Vor 1 Monat gepostet

Ich habe mir einen Kindle gekauft

Amazons eBook-Reader beobachte ich bereits seit seinem US-Erscheinen 2007. Skeptisch zwar, denn ich mag Papierbücher sehr gerne, aber dennoch interessiert, denn ich mag das Gewicht von Büchern nicht. Dementsprechend hat mein Kopf schon seit längerem den Schnitt zwischen wertvollen Hardcover-Büchern, die man auch nach Jahren noch gerne in die Hand nimmt, und simplen Unterhaltungsbüchern durchgeführt. Einzig das passende Geräte fehlt, denn in die Adobe-DRM-Hölle von Sony wollte ich mich nicht begeben und die Kindle-Geräte wurden offenbar in den 80ern designt.

Im Herbst diesen Jahres kam nun die vierte Version des klassischen Kindle heraus - nur mit WLAN, ohne klobige Tastatur, mit deutscher Oberfläche und für sympathische 99 Euro. Heute kam er an.

Der erste Eindruck:

  • Er ist kleiner als vermutet. Kleiner als ein Taschenbuch. Damit passt auch weniger Inhalt auf eine “Seite” aber er passt besser in die Jackentasche.
  • Die Ersteinrichtung funktioniert außerordentlich schmerzfrei: Der Kindle kommt bereit voreingestellt für das Amazon-Konto und verlangt nur noch das WLAN-Kennwort.
  • E-Ink sieht sehr sehr gut aus, ähnelt allerdings mehr einer Zeitung und weniger einem Buch. Von schwarzem Text auf weißem oder gelblichem Papier ist das weit entfernt. Es ist eher dunkelgrauer Text auf hellgrauem Hintergrund.
  • Das Kontrastverhältnis ist im Laufe der Jahre stets verbessert worden, aber ein Kindle ist immer noch deutlich schlechter zu lesen als ein Buch. Sofern nicht helles Mittagslicht das Kindle beleuchtet, wünscht man sich eine Lampe.
  • Alle drei verfügbaren Schriftarten sind mir nicht fett genug und verschärfen das Kontrastproblem damit.
  • Die Bedienung mit Pfeiltasten funktioniert passabel, fühlt sich nach etlichen Jahren mit iPhone und iPad aber sehr altbacken an.
  • Es gibt einen sinnlosen, nicht abschaltbaren, Bildschirmschoner, wenn man das Gerät “abschaltet”. Hier würde ich bevorzugen, weiterhin den Text des Buches sehen zu können.

Nach dem ersten Eindruck folgte die Einrichtung des Gerätes. Schnell fällt auf, dass die Oberfläche hier einiges nachzuholen hat. So habe ich z.B. 76 Bücher auf meiner iPad-Kindle-Software vorliegen. Diese muss ich einzeln aus dem Archiv herunterladen. Sammlungen (Ordner), in die ich die Bücher bereits gelegt habe, werden nicht von der Mac-Kindle-Software synchronisiert, es müssen also alle 76 Bücher einzeln einsortiert werden. Immerhin versteckt sich in den Kindle-Menüs die Möglichkeit, Sammlungen anderer Kindles zu übernehmen. Amazon kann also zwischen Hardware-Kindles offenbar mehr syncen als zwischen den iPad-Programmen, was zumindest einen Wechsel auf Nachfolge-Kindles in der Zukunft erleichtern sollte.

Sobald diese Shit-Work erledigt ist, kommt der angenehme Teil: Das Lesen. Nach dem Öffnen eines Buches springt der Kindle automatisch zur ersten Seite und fortan muss man nur noch über die Hardware-Buttons vor- und zurück blättern. Einfach, simpel und ablenkungsfrei, denn außer Text anzeigen macht der Kindle nichts anderes, das einen nerven könnte.

Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Randabstand und die Geräteausrichtung lassen sich einstellen. Ich bevorzuge nicht die klassische Hochkant-Buchseitendarstellung, sondern das Querformat. Hierbei sind die Zeilen länger und ich muss nicht ständig das Auge auf die nächste Zeile heben, was ich als angenehmer empfinde:

Das Einkaufen bzw. Herunterladen neuer Bücher kann direkt auf dem Kindle durchgeführt werden, ist durch die Bedienung aber eher schmerzhaft. Einfacher geht es am iPad oder dem großen Rechner und die normale Amazon-Website: Hier können Bücher per 1-Click-Verfahren gekauft und automatisch auf den Kindle gepusht werden. Der Kindle lädt das Buch anschließend automatisch herunter.

Sehr gelungen ist die Möglichkeit, eigene Dokumente an den Kindle übertragen zu können. Amazon spendiert dem Gerät hierzu eine eigene E-Mail-Adresse, an welche z.B. PDF-Dateien als Dateianhang gesendet werden können. Diese werden dann an den Kindle gepusht und stehen zum späteren erneuten Download oder zur Verteilung an andere Kindle-Geräte/Programme zu Verfügung.

Nachdem ich nun das zu Weihnachten geschenkte Papierbuch durchgelesen habe startet jetzt der vollkommen subjektive Test, wie das Lesen auf dem Kindle abschneidet. Im Vergleich zum Papierbuch und dem Lesen auf LCD (iPad).

Nachtrag: Auch wenn die Kindle-Hardware nicht die Sammlung der Mac-Software gesehen hat, umgekehrt funktioniert das tadellos: Die Mac-Software hat sofort nach dem Start den Import der auf dem Kindle angelegten Sammlungen angefragt und dann durchgeführt.

Vor 4 Monaten gepostet

One more thing: Siri

1983 veröffentlichte Apple die Lisa und somit erstmals eine grafische Benutzeroberfläche (außerhalb von Forschungsstätten). 1984 folgte der Macintosh-Computer, welcher die grafische Oberfläche der Allgemeinheit zugänglich machte, indem die Komplexität der Kommandozeile durch Grafiken und einen kleinen bewegten Zeiger verringert wurde. Danach geschah: Nichts.

Nach 24 Jahren Stillstand veröffentliche Apple im Jahr 2007 das iPhone (Youtube). Wieder hat Apple die Komplexität verringert: Anstelle mit einem zusätzlichen Gerät einen kleinen Zeiger auf dem Bildschirm zu bewegen, können die grafischen Bedienelemente mit dem Finger berührt werden. Zusätzlich verschwanden das Dateisystem und die parallele Verwendung von Programmen. Das Ergebnis ist ein Gerät, welches sich verblüffend natürlich anfühlt. Selbst die Frage nach gespeicherten Dokumenten oder der Dateispeicherung stellt sich nicht. Die ebenfalls von Apple gestartete Nische der Personal Digital Assistants kollabierte spontan.

2010 folgt das iPad (YouTube). Es verband die verringerte Komplexität des iPhones mit einem größeren Display und ermöglichte somit Applikationen, die bislang den “Maus-Rechnern” vorbehalten waren: Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Outlines, Mind Maps, Datenbanken, Bildbearbeitung, Videoschnitt, Audiosoftware.

Gerade mit den Touch-Geräten kann Apple bei Neueinsteigern immer noch mit einem großen Aha-Effekt und großen Augen punkten. Was Bedienung angeht, steht die Zeit seit vier Jahren allerdings abermals still und führt in vielen Bereichen den Stillstand der letzten 24 Jahre fort. Das iPad ist weitestgehend ein herkömmlicher Rechner, der der herkömmlichen Bedienungsphilosphie folgt: Ich hangle mich über Menüs und Buttons durch unterschiedliche sich selbst ersetzende Fensterschichten. Das klappt besser als am großen Rechner, da die Applikationen in der Regel für einen einfacheren Bedienungsworkflow optimiert sind, aber es fühlt sich eher nach Vergangenheit als nach Zukunft an.

