die nur auf iPhone OS laufen sowie deren Savegames.

              Noch nicht drauf sind:

              - Mails (Google, könnt aber auch Outlook sein)
              - Kontakte (Google und Outlook haben sie noch)
              aber bei beidem gilt: unterschiedliche Felder, deshalb schwer zu Im- und Exportieren
              - Zeitungsabos
              - Bücher

              Es gibt fast nichts mehr, was Apple nicht in iTunes bzw. MobileMe festhält. Irgendwann kommst Du nicht mehr von Apple los. Es ist quasi eine Abwehrhaltung geworden, Google als zweiten Datenkraken zu verwenden, um Apple Einhalt zu gebieten. Das ist doch erschreckend oder nicht?

              Syncen: das muss ohne iTunes gehen. Es muss sein wie Dropbox. Oder eines der anderen Derivate dieser Dienste. Jedes mobile Device muss alle wichtigen Daten automatisch vorliegen haben, entweder per WLAN oder UMTS. Dazu gehören auch Videos, so lange diese nicht gestreamt werden.

              Wie gesagt das kann in 2 Jahren der Fall sein aber ich versteh nicht warum das nicht alles von Anfang an implementiert wird und statt dessen diese Krücke auf den Markt geworfen wird. Das haben sie sich beim iPhone erlaubt und jetzt schon wieder? Lernt denn keiner was aus dem Verhalten von Apple in der Vergangenheit? Wer schon ein iPhone besitzt muss doch mit dem Kauf eines iPad quasi zugeben, dass er sich verarschen lässt…

              Dateiformate: Apple kontrolliert zwar nicht die Formate, aber die Dateinamen. Hast Du mal nachgeguckt was über bleibt, wenn Du einmal die Verwaltung ein- und dann wieder ausgeschaltet hast?

              50 Ordner des Formats “A01″, “B02″ etc. pp. und Dateien die ähnlich aussehen. Ich habe das EIN Mal mit 40GB Musik gemacht, dieses wieder in normal verständliche Dateinamen zurück zu überführen.

              Wenn es so sein sollte, dass Apple die “Objekte” die nicht in “Verzeichnissen” organisiert werden, vom iPad frei herunternehmbar macht, sagen wir in Windows 7 wo auch alles total einfach ist, dieses auch wieder einfach nur ein “Objekt” ist, was beim Öffnen in einem Musikprogramm wieder einfach alle “Objekte” anzeigt – dann von mir aus.

              Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit?

              Ich mein ich kann das Apple vom finanziellen Standpunkt her nicht vorwerfen. Nur hab ich so langsam das Gefühl, dass ich mir bald nen Mac anschaffen muss, um weiter ordentlich arbeiten zu können.

              Eigentlich ist es ja so, dass ich das schon längst getan hätte, wenn die Scheiß Displays nicht alle verspiegelt wären und jedes Gerät 50% Preisaufschlag gegenüber der Konkurrenz hätte.

              AO freute sich über den “gnadenlos günstigen” Preis von 499$ für das kleinste Gerät. Das sind 50-100% mehr als das derzeit durchschnittliche Netbook. Klar kann man dann darüber lachen aber mit der Logik kann man mir auch sagen, dass ich mir doch einfach nen Mercedes kaufen soll. Besser verarbeitet und so… nur 50% teurer als alle anderen Autos. *seufz*

              Ja das is jetzt am Ende Polemik. Qualität hat ihren Preis. Ich bin aber seit 10 Jahren auf dem Standpunkt, dass eine Fernsehfolge 1 Euro maximal kosten darf, dann kauf ich auch. Ich habe so viele Amazon.com Weihnachtsangebote gekauft dass mir eigentlich schlecht werden müsste. Trotzdem hab ich nur 300 Euro ausgegeben. Problem: meine 40$ 16ton Monthy Python darf ich rein rechtlich nicht rippen und auf das iPad überspielen. Das darfst Du Dir mal auf der Zunge zergehen lassen.

