Vor 2 Monaten gepostet

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Vor 2 Monaten gepostet

Die verschiedenen Kleider von App.net

Der Topf

Ich beschreibe app.net immer als ein Social Network Framework. Das ist natürlich reichlich abstrakt. Weniger technisch ausgedrückt ist app.net für mich ein großer Topf mit den Daten, die ich bevorzugt, aber nicht ausnahmslos, mit anderen Personen teile: Nachrichten, Fotos, andere Dateien und längere Texte.

Ansichten auf den Topf

Das klingt zunächst nach kaum mehr als Twitter, wird aber spannend, wenn man sich überlegt, wie man diese Dinge kombinieren kann:

  • Auf Nachrichten kann geantwortet werden und wiederum auf diese Nachrichten. Es entwickelt sich ein Diskussionsbaum.
  • Nachrichten können als Favorit markiert werden.
  • Jeder Benutzer hat 10GB Speicherplatz unabhängig von seinen Nachrichten. Das ist 3x mehr Speicherplatz als ich momentan in meiner Dropbox belege.
  • Nachrichten können nicht nur an eine unbestimmte Öffentlichkeit gerichtet sein, sondern auch privat sein.
  • Die privaten Nachrichten können an Einzelpersonen gehen oder an Gruppen und Dateianhänge enthalten, z.B. Bilder oder Audiodateien.
  • Nachrichten können mit Zusatzinformationen (Annotations) versehen werden: Standort, Sprache, Links, Bildanhänge und alles, was sich die Entwickler ausdenken.
  • Benutzerprofile können ebenfalls mit solchen Zusatzinformationen versehen werden.

Verbindet man diese Möglichkeiten, so landet man schnell bei einer Online-Festplatte, einem privaten Messenger, mit dem man Dateien austauschen kann, Screenshot-Programmen, die direkt in app.net abspeichern und die Bilder in Posts verwenden oder Bildergalerien.

Für mich sind das alles unterschiedliche Ansichten auf meinen persönlichen Datentopf:

  • Kurznachrichtenansicht - so wie Twitter
  • Blogansicht - so wie Tumblr
  • Fotoansicht - so wie Instagram oder Flickr
  • Diskussionsansicht - so wie Diskussionsforen (lange Texte werden als Zusatzinformationen “in” einem Post mitgespeichert)
  • Dateiansicht - so wie Dropbox
  • Chatansicht - so wie IRC und die tausenden Webchats, die es gibt
  • Terminansicht - so wie Doodle (Terminauswahl und Bestätigungen als private Nachrichten mit entsprechenden Zusatzinformationen “in” den Posts)

Das Besondere dabei: Es handelt sich immer nur um eine andere Ansicht auf dieselben Daten. Je nach der Motivation der Entwickler kann sich app.net also als Facebook, Twitter, Instagram, Chat oder Forum präsentieren. Dabei müssen die Entwickler nichts anderes machen, als die bestehenden Daten anders darzustellen. Es werden keine weiteren Daten bei den Entwicklern gespeichert. Alles befindet sich weiterhin direkt in app.net. Und wenn ich z.B. die Instagram-Ansicht nicht mehr möchte, weil ein Entwickler plötzlich den anderen coolen Fotoscheiß entwickelt hat, so öffne ich einfach nur die neue Fotoansicht, welche mir dann alle meine bestehenden und bei app.net gespeicherten Fotos anzeigt. Einfach so.

Das ist der Grundgedanke hinter app.net.

Und was sagt die Realität so?