Ein Beispiel: Wenn ich möchte, dass das iTunes auf meinem großen Rechner die letzten zehn Songs wiederholen soll, so muss ich folgendes verstehen:

  • Es gibt Playlisten, intelligente Playlisten, aus Metadaten generierte Ordner und einzelne Songs.
  • iTunes ist unterteilt in eine Sidebar für Playlisten, einen Browser für Metadaten und eine Liste für Songs.
  • Intelligente Playlisten können auf Kriterien von Songs reagieren, z.B. ihre letzte Spielzeit.
  • Ich kann eine intelligente Playlist der zuletzt gespielten Songs erstellen (iTunes wird mit einer ausgeliefert, aber um diese zu verstehen, muss ich alles obere verstanden haben).
  • Ich kann aus dieser die letzten zehn Songs in eine neue Playlist überführen.
  • Ich kann dann abspielen.

Für die simple Anforderung, die letzten Songs noch einmal zu spielen, ist das ziemlich viel Holz. Weshalb kann ich iTunes nicht einfach mitteilen: “Spiele die letzten zehn Songs noch einmal”?

Damit das möglich ist, muss der Rechner bzw. iTunes einiges können:

  1. Es muss meine Sprache, sei es getippt oder gesprochen, verstehen können.
  2. Es muss die Daten zur Verfügung haben (Liste zuletzt gespielter Songs).
  3. Es muss Zusammenhänge verstehen können: “Bitte die letzten zehn Songs noch einmal spielen”, “Bitte noch drei Songs dieser Band”

Eine intelligente Steuerung scheitert in der Regel an einem dieser drei Punkte. Alle drei sind allerdings erforderlich, damit wir effizenter mit Computern arbeiten können.

MacOS, Mac OS X und iOS kamen nahezu immer mit Möglichkeiten, den Computer Texte und Bedienelemente vorlesen zu lassen. Spracherkennung war aber immer nur auf das Erkennen bestimmter Befehle ausgelegt, was einen ersten Schritt und eine kleine Erleichterung darstellt, aber nicht bei der Bewältigung wirklicher Arbeitsabläufe hilft. Denn unabhängig davon, ob wir Befehle per Maus auswählen oder in den Computer hinein rufen, bieten Computer uns nur eine vorgefertigte Liste an Befehlen an, die wir einzeln, Schritt für Schritt, kombinieren müssen. Erst dann können wir mit der eigentlichen, intelligenten, analytischen Arbeiten beginnen, sofern diese dann noch erforderlich ist (viel Arbeit, die wir am Rechner erledigen, ist nur stumpfe Sucherei).

Umso überraschter war ich, als Apple vor einigen Tagen die neue Version von Siri vorstellte, welches Apple vor 1,5 Jahren einkaufte. Mittlerweile ist die Software vollständig in das iOS 5 integriert. Siri versteht die gesprochene Sprache, Siri hat dank der Daten des iPhones und zusätzlicher Dienste wie WolframAlpha Daten und analytische Funktionen zur Verfügung und es versteht Zusammenhänge. Alle drei oben genannten Anforderungen sind in einem gewissen Rahmen erfüllt.

Auch wenn Siri nicht innerhalb von Applikation steuert, sondern nur den Zugang zu diesen Applikationen, konnte Apple damit eine Punktlandung vollziehen: Das 24 Jahre alte Knowledge Navigator-Video (Video) präsentierte einen durch Sprache gesteuerten persönlichen Assistenten - im Jahre 2011. In wenigen Tagen werden Millionen von Menschen Siri verwenden können.

Der Einsatzbereich von Siri ist momentan noch begrenzt, aber ein erster Schritt zur Schaffung einer neuen Art der Bedienung von Computern, wie sie in Star Trek vorgelebt wurde: Computer als Werkzeug zur Recherche und Analyse, nicht aber als Intelligenzersatz. Diese soll weiterhin durch uns kommen und wird gefördert, indem uns der Computer lästige Arbeit abnimmt, anstelle sie uns - wie bislang - in Form unzähliger Menüpunkte vor die Füße zu werfen.

Dass Siri nicht über die Leistungsfähigkeit von Star Trek-Computern verfügt hat unterschiedliche Gründe. Einer der weniger offensichtlichen sind die Lücken im Informationszugriff. Nur wenige Daten liegen in strukturierter Form vor oder sind überhaupt öffentlich zugänglich. Für eine Star Trek-Computerwelt müssen strukturierte Informationen öffentlich verfügbar sein, weltweit, ohne staatliche oder privatwirtschaftliche Grenzen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Apple versucht dieses Problem momentan in Teilen durch die Verwendung von WolframAlpha zu umgehen. Ein weiterer offensichtlicherer Punkt liegt in der Eingeschränktheit des iOS: Applikationen wissen fast nichts voneinander.

Wenn Apple Siri nicht nur als Testballon ansieht, sondern als die Zukunft, dann muss Siri für Drittentwickler geöffnet werden, damit diese ihre Dienste für Siri anbieten können aber auch, damit Siri innerhalb von Applikationen Aufgaben steuern kann. Etwas ähnliches hat Apple schon einmal gemacht: Mac OS X bietet eine durch Drittanbieter erweiterbare, natürlichsprachliche Programmiersprache an. Diese Applikationen registrieren hierbei einen Wortschatz im Betriebssystem, der dann von beliebigen Applescripten und anderen Applikationen verwendet werden kann. Auch die aus Nextstep stammenden Services und der 2005 eingeführte Automator gehen in eine ähnliche Richtung.

In jedem Fall ist mit Siri ein “Living the Future”-Moment entstanden, der Science Fiction näher an die Realität holt.

Vor 4 Monaten gepostet

(Link) iOS vs. Android: Zwischenfazit bei "My Dinner With Android"

Bemerkung zu diesem Link:

dinnerwithandroid:

Apologies for the radio silence as of late. Truth be told, Android has just become incredibly boring. With iOS, it seems like there were always a wealth of new apps to be excited about. I have text file with so many to remember to grab when I move back. It’s something that made iOS great: the…

Vor 6 Monaten gepostet

Lion: Tipps & Tricks

Desaströse Update-Erlebnisse wie bei Mac OS X 10.4 scheinen der Vergangenheit anzugehören und so langsam überwiegt der Mut, neue OS X-Versionen sofort zu installieren. Die Version 10.7 (Lion) beherbergt mittlerweile den iMac und das beruflich genutzte MacBook. Katastrophen blieben bislang aus, viele Kleinigkeiten erfreuen und nur wenige stören. Hier ein kleiner Bericht von Lion:

Installation

Die Installation verläuft ausgesprochen schmerzfrei und Apple hat es offensichtlich geschafft, sie wirklich idiotensicher zu gestalten: Nach Download des Installers im AppStore muss die Installation bestätigt werden und ohne weitere Fragen (oder Einstellmöglichkeiten) geht es los. Nach meiner Rückkehr aus der Dusche war der iMac aktualisiert und wartete auf meinen Login. Desktop und Startup-Apps erschienen wie gewohnt und ich konnte den Rechner weiter benutzen. Einfacher geht es wohl wirklich nicht.