    • das ipad hat schon potenzial aber es dauert 1-2 jahre bis es sich wirklich entwickelt.das design sieht auch nicht so gut aus,
      das die nova vogestellt haben finde ich nur lächerlich das sieht sehr unhandlich aus und ist wenig durchdacht, touchgrind und strategie spiele
      kann ich mir auf dem ipad sehr gut vorstellen.
      aber rennspiele mit beschlenigungssensor da ist das ipad zu gross für, das kann der iphone besser
      weil kleiner.ABER,
      da man ja das ipad mit einer tastatur verbinden kann kann man die auch als steuerung benutzen
      und das wäre genial (leider kann man den ipad nur länglich mit der tastatur) verbinden, seitlich wäre es viel besser,sieht besser aus
      und spielt sich besser)
      was auch noch Toll wäre, bin mir sicher das es dazu kommen wird, wenn man das iphone als controller benutzt und schon hat man eine wii-mote
      für shooter toll geeignet.

      ps. ich warte bis die 2 geneartion erscheint

      • Ich vermutlich auch. Vermutlich. Ähm. … …

        Ein Kollege von mir holt sich die kleinste Variante. Ich werde darauf dann etliche Spiele testen :D. Bin schon gespannt auf Auditorium dadran. Das sollte hochgezoomt perfekt spielbar sein und noch gut aussehen.

    • Ich find das Thema Giana Sisters hättest Du aus dem Artikel einfach raus lassen sollen. Das verwässert jetzt die Diskussion.

      Darüber hinaus “vom iPad” ist so ein richtig schöner Dativ.

      Ansonsten: das iPad ist kein Handheld. Was an Büchern schon nervig ist, nämlich das Gewicht, das hochhalten, das Umblättern, macht das iPad nicht wirklich besser.

      Die ganze Problematik der Touch-Bedienung wird hier wieder vollkommen außen vor gelassen. Deshalb ist das Gerät nur für Gesellschaftsspiele wirklich geeignet. Alles andere ist Unsinn, denn was hier vollkommen außer Acht gelassen wird ist die Tatsache, dass es Gründe dafür gibt, warum man ne Maus am Rechner hat. Der Zeiger verdeckt nicht große Teiles des Bildschirms die ganze Zeit und wir sind als Menschen einfach nicht in der Lage, lange und dauerhaft unsere Arme in der Luft zu halten. Genau das aber verlangt das iPad von jedem Benutzer.

      Alleine das iPhone benutze ich schon die ganze Zeit, wenn ich im Bett bin, mit abgestütztem Ellenbogen oder im Sitzen auf dem Klo mit ZWEI abgestützten Ellenbogen. PSP das Gleiche.

      Das iPad wird nie im Leben die gleiche Spielemaschine wie das iPhone oder der iPod Touch.

      Man kann darauf lesen oder Videos angucken. Mehr nicht.

      Alleine der Hinweis darauf, dass man mit dem Ding ja auch eventuell über Skype telefonieren könnte löst bei mir Schreikrämpfe aus.

      Wie hohl wird DAS wohl aussehen? Wer wird DAS machen wollen?

      Anderswo hab ich das Gerät mit nem Snuggie verglichen. Genau das ist es. Genau da wird die Zielgruppe sein. Couch-Potatoes und ggf. als Plattform für Brettspiele. Ich kann mir das richtig gut vorstellen, Catan oder so auf dem Gerät zu spielen.

      Ich wünsch dem Gerät viel Erfolg. Ich bin im Moment gnadenlos enttäuscht.

      • “Die ganze Problematik der Touch-Bedienung wird hier wieder vollkommen außen vor gelassen. Deshalb ist das Gerät nur für Gesellschaftsspiele wirklich geeignet. Alles andere ist Unsinn, [...]
        Das iPad wird nie im Leben die gleiche Spielemaschine wie das iPhone oder der iPod Touch.
        Man kann darauf lesen oder Videos angucken. Mehr nicht.”

        Sehr amüsant! Dein Beitrag erinnert mich an die Vorstellung des iPhones. Da meinten auch zahlreiche Experten schon vorab zu wissen, für was das Gerät taugt und für was nicht.
        Fakt ist, dass große Teile der Entwicklergemeinschaft schon die Bereitschaft signalisiert hat, für das iPad zu entwickeln.