  • Kurznachrichtenansicht: Aus nahe liegenden Gründen momentan am verbreitesten, z.B. im Web auf Alpha, Noodle oder den mobilen Geräten z.B. mit Felix.
  • Blogansicht: Wurde in Form von Longposts realisiert. Es gibt aber keine Bestrebungen des Entwicklers, eine Art Tumblr-Ersatz zu werden.
  • Fotoansicht: Es gibt einen Photostream, der z.B. von Alpha oder Treeview ausgelesen wird und nur Fotos enthält. Es wird hier aber noch die reine Kurznachrichtenansicht bevorzugt. iPhone-Clients wie Rivr enthalten Bildfilter. Einen reinen Fotoclient hat noch niemand entwickelt.
  • Diskussionsansicht: Treeview gibt einen Einstieg in laufende Diskussionen und bildet diese als richtigen Thread ab (Beispiel). Der Fokus liegt auch hier noch bei der Darstellung von Kurznachrichten und ein richtiges Forensystem hat noch niemand begonnen.
  • Dateiansicht: Der App.Net File Manager listet die bei app.net gespeicherten Dateien auf. Einen Desktop-Client gibt es noch nicht.
  • Chat-Ansicht: Patter realisiert öffentliche und private themenbezogene Chaträume.
  • Terminansicht: Ist mir noch nicht begegnet.
  • Umfrageansicht: Question realisiert ein Umfragesystem.

Verglichen mit anderen Diensten wie Twitter hat sich bei app.net in den letzten Monaten sowohl bei den Funktionen im Backend als auch der Anzahl, Qualität und dem Umfang der Applikationen einzelner Entwickler sehr viel getan. Insgesamt befindet sich aber vieles noch in der Ausprobierphase und der große Wurf, der die app.net-Infrastruktur für völlig neue und geniale Dinge verwendet, ist bislang noch nicht da. Das ist nicht enttäuschend, sondern nach sechs Monaten kaum anders zu erwarten. Wichtige Funktionen wie die Dateispeicherung sind z.B. erst seit fünf Wochen vorhanden.

Und wie funktioniert so eine Ansicht, die neue Dinge ausprobiert?

Wer an Kurznachrichten denkt, der denkt an Twitter. In app.net können Kurznachrichten aber beliebige Zusatzinformationen enthalten, nur für Maschinen sichtbar sein und in Threads miteinander in Abhängigkeit stehen. Damit lassen sich spannende Dinge realisieren, die nicht allzu offensichtlich sind. Wie z.B. ein Umfragesystem.

Jede Umfrage wird als persönlicher neuer Machine-Only-Channel gestartet, der die Umfrageparameter in den Annotations enthält:

JSON-Ausgabe

Jede abgegebene Stimme ist wiederum ein neuer Machine-Only-Post in diesem Channel, der in den Annotations die Antwort enthält:

JSON-Ausgabe

Als Entwickler muss man folglich nichts anderes machen als für dieses Backend eine hübsche Ansicht zu erstellen. Und genau das wurde bei Question gemacht.

Vor 2 Monaten gepostet

Leseliste 2013-02

Nur zwei Bücher waren im Februar an der Reihe, sowie 327 Artikel auf Webseiten.

Leseliste 2013-02

Vor 3 Monaten gepostet

Leseliste 2013-01

Elf Bücher waren im Januar an der Reihe, sowie 517 Artikel auf Webseiten.

Leseliste 2013-01

Vor 3 Monaten gepostet

Vier Wochen Kindle Paperwhite

Mit dem Paperwhite bietet Amazon nun endlich einen eInk-Reader an, welcher eine Vordergrundbeleuchtung integriert hat. Die Tasche mit separater Beleuchtung wird folglich nicht mehr gebraucht. Wer allerdings etwas in den Rezensionen stöbert findet offenbar häufig auftretende Verarbeitungs- und Softwarefehler:

  • Schief eingebautes Display.
  • Fehlerhafte Schriftdarstellung (fett statt normal, ändert sich beim Blättern wieder auf die richtige Darstellung).
  • Unterschiedliche Helligkeitswerte bei gleichen Helligkeitseinstellungen.
  • Defekte Pixel.
  • Ständig leuchtende “Pixel”.
  • Farbwolken im eInk-Hintergrund.
  • Fehlerhafter WLAN-Verbindungsaufbau.