Erster Eindruck

Nach dem Start fällt die neue Optik auf. Der Aqua-Look ist nicht ganz verschwunden, sondern fällt etwas eckiger aus. Insgesamt wirkt Lion dadurch übersichtlicher als Snow Leopard. Zusätzlich fallen die Scrollleisten weg und endlich wird der Inhalt gescrollt, nicht die Scrollleiste (eine Idee, die man schon bei Erfindung der Scrollräder auf Mäusen hätte umsetzen sollen). Mit Mission Control kann ich so arbeiten wie zuvor mit Exposé und Spaces, die Multitouch-Gesten des Trackpads machen richtig Spaß und der Fullscreen-Modus bei vielen Applikation ist wirklich toll. Kleine optische Negativeindrücke: Das neue Adressbuch ist grauenvoll, Launchpad kann Icons zwar sinnlos wackeln lassen, aber sie nicht löschen und graue Icons auf grauen Buttons auf grauen Toolbars sorgen zwar für optische Ruhe, aber auch für weniger Eindeutigkeit in der GUI. Wo zuvor der Löschen-Button im Finder das runde rote Ding war, ist es jetzt eine nur schwer erkennbar Mülltonne, die ich suchen muss. Das zieht sich leider durch alle mitgelieferten Apps.

Zweiter Eindruck

In Lion findet sich ansonsten aber viel Positives: Dank der enthaltenen deutschen Stimme für die eingebaute Sprachausgabe lässt sich z.B. markierter Text vorlesen. Dank Opt-Esc-Tastenkürzel funktioniert das schnell und effizient und wird von mir verwendet, um markierte Telefonnummern vorlesen zu lassen, die ich dabei wähle.

Safari 5.1 funktioniert rasend schnell und hat endlich eine brauchbare Download-Funktion ohne separates Fenster erhalten.

Das neue Mail.app ist eine grandiose Runderneuerung, samt wunderbarem Threading, Erkennung verwandter Mails, Darstellung der Absender-Fotos in der Listenansicht und Verbannung der Ordner-Sidebar, was meiner Arbeitsweise sehr entgegen kommt: Ich arbeite nur mit einer Hand voll Smart Mailboxen, die jetzt in der Bookmarks-Bar liegen. Auch ein mit 10.6.8 in Snow Leopard eingeführter Bug ist behoben worden: In eine Mail gezogene Attachments werden wieder Outlook-kompatibel versendet.

Größte Neuerung ist allerdings Resume, womit man Mac OS X jetzt im Jahr 1990 begrüßen darf, denn mein damals von PC/GEOS geliebtes Feature gibt es jetzt auch bei Apple und nach dem Neustart des Rechners werden alle Programme, Fenster und (auch ungesicherte) Dokumente automatisch wieder hergestellt. Autosave und Versions runden das Ganze ab: Endlich muss ich mich beim Schließen von Apps nicht mehr um die Kontrolle der 13 offenen Dokumente kümmern, denn auch Ungesichertes ist nach dem Neustart der App automatisch wieder da.

Kleine Probleme

Für anfängliche kleine Probleme hat die Apple-Welt in kürzester Zeit Alternativen gebastelt:

So unterstützt das neue Webkit 2 keine Webkit-Plugins mehr, weshalb in Safari und Mail ClickToFlash nicht mehr verwendet wird. Als Lösung für Safari bietet sich die Safari-Extension ClickToFlash an. Dennoch sollte man das “alte” ClickToFlash nicht deinstallieren, denn etliche Apps wie z.B. Reeder verwenden noch Webkit 1 und blenden somit, dank des “alten” ClickToFlash, auch weiterhin Flash aus.

Als störend empfand ich die neuen Animationen für Fenster und die Reply-Funktion von Mail, da diese Zeit kosten und mich regelmäßig irritiert haben. Auch die Abschaltung der Repeat-Funktion für die Eingabe von mehreren Zeichen (“halloooooo”) empfinde ich als störend. Abhilfe bringt hier die kostenlose App Lion Tweaks, mit der man diese Funktionen abschalten kann (wie üblich werden hierbei nur die von Apple versteckten Einstellungen aktiviert).

Unter Safari verwende ich seit mehreren Jahren die Saft-Erweiterung, welche aber noch nicht für Safari 5.1 und Lion erschienen ist. Für meine verwendeten Saft-Funktionen habe ich mich deshalb in den offiziellen Safari Extensions umgeschaut und bin für alle meine Funktionen fündig geworden, wie z.B. AdBlock, WasteNoTime oder Mindful Browsing. Zu Safari Extensions werde ich sicherlich noch separat etwas schreiben.

Als einzige nicht mehr funktionierende App darf ich übrigens VMWare Fusion 2 melden. Die Version 3 funktioniert aber und hat ein Update bei einem Kollegen ohne Schaden überlebt.

Fazit

Hübsch, effizient, macht Spaß und fühlt sich nach Zukunft an.

Vor 7 Monaten gepostet

Oliver wird weniger - Fazit Q2 2011

Die Ergebnisse der letzten sechs Wochen zum 30.06.2011:

  1. 113,1 Kilo (-7,1 Kilo, 16.05.2011: 120,2 Kilo)
  2. 1410 Km laut Bi.Cycle (+629 Km, 16.05.2011: 781 Km)

Fatwatch hat seine Berechnung wie folgt angepasst:

Im Quartalsrückblick:

Vergleichsgrafiken finden sich in meinem Startartikel.

Als besonders hilfreich haben sich die bereits vorgestellten Apps für das Fahrrad und das Punkte zählen von Weight Watchers erwiesen, sowie selbstverständlich das grandiose FatWatch zur Protokollierung und Auswertung der Ergebnisse.

Auch wenn die Abnahme in den ersten Tagen und Wochen meist sprunghaft geschieht, bin ich über die konstante Entwicklung erfreut. Auch Ausreißer wie Grillabende mit Freunden bringen den Graphen nicht aus dem Tritt. Dabei ist meine Vorgehensweise zunächst trivial:

  • Grob an den 30 Weight Watchers-Punkten orientieren (für das Abendessen sind z.B. mindestens 5 Punkte übrig)
  • Keine Fette und Kohlenhydrate gemeinsam essen bzw. nur Fettarmes zusammen mit Kohlenhydraten
  • Umfangreiche Abendessen gänzlich vermeiden (eher Gemüse, eine Scheibe Brot mit fettarmem Käse, Salat mit Olivenöl)
  • Keine Süßigkeiten essen, für Knabbereien Trockenfrüchte und Nüsse verwenden und für schnelle Energieschübe bei Radtouren eine Banane
  • Langsam essen
  • Möglichst täglich Fahrrad fahren (schon der Weg zur Arbeit bringt 24 Kilometer)

Da ich zusätzlich zum Mittagessen immer nachmittags eine Kleinigkeit auf Arbeit esse, kann das Abendbrot problemlos klein ausfallen oder gänzlich entfallen. Salat, Obst und Gemüse esse ich glücklicherweise sehr gerne und Fertiggerichte sind schon vor sehr langer Zeit aus meinem Leben verschwunden. Auch Wurst und Fleisch stellen mich nicht vor wesentliche Herausforderungen, da ich meist vegetarisch esse und wenn, dann Bio-Rindfleisch kaufe, aber keine Wurst (und Bio-Fleisch ist derart teuer, dass man davon automatisch weniger isst). An tierischen Produkte gibt es bei mir sonst nur Käse (auch keine Milch: Müsli klappt mit Saft erstaunlich gut). Das sieht dann z.B. so aus:

  • 100g ungezuckertes Früchtemüsli mit 200ml dickflüssigem Saft als Frühstück
  • 150g Nudeln mit einem Glas Soße (ohne Aroma, also nur Tomaten, Kräuter, Gewürze) als Mittagessen
  • 4 Scheiben Knäckebrot mit Gemüse und light-Kräuterquark (leider noch der von Milram mit Gelatine, denn der von Gervais existiert wohl nicht mehr) für Zwischendurch
  • Als Abendbrot Salat mit Kidneybohnen, Olivenöl und etwas French Dressing

Bislang funktioniert es gut. Die größten Änderungen sind vor allem der Verzicht bzw. die Verringerung des Abendbrots, das Rad fahren und bewusst entweder fettreiches oder kohlenhydratreiches, aber niemals beides gleichzeitig, zu essen. Interessant wird, ob diese Taktik auch im Urlaub funktioniert und natürlich im Winter, wenn das tägliche Rad fahren entfällt.