        Link: http://www.boingboing.net/2010/01/28/what-do-indie-gaming.html

        “Genau da wird die Zielgruppe sein. Couch-Potatoes und ggf. als Plattform für Brettspiele. ”

        Welche Zielgruppe hättest du denn gerne? o_o
        Mir persönlich reichen zum Arbeiten Desktop und Notebook, für unterwegs hab’ ich ein iPhone und zur Unterhaltung eine Wii. Ich hab’ mich deshalb vorab nicht großartig für Apples Event interessiert, da ein TabletMac für mich ebenso uninteressant wäre wie ein Netbook.
        Das iPad ist aber kein “mobiler Mac”, es ist für meine Begriffe eine mobile Infotainment-Konsole. Gibt’s dafür eine Zielgruppe? Da der durchschnittliche Gamer inzwischen locker 30 Lenze auf dem Buckel hat und es zahlreiche Leute über 40 gibt, die sich im Media Markt um das letzte Dr. Kawashima-Spiel für ihren Nintendo DS streiten, kann man davon ausgehen.

        Ich bin nicht restlos überzeugt oder gar begeistert vom iPad, aber wenn ein Gerät die Kluft zwischen Mobiltelefon und Notebook für den Otto-Normalverbraucher schließen kann, dann das iPad. Die Voraussetzungen könnten besser nicht sein.

        • Ich glaube Du kannst Dich so lange drehen und wenden wie Du willst, dass Dir nach ner halben Stunde der arm abfällt wenn du ihn die ganze Zeit über in der Luft halten musst, um die Bedienung auf dem Gerät durchzuführen, ist einfach logisch. Dank doch einfach mal ein wenig nach. Was machst Du am PC? Was während Du einfach nur einen Brief schreibst?

          Du legst die ganze Zeit die Hände auf dem Tisch auf. Auf der Handballenablage. Die Ellenbogen, den ganzen Unterarm. Das ist alles im Bett, auf der Couch etc. pp nicht gegeben. Längeres Spielen verbietet sich damit automatisch. Alles was viele Eingaben erfordert ist somit hinfällig.

          Ich spreche dem Gerät nicht ab, dass viele nützliche Dinge dafür entwickelt werden – aber nichts, was dauerhafte Eingaben verlangt. Google Maps sieht super aus auf dem Gerät – aber wie lange benutzt man Google Maps? Präsentationen sehen super aus auf dem Gerät, auch zum selbst zusammenbasteln nebenbei – aber an die Funktionalität des echen iWork kommt es nicht heran. Das Gerät braucht eine Maus und schon wird so extrem viel mehr möglich.

          Ich rede doch nicht aus Unwissen heraus. Ich habe nen Netbook hier stehen und alleine ab und an mit der Maus rumgehen und irgendwas auswählen hat mich dazu gebracht, mir eine Notebookmaus zu kaufen, damit ich sie auf der Couch neben mir benutzen kann – weil die natürliche Haltung für mich eben ist, die Arme neben mir herab baumeln zu lassen und nicht mit den Pfoten auf dem Gerät rumzutatschen.

          Denk mal scharf nach, wie das Gerät hauptsächlich benutzt werden wird. Es kommt in den ganzen Preview-Videos schon ziemlich gut rüber – auf dem Tisch liegend nämlich.

          Das ist überhaupt nicht böse gemeint oder zynisch, das ist einfach das, was ich mir nach 2 Jahren iPhone-Benutzung, jahrelangem ULV-Notebook-Besitz, Notebook Besitz, Palm IIIe Besitz und eben Archos-Besitz an Erfahrungen angeeignet habe.

          Das iPad ist ein iPod Touch in groß und man wird super damit surfen können. Gerade Leute mit Sehfehler werden nicht mehr Augen kneifen müssen, weil die Auflösung höher ist. Es ist perfekt für ältere Semester. Meinen Segen haben sie. Ich hab einfach erwartet, dass mehr dabei rumkommt. Viel mehr.

    • So, geb ich auch mal meine Meinung ab. Kurz was zu dem Artikel, der ist sowohl von Lakeshore als auch von mir geschrieben.

      Erstmal was zu iTunes: Auch wenn’s nicht performant ist, hab ich im großen und ganzen keine Probleme damit (Core2Duo 2GHz, 2GB RAM). Zum Enkodieren ist es Müll, da nimmt man lieber Handbrake oder Videomonkey unter OS X.