Dennoch habe ich mich für eine Bestellung entschlossen. Das vierte Gerät war fast fehlerfrei: Nach einer zu grellen Beleuchtung, massiven Farbwolken, falsch in den Text leuchtenden Bereichen und sogar komplett defekten Bildschirmzeilen kommt mein vierter Paperwhite nur mit einem daumengroßen, leicht rötlichen Bereich am unteren Rand (nur sichtbar bei 60% Beleuchtungsstärke) und einem unschönen Knacken, wenn man unten rechts auf den Rand unter dem Display drückt. Auch wenn Amazon stets problemlos tauscht ist die Produktqualität somit mangelhaft. Ob ich wegen der beiden Probleme weitere Austauschorgien auf mich nehme werde ich später entscheiden.

Inbetriebnahme

Amazons inakzeptable Einrichtungsprozedur hat sich nicht verändert:Es muss alles von Hand auf den neuen Kindle geschaufelt werden und alle Einstellungen gehen verloren. Amazon hat weiterhin kein Konzept für den Kindle-Wechsel. Immerhin klappt der Import der Sammlungszuordnung von anderen Geräten.

Das Display

Der Paperwhite kommt mit einem höher aufgelösten eInk-Display als frühere Modelle, was vor allem bei Bildern positiv auffällt, bei Schriften aber nur bei sehr geringen Größen bemerkbar ist. Der Bildschirm stellt wie immer dunkelgraue Schrift auf gelbgrauem Hintergrund dar und ist umso besser lesbar, je stärker das Umgebungslicht ist. Tageslicht oder eine helle und möglichst direkte künstliche Beleuchtung sorgen für eine hervorragende Lesbarkeit.

Die integrierte Beleuchtung

Der Paperwhite enthält eine eingebaute Beleuchtung, welche das Display von Vorne beleuchtet. Einige Leuchtdioden am unteren Bildschirmrand strahlen Licht aus, welches von einer über dem Bildschirm verteilten Schicht wieder nach unten auf den Bildschirm reflektiert wird.

Wer erwartet, dass sein Kindle damit immer so grandios lesbar sei, wie bei heller Umgebungsbeleuchtung, dürfte nach ersten Tests enttäuscht sein: Der Bildschirm wird in unangenehm blauweißem Licht beleuchtet und verliert Kontrast: Schriften wirken matt und nicht mehr durchgehend scharf. Die Umwandlung des gelbgrauen Hintergrunds in einen weißeren Hintergrund wäre theoretisch tagsüber ebenfalls möglich, wirkt aber angesichts der dann einsetzenden Matschigkeit eher kontraproduktiv. Die Beleuchtung dient mir daher als Notbeleuchtung in der Nacht, wobei hier der Blauanteil im Licht sehr störend wirkt. Immerhin kann ich somit Nachts lesen, ohne meine Frau zu stören. Dennoch fühle ich mich von Amazon betrogen, denn TV-Werbung und Bilder auf der Website zeigen eine andere Beleuchtung.

Die Lichtstärke kann in verschiedenen Stufen variiert werden, wobei das Licht aber niemals aus ist: Auch auf Stufe Null legt sich blauweißes Licht auf den Bildschirm und nimmt dem Hintergrund die gelbwarme Farbe, was man gut beim Ausschalten beobachten kann, wo erst die Lampen ausgehen und danach der Bildschirmschoner einsetzt.

Amazons Beleuchtung enttäuscht somit auf ganzer Linie.

Schriftdarstellung

Ich bin bereit, bei einem E-Book-Reader auf gewisse Eigenheiten eines Buches zu verzichten, weil der Reader andere Vorteile bietet: Geruch, Material, Farbe, Einband und Schnittverzierungen werden eingetauscht gegen ein geringeres Gewicht, geringere Größe, die ständige Verfügbarkeit von Büchern, den leichteren Bezug fremdsprachlicher Bücher, eingebaute Wörterbücher und die gewonnene Wohnraumfläche. Was bleibt also bei einem E-Book-Reader übrig, um Sinnlichkeit zu vermitteln?

Schrift.