Vor 8 Monaten gepostet

Blick über den Tellerrand: Windows Phone 7 und Android

Satte vier Jahre lang präsentierte sich das iOS als der von Windows 3.0 bekannte Programmstarter, der Startscreen konnte nicht z.B. um Kalendereinträge erweitert werden, über die Verwaltung von Notifications durfte man herzhaft lachen, der Dokumentenaustausch zwischen Apps, sowie ein geräteübergreifender Sync, waren ebenfalls nicht zu sehen und von Magazin-Apps, die im Hintergrund neue Ausgaben herunter laden, waren wir ebenfalls noch weit entfernt. iOS 5 wird mit vielen dieser Mängel aufräumen: Eine Zentrale für Benachrichtigungen, Hintergrunddownload für Magazine, zentraler Cloud-Storage (samt Einbindung für andere Apps und Push von Änderungen), eine endlich brauchbare Kamera-App mit Hardware-Auslöser, S/MIME-Mails, Inbetriebnahme des Geräts und Einspielen von Updates ohne Rechner, sowie ein Wifi-Sync mit iTunes klingen wie ein großer Wurf. Es ist allerdings offensichtlich, dass sich Apple hierbei sowohl bei vielen Apps als auch den Ideen der anderen Plattformen - vor allem Android - bedient hat:


Angesichts der Reaktionen der “Gegenseite” auf Apples Keynote liegt die Frage auf der Hand, was die anderen Systeme denn noch für Feinheiten bieten, die iOS-Nutzer fehlen.

Gerade Windows Phone 7 konnte in den letzten Monaten dank minimalistischem Interface und zuletzt mit Mango mein Interesse wecken:

Android wirkte dagegen auf mich immer wie ein Fremdkörper: Ein Geek-System, hergestellt von einer Datenkrake, missbraucht durch Provider, die ihre Telefone nicht mit Updates ausliefern und gefüttert mit Apps, denen der letzte (und vorletzte) Schliff fehlt:

Doch hierbei handelt es sich um Vorurteile. Wie schaut es also aus, wenn tatsächlich ein Wechsel auf eine der anderen Plattformen angestrebt wird?

Umstiegsszenario

Wenn man sich für ein anderes Produkt als das iPhone interessiert, ist die Hardwarefrage zunächst zu vernachlässigen. Viel interessanter ist die Softwarefrage: Lässt sich das neue System in die vorhandene Infrastruktur an Musik, Kontakten und Kalendern anbinden? Gibt es eine vergleichbare Store-Infrastruktur? Passt deren Bezahlstruktur in die eigene Welt? Können die Apps in Funktionalität, Bedienbarkeit und Optik Paroli bieten? Ist dies nicht möglich, so stellt sich die Frage nach einem Wechsel nicht.

Es folgt ein Gedankenexperiment, bei der ich samt der aktuell genutzten iPhone-Funktionalität auf Android oder Windows Phone 7 wechseln möchte. Sämtliche Informationen habe ich im Netz gefunden und im Falle von Android mit Benutzern der Plattform besprochen. Korrekturen sind selbstverständlich gerne gesehen und können unten in die Kommentare gesetzt werden.

Anforderungen an das OS:

Meine Haupt-Infrastruktur ist das Mac OS X (drei Geräte), plus einem iPad. Alle Geräte stehen durch MobileMe, DropBox, iTunes (Home Sharing bzw. normaler Geräte-Sync) und AirPlay (mittels AirServer am Mac) miteinander in Verbindung. Daraus und aus meiner täglichen Nutzung leiten sich einige Basisanforderungen ab. Beide Plattformen tun sich mit diesen Anforderungen außerordentlich schwer.

Satte zehn Jahre nach dem iPod scheint es Herstellern immer noch Rätsel aufzugeben, wie Musikverwaltung und Musikwiedergabe funktionieren könnte. Android verfolgt hier den klassischen Weg: Musik wird irgendwie in das Dateisystem des Gerätes geworfen und danach mit irgendwelchen Playern abgespielt. Damit bedient Android all die Personen, denen die Verwendung einer Software wie iTunes suspekt und unpraktisch erscheint. Microsoft verfolgt den Apple-Weg: Eine Musikverwaltung samt Store ermöglicht den Sync der Dateien und Metadaten mit dem Gerät. Der Versuch, solch eine Struktur mit Android abzubilden, erfordert umfangreiche Recherche: Auf dem Mac muss eine Sync-Software verwendet werden und auf dem Telefon werden Player benötigt, die mit der iPod-Software des iPhones konkurrieren können. Letzteres scheint nicht zu existieren. Der Sync von Ratings und Playcounts, das Abspielen von Podcasts mit Kapitelmarken und das Bereitstellen einer Genius-Funktion erfordern jeweils unterschiedliche Player. Videos mit Kapitelmarken, wie sie z.B. beim Rippen einer Konzert-DVD entstehen, werden gleich gar nicht unterstützt. Insgesamt höchst unbefriedigend.

Bei Microsoft sieht es etwas besser aus: Die Mac-Software kann mit iTunes synchronisieren. Kapitelmarken sucht man aber auch hier vergeblich und eine Genius-Funktion gibt es nur bei Verwendung der Windows-Software - am Telefon existiert diese Funktion nicht. Zudem kommt der Zune-Player erfrischend hübsch daher.

Fotos und Videos können ebenfalls mit den oben erwähnten Softwarelösungen aus iPhoto und iTunes synchronisiert werden. Die Wiedergabe von allen Medien per AirPlay z.B. an einen Apple TV oder die auf einem Mac laufende AirServer-Software klappt unter Android mit DoubleTwist (was die eierlegende Wollmilchsau zu sein scheint) und unter Windows Phone 7 nicht. Manche Varianten von Telefonen mit beiden Systemen unterstützen allerdings DNLA - das offenere AirPlay-Pendant.

Für den Kauf von Musik kann auf Android-Geräten der MP3-Store von Amazon verwendet werden. Bezahlt wird Musik damit freilich ebenfalls über Amazon. Bei Apps ist die Bezahlung uneinheitlich: Man hat die Wahl zwischen der Kreditkartenzahlung im offiziellen Store und der Zahlung mit anderen Zahlungsmitteln in anderen Stores oder direkt beim Hersteller: Man darf sich also den passenden Lieferort für die App jeweils suchen - sowohl Vorteil als auch Nachteil. Microsoft bietet seinen eigenen Zune-Store an, aus dem zum Glück ebenfalls MP3 herausfällt. Die Bezahlung erfordert beim Windows Phone 7 für Musik und Apps eine Kreditkarte, obwohl man sich mit seinem XBox/Live-Account anmeldet und somit theoretisch an der Punktewährung von Microsoft dranhängt. iTunes ist damit für mich deutlich praktischer: Die Bezahlung erfolgt per Lastschrift (Click&Buy) und es gibt einen zentralen Anbieter für alles. Da ich keine Kreditkarte habe, sind Android und Windows Phone 7 noch einmal deutlich unpraktischer. Die oben erwähnten Android-Apps sind z.B. fast alle kostenpflichtig.