      Jetzt zum iPad.
      Zum Schreiben: Für das kurze Tippen einer E-Mail seh ich dass das funktioniert. Für jeden, der nicht 10-Finger o.ä. tippt (also die 4-Finger-Leute, die relativ fix sind) ist die Tastatur Müll. Aber ne ganze Menge Leute wird es vermutlich gar nicht stören. Aber über das eine Dock kann man ja auch eine Tastatur anschließen und dann kann ich damit auch richtig tippen.

      Zum Lesen: Da möchte ich mich noch nicht so wirklich äußern. Auch wenn das Interface gut aussieht, hat man immer noch die Hintergrundbeleuchtung. Imho ist da E-Ink immer noch besser. Und so lang ich keine Anwendung à la Skim habe um ordentlich Notizen drin zu machen, die ich dann auch auf meinem Rechner zur Verfügung habe, ist es leider nicht wirklich erste Wahl für das Lesen von Papern (da ist mir dann Papier noch am liebsten aus diversen Gründen)
      Übrigens finde ich Bücher nicht nervig – außer es sind großformatige, 1000-Seiten-Wälzer ;)

      Zum Filme schauen: Sicher schick im Bett, mal abwarten wie heiß es wird

      Zum Spielen: also ich seh mich nicht mit dem Ding lange in der Hand haltend spielen – also Rennspiele o.ä. Wenn die Steuerung angepasst u.ä. evtl. Aber so richtig kann ich mir da auch kein Urteil bilden, da es hier glaub ich sehr stark auf den Formfaktor und das Gewicht ankommt. Ohne es in der Hand gehalten zu haben, schwer zu sagen.
      Man hat auch mal gesagt, das Ego-Shooter auf dem iPhone nie wirklich machbar sind — aber das geht inzwischen auch. Jump’n'Runs sind immer noch nicht der Bringer aber vielleicht kommt da noch jemand auf die glorreiche Idee.
      Dasselbe gilt für’s iPad. Erstmal abwarten.

      Für alles andere: Ja, mal schauen. Die Hands-On-Berichte sprechen alle von, dass das Ding rattenschnell ist und gerade das ein wichtiger Faktor sein soll bei der “User Experience” des Geräts. Skype kann ich mir vorstellen mit dem Gerät. Wenn man das Case hat, stellt man es auf und dann muss man schauen wie gut Lautsprecher und Mikro sind. Ansonsten Headset.

      War ich anfangs noch dagegen, muss ich inzwischen sagen, dass ich mehr und mehr Anwendungsfälle sehe aber aufgrund meiner aktuellen Ausstattung (iMac, MacBook Air, iPhone 3GS) wäre es eher Luxus und rein für’s Surfen, Lesen und Spielen reichen mir aktuell meine Geräte. Für’s Lesen eigentlich nicht…aber E-Ink mit ordentlicher PDF-Anzeige und Annotations, die ich mit dem Rechner synchronisieren kann wird’s wohl nicht allzu bald geben.

      • Das eBook-Thema ist echt nervig. Was man da alles auf sich nehmen muss, bloß damit man ein Buch ohne Wiederverkaufswert erhält, ist unglaublich. Und das, wo die gebrauchten Bücher bei Amazon um die 10 Cent kosten.

    • Ganz ehrlich was Spiele an geht, kommt das ipad niemals an iPhone heran.
      Habt ihr gesehen, Nova auf dem ipad
      ich kann nicht glauben da die so etwas vorführen die müssen ihre Kunden wirklich für dumm halten, um sowas dummes vorzuführen

    • eure seite gefällt mir, wie die jetzt ist, sehr informativ, ist irgendwie wie eine zeitschrift aufgebaut, hoffe ihr macht weiter so
      was ich aber bezweifle weil es sehr aufwändig ist, ob ihr immer dazu die zeit habt
      naja mal sehen.

    • http://blog.omnigroup.com/2010/01/29/ipad-or-bust/

      Die OmniGroup geht mit ihren Mac-Apps (!) auf das iPad:

      We want to bring all five of our productivity apps to iPad: OmniGraffle, OmniOutliner, OmniPlan, OmniFocus, and OmniGraphSketcher.

      Die Mac-Versionen, die momentan in der Pipeline sind, werden verschoben.