Leider…

“Amazon’s goal should be for Kindle typography to equal print typography. They’re not even close. They get a pass on this only because all their competitors are just as bad or worse. Amazon should hire a world-class book designer to serve as product manager for the Kindle.”
via Daring Fireball

Der Kindle 4 wurde mit einer sehr breiten Caecilia-Schrift ausgeliefert, weshalb ich zunächst die alternative Schriftart Overlock installieren musste. Erst ein Software-Update führte eine schmalere Caecilia ein, mit der ich gut leben konnte. Sie war nicht hübsch, aber erträglich.

Der Paperwhite kommt erneut mit einer mir zu breiten Caecilia, die ich zudem nicht auf die gleiche Größe wie beim Kindle 4 einstellen kann. Die sonstigen Schriftarten wirken einfallslos und werden, wie beispielsweise Baskerville oder Palatino, in einer helleren Schriftfarbe dargestellt (somit mit weniger Kontrast). Drei Wochen lang habe ich zwischen verschiedenen Schriften gewechselt, ohne eine für mich erträgliche zu finden - von Freude, die ich beim Betrachten empfinde, ganz zu schweigen.

Glücklicherweise lassen sich gänzlich ohne Jailbreak oder Zusatzsoftware weitere Schriften installieren und andere auf dem Gerät bereits vorhandene aktivieren. So komme ich nun in den Genuss von Overlock, Rambla, Source Sans Pro und Titillium Web als von mir installierte Sans Serif-Schriftarten, sowie TBMincho als bereits vorhandene Serif-Schriftart. Titillium ist mein Caecilia-Ersatz: Dick, kontrastreich, aber schmaler als Caecilia und etwas technisch wirkend. Source Sans Pro ist dagegen die Schnörkellosigkeit in Schrift. Overlock und Rambla bewegen sich dazwischen, sind somit gut lesbar, bieten aber auch etwas für’s Auge. Overlock und Titillium sind selbst in der kleinsten Schriftgröße noch sehr gut lesbar (es gibt also keine Probleme mit abnehmenden Kontrast). Damit kann ich zumindest auf dem Paperwhite wieder lesen, ohne mich aufregen zu müssen.

Die Software

Der Paperwhite kommt mit einer für die Touch-Bedienung angepassten Software, die mittlerweile auch für den Kindle Touch verfügbar ist. Die Software fühlt sich mit Menüs, Buttons und Gesten sehr nach einem Tablet an, was irritierenderweise dem Kindle sein altmodisches Auftreten nimmt, welches er selbst noch mit der alten Touch-Oberfläche hatte. Der Paperwhite fühlt sich an wie ein Tablet, welches zufällig ein eInk-Display hat. Selbst der Browser ist verwendbar!

Die Touch-Oberfläche sorgt für leichte Markierungen, das schnelle Nachschlagen von Begriffen und das bequeme Tippen von Notizen. Die Bedienung wirkt dennoch häufig unpraktischer als zuvor. Konnte man auf dem alten Kindle mit seinem Daumen quasi alle steuern, so muss man jetzt wie bei einem Tablet über den Bildschirm huschen.

Fazit

Der Paperwhite muss sich bei mir gegen den klassischen Kindle behaupten, dessen einziger Nachteil die fehlende Lesbarkeit bei schlechtem Licht war. Im direkten Vergleich gibt es nur wenige Vorteile. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Kindle Touch, gibt es mit der Beleuchtung sogar nur zwei kleine Vorteile: Eine bei Schriftdarstellung kaum merklich erhöhte Auflösung und die eher schlechte Beleuchtung.

Vorteile

  • Die Touch-Oberfläche ermöglicht einfaches Nachschlagen und Markieren von Wörtern.
  • Die Touch-Oberfläche ermöglicht leichteres Tippen mit der Tastatur.
  • Die Touch-Oberfläche ermöglicht eine bessere Navigation im Shop und Web-Browser.
  • Darstellung der Bücher mit Cover anstelle mit reinen Listen.
  • Die Beleuchtung ermöglicht das Lesen im Dunkeln.
  • Etwas höhere Auflösung (nur sichtbar bei sehr kleinen Schriftarten und Bildern).
  • Darstellung der restlichen Lesezeit