Ergeben sich also schon beim Abspielen von Musik nicht einzuholende Defizite, so fallen mir schnell weitere Lücken auf: Backup, Restore, die Erstellung von Screenshots und das Drucken scheinen beide Plattformen vor Probleme zu stellen. Wer sein Android-Telefon sichern möchte, muss es davor offenbar erst rooten. Bei Microsoft scheint es uneinheitliche Informationen zu geben: So existieren “Restore Points”, ein richtiges Backup kommt aber erst mit dem Mango-Update. Screenshots kann Windows Phone 7 gar nicht erstellen, Android nur über Umwege:  Man benötigt ein Entwicklersystem oder ein gerootetes Gerät (“The supported way is to install the Android dev tools on your computer, connect your phone, flip a bunch of switches, and you get screenshots”). Drucken geht unter beiden Plattformen so gut wie gar nicht. Es gibt Hilfsprogramme, die auf dem Telefon und Rechner installiert werden und dann manche Dokumente drucken können. Eine systemweite Druckfunktion, die ohne zwischen geschalteten Rechner funktioniert, bieten beide Systeme nicht. Bei Google wird es sogar noch absurder: In den USA hat Google Mail eine Druckfunktion erhalten. Damit kann man sich zu druckende Dokumente mailen und muss dann - bei installiertem Chrome OS - die Mail in Google Mail öffnen und kann dann drucken. Und wo wir bei absurden Dingen sind: Copy&Paste kam bei Microsoft zwar im März als Update hinterher, erreicht aber erst langsam und auch nicht alle Geräte, da die Updates von den Telkos freigeschaltet werden müssen…

Betrachten wir als nächsten Punkt den Sync. Hier verwende ich für Lesezeichen, Kontakte, Kalender und Mails Apples MobileMe. Google bietet eigene Dienste hierfür an. Als Beispiel picke ich mir Google Contacts heraus, da die Kontaktsynchronisierung bei mir Ausschlag für den Kauf von MobileMe gab: Die Adressbücher des iOS und Mac OS X können deutlich mehr als Google Contacts. Wer z.B. Bekannte mit mehreren Handys hat und deren Telefonnummern zwischen “iPhone” und “Handy” unterscheidet, findet beide Rufnummern nach dem Sync unter Google Contacts ohne Zuordnung. Hier müssen folglich Hunderte von Rufnummern manuell überarbeitet werden. Das ist eine peinliche Einschränkung von Google Contacts - beide Betriebssysteme unterstützen benutzerdefinierte Feldnamen. Wer dagegen auf die Idee kommt, alle Kontakte per vCard nach Google Contacts zu übernehmen, der erntet ähnliche Probleme:

Somit muss eine Alternative Sync-Architektur verwendet werden: ActiveSync. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Um ein Android-Telefon mit variablen Metadaten betreiben zu können, muss man die Infrastruktur von Microsoft verwenden. Es gilt also: Entweder Metadatenverlust oder Umstieg auf eine Exchange-Infrastruktur. Für mich ist leider beides nicht akzeptabel, zumal mit iCloud und iOS 5 hier noch deutlich interessantere Sync-Mechanismen kommen, als momentan für beide andere Plattformen existieren oder zu sehen sind.

Als letzten Punkt auf meiner Liste werfe ich einen Blick auf die Store-Software. Dies mag relevant sein, wenn man nicht seine ganzen Apps immer auf dem Telefon mitschleppen möchte, sich aber auch nicht darauf verlassen möchte, dass sie für immer und ewig im Store herunterladbar sind. Android macht es einem hier einfach, da man die Software prinzipiell “irgendwo” herunterladen und somit separat sichern kann. Microsoft bietet für sein Windows Phone 7 eine mit iTunes vergleichbare Funktionalität an - allerdings nur unter Windows. Mac-User müssen folglich in eine virtuelle Maschine investieren und somit 130€ auf den Telefonpreis raufrechnen. Seit dem ansonsten sehr positiven Anandtech-Review hat sich daran leider auch nichts verändert:

Microsoft needs to, as quickly as it can, bring all of the features of the Zune Sync client on the PC to OS X. WiFi syncing, marketplace access - everything. 

App-Alternativen

Kommen wir nach den Basisanforderungen an das Betriebssystem (und die mitgelieferten Apps) zu den nachinstallierten Apps. Hierbei fällt zunächst auf, dass es für Android deutlich mehr Apps als für Windows Phone 7 gibt und - dank fehlender Screenshot-Funktion und Browser-Store - die vorhandenen Windows Phone-Apps auch sehr schwer aufzutreiben sind. Die Qualität der Apps ist sehr unterschiedlich. Prinzipiell ist der AppStore von Apple voller Schrott und hat viele Perlen. Bei den anderen Plattformen scheint es viel Schrott zu geben und wenige Perlen. Gerade bei Android ist die Optik und Bedienbarkeit vieler Apps schlicht nicht zu ertragen. Immerhin: Für die meisten Dinge gibt es - Augenkrebs hin, Augenkrebs her - Alternativen.

Gängige Apps wie Dropbox, Evernote, DB Navigator, Instagram, eBay und 1Password liegen entweder bereits vor oder sind zeitnah angekündigt. Für viele andere Apps wie b.iCycle, Groceries, iTrackBites und Fahrinfo gibt es ebenfalls Alternativen (MyTracks, Mighty Grocery, Öffi). Selbst für vermeintlich exotische Anwendungsfälle wie eine Mac-iTunes-Fernsteuerung haben Windows Phone 7 und Android Varianten auf Lager, wenn auch das iTunes Home Sharing von beiden Plattformen noch nicht angesprochen werden kann. Leider fehlen für FatWatch und Spend ein Ersatz, die an Funktionalität und Einfachheit der Originale heranreichen.

Unter Android sind allerdings auch Apps möglich, die das iOS nicht zulässt, wie z.B. den last.fm-Scrobbler oder der Austausch von Musik zwischen zwei Geräten, die sich in der Nähe befinden (NFC). Hinzu kommen teils tiefere Integrationen von “Fremddiensten” in das Telefon. Windows Phone 7 dürfte durch die Facebook-Integration sicherlich auch viele Personen ansprechen.

Fazit

Das Ergebnis meines Gedankenexperiments überrascht. Ich bin mit der Vermutung herangegangen, dass ich an einzelnen Apps scheitern werde. Letztlich fand ich genau eine App (FatWatch), für die es kein Pendant gibt und eine weitere (Spend), bei der die Alternativen umständlich oder unerträglich hässlich wären. Alle anderen sind problemlos ersetzbar. Das Experiment scheitert an den unterschiedlichen Basisfunktionen der anderen Betriebssysteme und mitgelieferten Apps. Drittanbieter können diese Lücke nicht füllen.

Bei den ausgewählten Anforderungen ging es nicht um verschiedene Bedienkonzepte oder Philosophien, denn dort unterscheiden sich die drei Systeme bewusst. Stattdessen ging es um simple Fragen: “Kann ich weiterhin Podcasts so bequem hören wie jetzt?”, “Bleiben meine Daten bei einem Wechsel intakt?”, “Muss ich meine Medienverwaltung wechseln?”. Die Antworten auf die meisten dieser Fragen ergeben, dass die Konkurrenzsysteme hier nicht konkurrenzfähig sind. Es ist erstaunlich, wieviel Funktionalität Apple im Laufe der Jahre in das iOS integriert hat, aber auch, wieviel Funktionalität bereits im iOS 1 enthalten war, die auf den anderen Plattformen noch immer fehlt.