      Fuck, OmniGraffle und OmniOutliner! Perfekt! :D

      Bei der Kritik am iPad sollte man nämlich nicht vergessen, dass der Indie-Markt für Mac-Software seit dem iPhone faktisch tot ist. Es kauft schlicht niemand, verglichen mit den Verkaufszahlen und Umsätzen, die im AppStore gemacht werden. Mit dem iPad können nun “richtige” Apps über den zentralen Marktplatz vertrieben und so auch erst einmal überhaupt durch Kunden gefunden werden.

      Ich würde mich übrigens auch über ein SFTP-Programm mit eingebautem Textwrangler/SubEthaEdit freuen, oder über Coda oder über Espresso auf dem iPad.

    • Ich bezweifle, dass das iPad zu schwer ist, um Tilt-Sensor-gesteuerte Spiele zu genießen. Das iPad wiegt gerade mal soviel wie ein Buch von John Irving, liegt dabei aber sicher besser in der Hand. Ausserdem hab’ ich mich noch immer bequem hinsetzen bzw. hinlegen können beim Zocken mit dem iPhone. Ich vermute, das wird mit dem iPad auch gelingen, wobei ich aber zustimme, dass gerade die Spiele boomen könnten, bei denen man das iPad abstellen / ablegen kann.

      By the way: was hat es denn hiermit auf sich?
      http://www.9to5mac.com/iPad-windows-7-citrix-3425354?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+9To5Mac-MacAllDay+%289+to+5+Mac+-+Apple+Intelligence%29

    • Das IPad finde ich schon gut, und freue mich schon drauf, aber als Spielkonsole wird es NIEMALS besser als das IPhone, das steht für mich fest.

    • sorry muss noch hinzufügen

      es sei denn die Tastatur oder das IPhone werden als Steuerung benutzt, aber das kann das pc schon lange, da kaufe mir lieber eine konsole
      also ich bleibe dabei, das IPhone ist die bessere konsole

    • Das iPhone is nen schicker Handheld mit vielen Casual Games. Vor kurzem hab ich mal wieder durch meine GBA- und DS-Bibliothek geschaut und irgendwie fehlt mir da auf dem iPhone was vergleichbares zu den Jump’n'Runs (hauptsächlich Remakes von alten Mario-Spielen wie Super Mario World, Bros, Bros 2 (jap. Version), Bros 3 etc), Rollenspielen (Golden Sun, Final Fantasy – da kommt ja bald was) und Action Adventures (Zelda, The World Ends With You, Shin’yaku Seiken Densetsu etc). Vielleicht kommt da ja bald was. Aber bei Jump’n'Runs geb ich es ehrlich gesagt auf. Gestern Abend SMB3 gespielt und kein Spiel mit Touch- oder Tilt-Kontrollen kommt an das notwendige Feedback ran, was ich durch ein “echtes” Pad habe. Da hat noch niemand den Dreh raus.

      Das iPad hat nen schnelleren Prozessor und nen größeren Schirm. Durch letzteres wird alles interessanter was einen möglichst großen Screen brauch – da fallen mir nur Echtzeitstrategiespiele ein. Starcraft mit Touchcontrollen kann ich mir auf dem Ding verdammt gut vorstellen. Aber evtl. ist da die Auflösung immer noch zu klein.
      In dem Moment in dem ich das Ding jedoch längere Zeit in der Luft halten muss und dabei nicht von oben drauf schaue sondern frontal (z.B. Rolando, Rennspiele mit Tilt-Controllen) stelle ich mir ziemlich kraftraubend vor. Aber das ist wie das meiste hier Spekulation. Oder hat jemand von euch schon mal ein iPad in der Hand gehalten und Nova o.ä. darauf gespielt? Ich jedenfalls nicht…

      Keinen Dunst übrigens was der bessere Handheld wird. Eigentlich ist das iPad zu groß für nen Handheld (das Ding ist größer als nen Game Gear oder nen Lynx und die waren, wenn ich mich richtig erinnere größer als eine PSP). Kann man jetzt auch nicht sagen — was bringt die beste Technik wenn die Spiele nicht dolle sind?
      Das Lynx war allen damaligen Handhelds technisch überlegen mit einem extra 3D-Chip und hatte den geringsten Bekanntheitsgrad (mir fällt bis auf Dracula auch kein ordentliches Spiel ein). Die PC-Engine GT/das TurboGrafx-Pendant haben es nie nach Europa geschafft und die konnten von ihrem Konsolen-Bruder alle Spiele, bis auf die CD-Spiele nutzen. Das Game Gear hatte zumindest nen Farbbildschirm und irgendwann war sogar der TV Tuner günstig zu bekommen. Die einzig interessanten Spiele waren Sonic (halt die 8-Bit-Versionen, die schlechter waren als die 16-Bit-Versionen…auch vom Leveldesign) und Shinobi.
      Und welcher Handheld hat alle am Boden gehalten? Der Game Boy. Mit seinen 4 Graustufen und ner Micker-Auflösung von 160×144 Pixeln. Er hatte sehr gute Spiele, man konnte lange damit spielen, war günstig für die damalige Zeit etc.