Nachteile

  • Die Beleuchtung ist weißblau.
  • Die Beleuchtung ist nicht abschaltbar.
  • Die Beleuchtung ist ungleichmäßig, vor allem im unteren Bereich.
  • Zu breite Schriften, teils mit weniger Kontrast als Caecilia.
  • Touch-Oberfläche erfordert teils lange Wege.
  • Instabilerer Webbrowser.
  • Instabileres Betriebssystem (in den wenigen Wochen der Nutzung ist mir das Gerät mehrmals eingefroren).
  • Der Paperwhite ist schwerer.
  • Der Paperwhite ist dicker.
  • Es gibt keine Knöpfe mehr zum Blättern.
  • Das Querformat ist nicht mehr beliebig drehbar.
  • Kein direkter Kapitelsprung mehr möglich (nur noch über das Menü).
  • Extreme Serienstreuung mit vielen fehlerhaften Geräten.

Meine drei Wünsche

Momentan wirkt der Kindle wie ein unfertiges Stück Technik. Meine drei Wünsche für den Paperwhite:

  1. Komplett abschaltbare Beleuchtung.
  2. Wärmere Lichtfarbe.
  3. Tasten zum Blättern.
Vor 4 Monaten gepostet

Gewichtsblicker

Fail

Ok, es klappt nicht. “Nach Gefühl” weniger oder anders zu essen funktioniert ähnlich gut wie das nach Gefühl gekochte Ei von Loriot. Ich muss das folglich anders angehen und mir (bin ja Projektleiter) eine Controllingmöglichkeit geben, die immer verfügbar ist und nicht belastet.

Gewichtsblicker

Vor 12 Jahren hatte ich erfolgreich mit Weight Watchers abgenommen. Die Idee ist simpel: “Du darfst X Punkte pro Tag essen und hier ist eine Tabelle mit der Punkteverteilung auf die Lebensmittel”. Perfekte Controllingmöglichkeiten!

Das ist leider langfristig an der Offline-Zettelwirtschaft gescheitert: Es gibt Einkaufsführer, Restaurantführer, Kochbücher, Tagebuchblättchen usw. Das war aufgrund der Redundanz so frustrierend, dass ich mir dafür irgendwann eine eigene Datenbank geschrieben hatte, die ich überall, wo es Internet gab, erreichen konnte. Mangels mobiler Geräte bedeutete das leider auch, dass ich vieles aus der Erinnerung nachtragen musste. Klappte nicht. Nach einigen Jahren bot Weight Watchers die Datenbank und das Tagebuch in Form einer Flash-Applikation im Internet an, aber das mobile Problem blieb, bis Weight Watchers mit einer iPhone-App daher kam, die Datenbank, Tagebuch und Gewichtsprotokollierung vereint, mit der Website synchronisiert und einen per Notification ständig daran erinnert, sein Essen einzutragen. Perfekt!

Die ersten zwei Wochen habe ich mein aktuelles Essverhalten protokolliert und kam auf eine Überlastung von 40%. Danach habe ich Alternativen gesucht und mich angepasst. Im Ersteindruck funktioniert das sehr gut.

Wer den zusätzlichen Arschtritt benötigt, der kann auch zu wöchentlichen Treffen gehen. Da wird Allerlei über Ernährung erzählt, man wird gewogen und bekommt Lobsterne bei bestimmten Abnahmezielen, was insgesamt lächerlich klingen mag, für viele aber hilfreich ist, am Ball zu bleiben. Für mich haben die Gruppen nur einmal funktioniert, danach fand ich mich immer in einer Art Kaffeekränzchen von 35jährigen Sekretärinnen wieder, die über Sex and the City plauderten, was nicht mein Fall war.

Das Gesamtpaket inklusive Treffen kostet 40€ im Monat. Nur online kostet weniger. Da bei mir nur eine Gruppe in Berlin zeitlich und örtlich passt werde ich diese nächste Woche besuchen und dann bewerten, ob das hilfreich ist.