The lack of polish in Android is very apparent coming from iOS. No built-in transition animations, inconsistent use of the hardware buttons, less snappiness in the browser … I could go on. It’s jarring to say the least, but I guess it sums up the different mentality between iOS and Android: a consistent, polished experience versus something else. I’m really not sure what that is yet. (via Dinner with Android)

Nach einem Blick auf die Basisanforderungen stellt sich die Android-Welt als ein Scherbenhaufen dar, der ernsthaft überrascht. Mir fällt kein Einsatzgebiet ein, in welchem nicht bereits das 2007 erschienene iPhone eine vollständigere Implementierung vorweisen kann. Angefangen bei der Verwendung des Systems für die Wiedergabe von Musik, Videos und Podcasts bis hin zum Zukauf von Software oder Musik stellt sich die Android-Welt dem neugierigen Benutzer als zersplitterter Haufen zusammengewürfelter Applikationen dar. Genau wie beim klassischen Kauf eines Windows-Rechners erhält man ein begrenzt brauchbares System, welches dann durch viel Recherche und Testen zum Traumsystem ausgebaut werden muss. Mir ist klar, dass dies von vielen als Vorteil gesehen wird und ich würde dem zustimmen, wenn Android von Haus aus mit den Funktionen eines vier Jahre alten iOS 1 mithalten könnte oder es Drittanbietersoftware gäbe, welche die Lücken füllen könnten.

So ist das Netz z.B. voll von Seiten, die die besten Media-Player beschreiben, ohne aber eine Lösung anbieten zu können, die den iPhone-iPod ersetzen könnte. In der obigen Liste werden satte vier unterschiedliche Player verlinkt, die jeweils Teile der iPod-Applikation nachbilden, ohne das Jahre alte Vorbild auch nur funktional zu erreichen. Für iPhone-Besitzer wäre der Gedanke, sich zum Abspielen eines Podcasts oder Videos im Standard-MP4-Format erst einmal auf die Suche nach einem passenden Player zu machen, absurd bis abschreckend und es ist unklar, weshalb das für Lieschen Müller akzeptabel sein sollte, die einfach nur das bunte Etwas aus der HTC-Werbung haben möchte. Aber auch Technikbegeisterte stoßen an die Grenzen: Die mangelnde Unterstützung von Kapitelmarken in Videos bei Handys mit HDMI-Ausgang bzw. DLNA ist im Grunde nicht kommunizierbar. Eine klare Linie ist hier nicht erkennbar und der Kunde muss leiden, weil vieles nicht funktioniert oder nicht so einfach, wie es bei Apple aus der Schachtel fällt. Die Mehrheit der Android-Telefone wird so vermutlich der falschen Zielgruppe verkauft. Aber immerhin werden sie verkauft - Telefone mit Windows Phone 7 liegen momentan noch wie Blei in den Regalen.

Windows Phone 7 kann etwas mehr meiner Anforderungen erfüllen, scheitert aber an simplen Dingen wie Kapiteln in Audio- und Videodateien und der Genius-Funktion. Zudem lässt sich das Telefon nur unter Windows wirklich gut betreiben. Problem hier: Wo Android die theoretische Möglichkeit bietet, die Lücken durch Alternativprogramme aus beliebigen Quellen füllen zu können, ist Windows Mobile 7 hier ähnlich geschlossen wie das iOS. Immerhin: Der Zune-Medienplayer macht einen gelungenen Eindruck, entfernt sich deutlich von den statischen Listenansichten, die das iOS und die Android-Medienapps prägen und bindet Zusatzinformationen wie Biografien aus dem Zune-Musikladen ein.

Microsofts Betriebssystem ist von den Ideen her näher an der Apple-Welt und wirkt in weiten Teilen kompletter, kann aber den Mangel an Funktionen nicht kaschieren. Dennoch sehe ich hier eher einen Konkurrenten heranwachsen. Mango zeigt interessante Ideen, die einzelnen Apps miteinander zu verknüpfen und steht damit im direkten Gegensatz zur Apple-Welt, wo der Austausch von Dateien per “Öffnen mit”-Menü oder URL-Schemata schon das Ende der Zusammenarbeit bedeuten. Fraglich ist, ob Microsoft diese Unterschiede gut genug kommunizieren kann. In der Android-Welt fehlt dagegen diese zentrale Steuerung und damit auch die vorgegebene Richtung, wohin OS und Apps reisen werden. Microsoft und Apple bieten deshalb mit ihren Handy-Betriebssystemen Produkte an, Google dagegen ein formbares Framework, welches noch nicht fertig ist. 

Vor 8 Monaten gepostet

Oliver wird weniger und B.iCycle hilft

Meine Lieblingssportarten sind schnell zusammengefasst: Schwimmen und Rad fahren. Da Schwimmbäder in Berlin in der Regel für normale Arbeitnehmer geschlossen haben bleibt das Rad fahren übrig. Seit 1999 leistet mir hierfür ein damals 1.500.- DM teures Mountain Bike gute Dienste. Im Frühjahr 2010 wurde das Rad “veriPhonet”: Der “Herbert Richter Bike Mount” (Amazon) hält das iPhone bombenfest am Lenker und ermöglicht den Betrieb der App B.iCycle, die als Fahrradcomputer dient (AppStore).

B.iCycle hat folgende Funktionen:

  • Kleine oder große OpenStreetMap-Karte oder OpenCycleMap-Karte
  • Aktuelle Geschwindigkeit
  • Höchstgeschwindigkeit
  • Durchschnittsgeschwindkeit
  • Dauer der Tour
  • Höhenmeter
  • Kalorienverbrauch
  • Zurückgelegte Entfernung insgesamt
  • Zurückgelegte Entfernung der Tour
  • Versand der Tour als GPX- oder KML-Datei
  • Speicherung der Tour im 1-2-Sports-Portal
  • Zuvor gefahrene oder über das 1-2-Sports-Portal importierte Routen anderer Personen lassen sich in die Karte einblenden

Letztlich ist die Nutzung der App erfreulich simpel: iPhone in die Halterung stecken, App starten und “Start” antippen. Am Ende der Tour “Stopp” antippen und die Tour wird per E-Mail versendet und an das 1-2-Sports-Portal geschickt. Selbstverständlich kann man manuell oder automatisch (bei keiner Bewegung) Pausen innerhalb einer Tour hinzufügen und der Wechsel zu anderen Apps, Anrufe oder Push-Benachrichtigungen bringen B.iCycle nicht aus dem Tritt.

Die nach Abschluss einer Tour versendete Mail enthält die Basis-Tourdaten:

Start der Tour: 21.05.2011 14:43
Stoppuhr: 02:13:07
Strecke: 36.5 km
Kalorien: 1492 kcal
Mittlere Geschw.: 16.5 km/h
Maximale Geschw.: 52.6 km/h
Höhenmeter: 0 m

Die angehängte KML-Datei kann am Rechner, iPhone oder iPad in Google Earth geöffnet werden und zeigt die Route an. Die ebenfalls angehängte GPX-Datei kann in passenden Programmen wie z.B. dem kostenlosen “Garmin Training Center” geöffnet werden und zeigt detaillierte Informationen über die Tour an:

Die automatische Übertragung an das 1-2-Sports-Portal ermöglicht ebenfalls das Einsehen der dortigen Statistiken und somit einen guten Überblick über alle zurückgelegten Touren:

Im Vergleich zum herkömmlichen Fahrradcomputer darf ein Nachteil nicht unerwähnt bleiben: B.iCycle erfordert ein GPS-Signal. Die Geschwindigkeitsangaben erfordern alle paar Sekunden eine Ortung. Für die Protokollierung der zurückgelegten Strecke sind weniger Wegpunkte erforderlich, so dass das auch im Wald wunderbar funktioniert. Nachteilig wird es nur dann, wenn B.iCycle tatsächlich für längere Zeit kein verwertbares GPS-Signal erhalten kann. Dann ermittelt es nämlich beim nächsten passablen Signal die zurückgelegte Entfernung zum letzten Messpunkt und auf dieser Basis die Höchstgeschwindigkeit - was dann bei vermutlich nicht korrekten 250Km/h herauskommen kann.