      Eine Aussage was besser oder schlechter ist bringt aktuell so gar nichts. Das kann man frühestens nach ein bis zwei Jahren sagen wenn das iPad draußen ist. Und hätte ich Kinder würde ich denen eher den iPod Touch für 200€ kaufen als nen iPad für 500…nur mal so nebengesagt…300€ machen was aus. Selbst die 3. Generation iPod Touch ist immer noch für unter 300€ zu haben und macht 200€ zum kleinsten iPad aus.

      Und jetzt noch ein letztes zu dem “das kann das PC schon lange”: Nen Rechner kann viel aber auf Rechnern kommen traditionell andere Spiele raus. Es gibt mit der Zeit eine immer größere Konvergenz (mit der PS One kam so ein bisschen RT-Strategy hinzu aber die ist räudig spielbar und später gab’s auf einmal auch spielbare Ego-Shooter für Konsolen) aber trotz dessen noch einige Unterschiede:

      a) Spiele, die rein für die Spielhalle entwickelt worden sind kommen eher für Konsolen als für PCs raus (z.B. auch Prügelspiele)
      -> die werden dann nach und nach auch für Handhelds rausgebraucht. Oftmals nur als abgespeckte Version aber im Gegensatz zum PC gibt es sie.
      Auf dem Amiga 500 gab’s da so ein paar Versuche. Aber wer mal Street Fighter 2 auf dem Amiga gespielt hat und dann Street Fighter 2 auf dem Super Nintendo weiß was ich meine…

      b) Japan-Style-RPGs/Action-Adventures kommen in der Regel ausschließlich für Konsolen raus. Ich mein damit jetzt sowas wie Final Fantasy und Zelda (als archetypische Beispiele und auch weil sie hier vermutlich am bekanntesten sind).
      Auf dem PC versuchen mir RPGs immer vorzugaukeln, dass ich alles machen könnte und versuchen Freiheit zu vermitteln. Japan-Style-Kram leitet mich straight durch eine Story mit Side-Quests und will mir das Gefühl von Freiheit gar nicht geben. Großer Unterschied (mich ärgert es bei den PC-Spielen, dass die Simulation nicht weit genug geht und dann nervt’s mich an)

      Action-Adventures auf’m PC sind gefühlt eher Diablo-Style, auf der Konsole eher Zelda-Style. Sind unterschiedliche Typen von Spielen, jeder hat seinen Geschmack.

      c) PC-Kontrollen sind in der Regel auf Tastatur und Maus ausgelegt (früher auf nen Joystick). Bei der Konsole auf das Joypad. Natürlich erzeugt das ganz andere Spiele.

      Kurz gesagt: Schön das der PC so viel kann, es kommen trotzdem unterschiedliche Spiele für die Plattformen raus.
      Ach ja, und mein MacBook Air pack ich ungern in der S/U-Bahn aus (mal abgesehen von der Zeit bis das Spiel startet), beim Handheld hab ich da weniger Sorgen (egal ob’s ne seltene Edition von nem GBA ist oder mein ranzig aussehendes 1st-Gen-DS). Die schalt ich übrigens an und weniger als ne Station später läuft mein Spiel schon wieder.

    • Einige Anmerkungen:

      Manomio wird sich ein iPad holen und die Steuerung vom C64 an das iPad anpassen.

      Harbor Master wird für das iPad angepasst werden (größere Karten und andere Dinge).

      Außerdem: Mit den Spielenetzwerken wie Plus sind mittlerweile mehr Dinge möglich als nur Highscores und Achievements. Man kann das Spiel auf einem Gerät spielen und am anderen Gerät fortsetzen, weil der Spielstand im Netz liegt (3G iPad vorausgesetzt).

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