Kurioses

Etwas grotesk ist die für mich neue Punkteberechnung bei Weight Watchers. Ich darf 57 Punkte pro Tag essen, zzgl. 49 Wochenpunkte, die ich auf einzelne Tage verteilen oder auch an einem Tag vertilgen darf. Das ergibt folglich, theoretisch, einen “Supertag” in der Woche, der 106 Punkte wert sein darf. Und mit 106 Punkten kann man schon sehr viel anfangen. Z.B. 106 Toffifee essen.

Vor 4 Monaten gepostet

Leseliste 2012-12

Ich mache jetzt auch mal das mit der Leseliste. Hier für Dezember 2012. Außerdem gelesen: 431 Artikel auf Webseiten.

Leseliste 2012-12

Vor 4 Monaten gepostet

Ersteindruck MacBook Air

Als Selbstbeschenkung gibt es dieses Jahr ein Macbook Air. Mein Gejammer über die iPad-Limitierungen dürfte damit ein Ende haben.

Ähnlich wie das iPad soll das Macbook Air ein weitestgehend schmerzfreier Rechner sein, keine Backup-Probleme erzeugen und nicht ein weiteres Gerät mit nur dort gehaltenen Daten sein. Das Air wird folglich nur mit den nötigsten Programmen ausgestattet und der Rest folgt, wenn ich sie benötige. Da ich mich nicht mit Backups beschäftigen möchte, wird das Air mit entsprechenden bereits vorhandenen Cloud-Diensten wie iCloud und Dropbox verbunden.

Die Installation des frischen Airs sieht damit anders aus als von mir gewohnt. Anstelle komplette Benutzerverzeichnisse per Time Machine zu übernehmen fange ich diesmal zum ersten Mal seit zehn Jahren frisch an und bin gespannt, wie das mittlerweile bei Apple funktioniert.

Nach dem Einschalten richte ich im Assistenten den Admin-Account ein, setze meine üblichen Sicherheitseinstellungen und erstelle einen Benutzer mit normalen Rechten. Dieser erhält einen Zugang für iCloud und den Store. Damit steht ein Computer mit konfiguriertem Mailer, Adressbuch, Notizprogramm, Kalender, Erinnerungen, iMessage, Game Center und Photo Stream vor mir. Den iA Writer aus dem AppStore habe ich gleich mit installiert, sodass die per iCloud synchronisierten Dokumente ebenfalls in der gewohnten Umgebung geöffnet werden können. Bis auf den Mailer, der noch tausende von Mails abholt, steht damit zehn Minuten nach dem Erststart ein funktionsfähiger Rechner mit meinen Daten und Dokumenten vor mir. Das ist beeindruckend.

Bleiben die weiteren Schritte:

  • Dropbox installieren. Dropbox hält meine restlichen Dokumente und Bilder. Große Bibliotheken von iPhoto und Lightroom sind freilich nicht enthalten, aber auf dem Air auch nicht erforderlich. Dank LAN-Sync von anderen Macs im Netzwerk spart sich Dropbox den Weg über das Internet und schaufelt die 3,5GB schnell auf das Air.
  • Chrome installieren. Dank Chrome-Sync erhält er auch gleich alle Plugins, Passwörter und Bookmarks.
  • 1Password installieren, an Dropbox anbinden und in Chrome und Safari per Plugin integrieren. Damit sind alle meine Passwörter und Accounts auch auf dem Air vorhanden.
  • Things installieren und die Things Cloud aktivieren, womit alle meine Aufgaben auch auf dem Air erscheinen.
  • In iTunes iTunes Match aktivieren, um Zugriff auf meine Musikbibliothek zu erhalten.
  • Reste: Evernote, Reeder, Skitch, Pages, Numbers, Marked, TextWrangler und OmniOutliner aus dem AppStore laden, den Desktop-Hintergrund einstellen und die Tastatur-Kürzel passend setzen.

Gesamtzeit dafür: 60 Minuten

Übrig bleiben zeitraubende Fleißarbeiten: Auf den Evernote-Sync warten und die FileVault-Verschlüsselung aktivieren. Beides läuft über Nacht ab.