Hinzu kommt ein erhöhter Akkuverbrauch durch die Ortungsfunktion und das Laden der Karte (sofern man die Kartenansicht aktiviert hat). Mein Akku macht dabei bereits nach drei Stunden schlapp, so dass für ausgedehnte Touren noch Zusatzakkus transportiert (und am Lenker befestigt) werden müssen.

Wem B.iCycle vielleicht nicht hübsch genug erscheint, der dürfte an dem nebenan vorgestellten Cyclemeter Freude haben, was neben den Funktionen von B.iCycle noch über eine kleine Spielerei verfügt:

Wer Lust auf Duelle hat, kann seine abgestrampelten Kilometer- und Geschwindigkeitsangaben an den Online-Service ‘Dailymile‘ schicken. Freunde können dort in mehr oder mindern Echtzeit kommentieren. Eine Computerstimme analysiert den Antwort-Text noch während der Fahrt und spielt diese Sprachaufzeichnung über das iPhone ab.

Die Ansagen werden auch dafür verwendet, bei Radrundfahrten mit gemeinsamer Strecke die Position der Mitstreiter zu verkünden.

via iPhoneBlog.de

Vor 8 Monaten gepostet

Der Weg von Wordpress nach Tumblr

Ich hatte letztens schon erwähnt, dass Tap to Play! nunmehr in Tumblr erzeugt wird und nicht mehr in einer eigenen Wordpress-Installation. Dieses Posting beschreibt die Prozesse, die für eine Umstellung von Wordpress auf Tumblr erforderlich sind.

Tumblr sieht sich als kleines Blogging-System, welches Fetzen aufsammelt, über die man online stolpert. Dementsprechend kommt es mit vorgefertigten Templates für unterschiedliche Inhaltsformen: Texte, Bilder, Videos, Links. Wordpress als ausgewachsene Blogging-Plattform ähnelt dagegen eher einem umfangreichen Content Management System. Beide Systeme verwenden für die Darstellung Themes. Die Ähnlichkeiten enden hier allerdings schon, denn wo die Wordpress-Themes mit PHP-Code und Plugins beliebig erweitert werden können, besteht ein Tumblr-Theme ausschließlich aus HTML. Erweiterungen gibt es hier nicht. Wie übernimmt man also eine Wordpress-Installation samt aller Artikel, Kommentare und möglichst der Theme-Funktionen zu Tumblr? Der Weg ist glücklicherweise erstaunlich schmerzfrei.

Zu Beginn steht die Wahl des zu verwendenden Themes, welches am Besten gleich Unterstützung für das Disqus-Kommentiersystem, Google Analytics und Twitter mitbringt. Über die Tumblr-Oberfläche müssen dann die passenden Benutzerdaten eingerichtet werden. Das Theme bindet die Funktionalität per Javascript ein.

Damit ist die Basisfunktionalität schon einmal abgedeckt. Hinzu kommen noch Syndication-Funktionen: So kann Tumblr z.B. RSS-Feeds anderer Quellen (wie Twitter-Favoriten, geteilte Artikel im Google Reader) als “Link-Artikel” importieren und Artikel automatisch auf Twitter und Facebook veröffentlichen. Ebenso automatisch funktioniert eine Einbindung von Google Feedburner: Tumblr liefert an Feedburner automatisch die Inhalts-Feed aus, wogegen alle anderen zu Feedburner umgeleitet werden.

Drei Funktionen mussten von Hand in meinem Theme nachgerüstet werden: Die Twitter-Box rechts sollte alle Tweets von zwei Accounts anzeigen und auch die Antworten an diese Accounts. Das kann das Tumblr-Theme nicht, weshalb ein anderes Javascript eingebunden werden musst. Flattr sollte integriert werden, was Tumblr gar nicht unterstützt, aber mit etwas Javascript ebenfalls kein Problem ist. Das Kontaktformular wird über wufoo realisiert.

Diese ganze Prozess hat insgesamt zwei Stunden erfordert. Verbleiben weitere Aufgaben:

  • Umschalten der Domain auf Tumblr
  • Übernahme aller Texte
  • Übernahme aller Bilder
  • Übernahme aller Kommentare

Das Umschalten der Domain hat zunächst mit Tumblr nichts zu tun - dort trägt man nur seinen Domainnamen ein und anschließend die Tumblr-IP-Adresse bei seinem Provider. Dann geht es an die Kommentare, Texte und Bilder. Zunächst werden alle Bilder auf einem anderen Server abgelegt, so dass die ursprünglichen, von Wordpress abweichenden, Pfade weiterhin gültig sind. Anschließend werden alle Artikel mit der Export-Funktion von Wordpress als XML exportiert. Dann wird Wordpress um das Disqus-Plugin ergänzt und alle Wordpress-Kommentare werden nach Disqus importiert. Jetzt muss noch nur alles miteinander verbunden und in Tumblr abgelegt werden.

Hier kommt ein PHP-Skript (Download) zum Zuge, welches den Wordpress-Export einliest, einige Umformatierungen vornimmt, die Bild-URLs ändert, den Artikel samt Tags und evt. anderer Metadaten wie Custom Fields in Tumblr speichert und eine CSV-Datei schreibt, welche die alte und neue URL enthält. Diese CSV-Datei schüttet man abschließend in Disqus hinein, damit Disqus die alten Wordpress-Pfade in neue Tumblr-Pfade ändern kann. Fertig.

Zusammenfassung:

  1. Aufbau des Themes
  2. Export der Artikel aus Wordpress (XML)
  3. Ablage alle Bilder auf irgendeinem Webserver
  4. Übernahme der Kommentare zu Disqus
  5. Umstellung der Domain auf Tumblr
  6. Übernahme der Artikel per PHP-Skript nach Tumblr
  7. Anpassung der Kommentar-Links in Disqus

Insgesamt kann eine solche Umstellung also entspannt in 4-6 Stunden realisiert werden.

Übrig bleibt lästige Handarbeit: Alle Artikel enthalten Links, die auf die alten Wordpress-Pfade verweisen. Zudem sind in den Suchmaschinen natürlich auch die alten Pfade gespeichert. In Tumblr kann man hierzu Weiterleitungsseiten erzeugen, deren alter Pfad auf den neuen Pfad umleitet. Dummerweise lassen sich diese nicht per Skript anlegen. Das muss folglich von Hand durchgeführt werden und sollte auch zeitnah durchgeführt werden, da die alten Pfade nicht mehr funktionieren.

Hinzu kommen noch einige Umformatierungen an den Texten, da durch andere Styles manche Texte und Abstände etwas merkwürdig aussehen können.