Der Ersteindruck vom MacBook Air: Nach einem Jahr mit dem Kindle und Herumspielen mit dem iPad mini wirkt das 11”-MacBook Air geradezu riesig. Erst der direkte Vergleich mit einem “normalen” Notebook oder iPad relativiert diesen Eindruck. Auffällig beim Air: 8GB RAM und die SSD sorgen für einen komplett geräuschlosen Rechner, der rasend schnell ist. Standardaufgaben wie Mail und Web, aber auch der Umgang mit meiner riesigen Evernote-Bibliothek, bei der mein Alu-Macbook an Probleme stößt, werden hier eher durch mich und nicht den Rechner gebremst. Da ich auf dem Air keine Filme rendern werde dürfte die Leistung also ausreichend sein.

Spannend werden für mich die ersten Gehversuche in den kommenden Wochen. Das Air soll z.B. mein iPad als Notizprogramm im Spanischunterricht ersetzen, sodass ich mich hier einem anderen Wörterbuch und Autokorrektur auseinander setzen muss.

Vor 4 Monaten gepostet

2012 in 25 Fragen

Stöckchen mag ich meist nicht. Der hier hat mir aber gefallen. Ich Dieb ich ;).

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen. Satte sechs Kilo!
Das Jahr in Linien

Haare länger oder kürzer?
Gleichbleibend.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger! 2013 werden sicherlich neue Kontaktlinsen und eine neue Brille fällig.

Mehr Kohle oder weniger?
Weder noch.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Dank Umzug: Viel mehr ausgegeben!

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Rad fahren in Berlin-Pankow ist die Hölle :(.

Der hirnrissigste Plan?
Beginnend Ende 2012: Soviel abnehmen, damit endlich der Fallschirmsprung klappt! Mit Weight Watchers und Sport.

Die gefährlichste Unternehmung?
Im Urlaub an Steinhängen nach unten wandern (Höhenangst!).

Der beste Sex?
:D

Die teuerste Anschaffung?
Eindeutig die neue Wohnung.

Das leckerste Essen?
Oh, da gibt es viel. Der leckere Inder am Senefelder Platz z.B. Aber wo mir wirklich die Spucke weg blieb: Das rote Rollberger Bier!

Das beeindruckendste Buch?
Die Landkarte der Zeit.

Der ergreifendste Film?
2012 war ein merkwürdiges Kinojahr. Die meisten Filme waren sehr mäßig, wenn nicht vollkommen enttäuschend. Auch die Tribute von Panem reihen sich hier im direkten Vergleich zum Buch ein. Dennoch wähle ich Panem!

Die beste Musik?
Safe & Sound von Taylor Swift. Die sanfte und depressive Stimmung passte perfekt zum Buch. Auch auf Endlosschleife.

Das schönste Konzert?
Outdoor: Das In Flammen-Festival. Nicht nur, weil dort eine meiner Lieblingsbands aufgetreten ist, sondern auch, weil die Umgebung dort fantastisch ist.
Indoor: Marit Larsen!

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeiten, como siempre.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Meiner Verlobten. Im grotesk schlechten Mallorca-Urlaub mit dem roten Weg ;).

Vorherrschendes Gefühl 2012?
Finanzielle Unsicherheit. Der Umzug war leider teuer ;).

2012 zum ersten Mal getan?
LesMills-Kurse im Fitnessstudio.

2012 nach langer Zeit wieder getan?
Fitnessstudio ;).

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

  1. Der fünfwöchige Husten im November.
  2. Die Renovierung der alten Wohnung.
  3. Der (glimpfliche) Fahrradunfall.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Diesmal keine. Außer der Sache mit den fehlenden BINDESTRICHEN auf mannshohen Werbe Tafeln meiner Firma.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Dass ich da bin. Dass ich ja sage.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Dass alle anderen da sind.

2012 war mit einem Wort …?
Anstrengend.

2013 wird …?
Erlebnisreich!

Vor 5 Monaten gepostet

Leseliste 2012-11