Vor 9 Monaten gepostet

Oliver wird weniger und iTrackBites hilft

Wer abnehmen möchte muss zuerst schauen, ob er zuviel isst, was er isst und wo die Stellschrauben liegen, die korrigiert werden sollen. Als System mag ich Weight Watchers gerne, da hier viele komplizierte Werte auf einen einzelnen Wert heruntergebrochen werden können: Man darf X “Punkte” pro Tag essen und jedes Essen hat ebenfalls X “Punkte” - berechnet aus Kcal/60 und Fett/9. Das ist einfach und übersichtlich und hat zudem nichts mit einer Diät zu tun. Schnell fällt bei mir auf, dass z.B eine Scheibe Brot mit Käse schon bei fünf Punkten landet und in meine erlaubten 30 Punkte deutlich einschlägt. Wiegt man weniger, so hat man weniger Punkte zur Verfügung und ändert so langsam und dauerhaft sein Essverhalten.

Weight Watchers offeriert ein umfangreiches Zubehörprogramm (wöchentliche Treffen, Online-Werkzeuge, Schrittzähler und ähnlichen Quark) um mit diesem System Geld verdienen zu können. Zusätzlich wird alle paar Jahre einmal die Berechnungsformel geändert, sodass man sich alles neu kaufen darf. Wer sein Geld nicht dort investieren möchte und keinen Druck durch Gruppentreffen benötigt, kann mit dem älteren Flex-Points-System alles selber machen. Umfangreiche Bücher für Restaurants und Supermärkte, die Punktewerte aufführen, gibt es bei eBay - falls man sich das nicht alles selber ausrechnen möchte.

Bleibt die Frage übrig, wie man am Besten Buch führen möchte. Früher habe ich alles auf Papier aufgeschrieben, mir dann eine kleine PHP-Website mit Datenbank gebastelt und später die unsägliche (offizielle) Flash-Applikation verwendet. Auf dem iPhone sieht es leider immer noch erstaunlich düster aus: Eine offizielle App existiert nur im US-Store und das Unternehmen wirft gerne Apps aus dem Store, mit denen man Punkte zählen könnte.

Übrig bleiben aus diesem Grund einige Apps, mit denen man “Dinge” zählen kann, z.B. “Bites”. Nahezu alle derartigen Zähl-Apps sind ähnlich aufgebaut: Es kann ein Maximalwert pro Tag definiert werden, es wird mit der Zeit eine Datenbank von gegessenen Produkten gespeichert und es gibt eine Favoritenlisten, sowie einen Punkterechner. Leider sind nahezu alle derartigen Apps vollkommen unbrauchbar. Es werden massive Anstrengungen unternommen, nicht wie eine iPhone-App auszusehen und viele Fehler mit sich zu bringen, sodass Kernfunktionen überhaupt nicht funktionieren. Gerne wird auch übersehen, dass nicht jedes Land in lbs und Joule wiegt und die Berechnungsformel von Weight Watchers sich auch pro Land und Programm unterscheidet. Ich bin letztlich bei iTrackBites hängen geblieben, da es am Wenigstens nervt.

Die Applikation teilt sich in drei Tabs auf für die Wochenliste, den Rechner und die Favoriten. “Tracker” enthält das Protokoll. Übersichtlich werden hier die gegessenen Speisen und verbleibenden Punkte aufgeführt:

Wer möchte, der kann auch detailliert eintragen, wieviel Flüssigkeiten, Eiweiß usw. er zu sich genommen hat:

Der Tab “Calculator” enthält den Rechner zur Berechnung der “Bites” (auch nach europäischer Formel) und Aktivitäten:

Die App kommt zusätzlich mit einer Liste von US-Nahrungsmitteln, die in Deutschland natürlich wenig hilfreich ist. Es müssen somit erst einmal alle Speisen eingetragen werden, die man im Laufe der Zeit isst.

iTrackBites ist angenehm unaufdringlich in der Anwendung und das Führen der Liste hat einen analogen Charme, der mir gut gefällt. Weniger gut gefällt mir die Hässlichkeit der App - aber die Alternativen sind leider noch weniger erträglich.

Vor 9 Monaten gepostet

Oliver wird weniger und Fatwatch hilft

Mai 2011: Ich bin 34 und wiege 121 Kilo. Das sah mal anders aus: 2000 waren es 117 Kilo, 2004 92 und 2006, als ich mit Fitnesstudios anfing, bereits wieder 108. Natürlich weiß ich, was ich essen sollte. Aber auch von natürlichen und gesunden Dingen kann man zuviel essen. Stetig nimmt man dann zu. Abnehmen ist deshalb eigentlich simpel: Weniger aufnehmen, mehr verbrauchen oder beides. Ich bevorzuge die Erhöhung des Verbrauchs. Rad fahren, Schwimmen und Training im Fitnessstudio haben stets schnell Erfolge gezeigt. Im Abnehmzeitraum bis 2004 funktionierten deshalb ein selbst durchgeführter Weight Watchers-Plan und viel Rad fahren sehr gut. Was fehlte ist die Disziplin: Eintöniges Training, Routine, Faulheit und die eine oder andere Krankheit bringen mich raus und der äußere Druck für einen Neustart fehlte. Deshalb startet jetzt quasi der letzte Versuch: 30km Fahrrad bringt pro Tag der Weg zur Arbeit, plus Schwimmen, plus Training im Studio um die Ecke, wo 2x die Woche auch ein Fahrradkurs stattfindet. Das sollte zu schaffen sein, schließlich ist der Sommer da. Falls nicht, so kommt 2012 Hilfe von außen, die mir in den Arsch tritt.

 Startpunkte:

  1. 16. Mai 2011
  2. 121 Kilo
  3. 781km laut Fahrradcomputer

Protokolliert wird das Gewicht in Fatwatch am iPhone. Im Gegensatz zu den meisten Gewichtsprogrammen interessiert sich Fatwatch nicht sonderlich für die täglichen Wiegeergebnisse. Stattdessen ermittelt es aus diesen eine Tendenz. Grafik und Zielerreichung orientieren sich dann an dieser Tendenz. Das führt zu deutlich genaueren Ergebnissen und auch nicht zu Panikattacken, wenn man einmal ein Kilo mehr wiegt, bloß weil man mehr getrunken hat oder noch nicht auf dem Klo war. Erst Veränderungen, die über mehrere Tage hinweg auftreten, sorgen für entsprechende Veränderungen der Tendenz und Grafiken.

Die Historie schaut momentan so aus:

Die kleinen Balken unten markieren: Ausdauertraining (blau), Krafttraining (braun), viel essen und trinken z.B. bei Konzerten und Parties (grün). Die großen Sprünge in der Mitte der Grafik entstammen sehr großzügigen Wiegeabständen. Seit 2011 wird wieder fast täglich gewogen. Die gestrichelten Linien sind das Ziel (grün) und die Tendenz (rot).

Die berechnete Tendenz orientiert sich immer am gewählten Maßstab. so kann man z.B. schauen, wie es weiter gehen würde, wenn man sich wie in den letzten zwei Wochen verhält oder einen Überblick über das komplette Jahr erhalten. Die obige Grafik bezogen auf das letzte Jahr zeigt dementsprechend auch eine andere Tendenz an:

Das Ziel von 92 Kilo ist angeblich am 23.08.2013 erreicht - unter der Voraussetzung, dass ich täglich 250 Kalorien einspare:

Aktuell weiche ich noch von diesem Plan ab:

In der letzten Abnahmephase vor etwa 1,5 Monaten zeigte Fatwatch noch an, dass ich das Ziel knapp ein Jahr früher, also Mitte 2012 erreichen werde.

In den nächsten Wochen werden sich diese Zahlen (hoffentlich) weiter verändern: Fatwatch wird das Zieldatum automatisch der Gewichtsentwicklung anpassen und nach Vorne oder Hinten rücken, wenn dies erforderlich ist.

Den Fortschritt werde ich hier ab und an beschreiben, in der Regel quartalsweise.