Vor 9 Monaten gepostet

Effizienz dank Instapaper

Instapaper ist ein “Später lesen”-Dienst. Kurz gesagt: Wann immer man auf etwas interessantes stößt, liest man es nicht sofort oder speichert einen Bookmark ab, sondern schiebt es in Instapaper rein. Instapaper existiert als Website, iPhone-App, iPad-App und kann gemerkte Artikel als ePub-Format (für iBooks) oder im Magazinformat für Amazons Kindle exportieren (letzteres auch mit Versand an die Amazon-E-Mail-Adresse). Das Lesen unterscheidet sich vom Studium der Website, da Instapaper den reinen Text und die Artikelbilder darstellt, aber von Navigation, Werbung und dem regulären Seitenlayout befreit.

Ich verwende es seit mittlerweile vier Jahren, zuerst als Website, ab Juli 2008 dann auch als App für das iPhone und iPad. Vier Jahre sind eine lange Zeit, betrachtet man die Fluktuation von Apps, zumal mir zu Beginn gänzlich unklar war, was ich eigentlich damit anfangen soll.

Instapaper dient mir zumeist als Seitengrab: Solange es einfacher ist, eine Seite bei Instapaper abzulegen, als sie direkt zu lesen, führe ich dies durch. In den letzten Jahren haben sich hierbei etliche Möglichkeiten ergeben, allen voran die direkte Instapaper-Einbindung in viele Apps, über die ich neue Seiten auffinde (Reeder am Mac/iPhone/iPad für RSS, etliche Twitter-Clients). Wann immer ich einen interessanten Link in Twitter entdecke oder mein RSS-Reader mir einen Link vorschlägt, landet er in Instapaper (siehe Screenshot). Bei anderen Applikationen öffne ich den Link zunächst im Browser und klicke anschließend das Instapaper-Bookmarklet an. Am iPhone funktioniert auch eine Variante über die Zwischenablage: Eine Adresse kopieren, Instapaper öffnen und es fügt die URL seiner “Später lesen”-Liste hinzu.

Im Ergebnis enthält Instapaper damit eine Liste aller Artikel, die ich für möglicherweise interessant befunden habe. Gelesen werden können diese direkt über den Browser (zusammen mit der Safari-Extension Instapaper Beyond einigermaßen bequem) oder die iPhone/iPad-App. Die Apps speichern den Inhalt zwischen und laden neuen Inhalt im Hintergrund herunter. Der Workflow ist damit angenehm schmerzfrei: Kurz Instapaper öffnen, wieder schließen und im Hintergrund werden die neuen Artikel geladen. Anschließend können sie auch offline gelesen werden, z.B. im Flugzeug.

Die Apps stellen den Inhalt in einer sehr reduzierten und immer gleichen Form dar: Als reinen Text mit Artikelbildern. Navigiert werden kann per Scrollen oder durch Blättern. Schriftarten, ihre Größe, Rand- und Zeilenabstände können genauso festgelegt werden wie die Helligkeit. Zudem erkennt Instapaper, ob man am Tage oder in der Nacht liest und stellt sich in einen Nachtmodus um, der einen nicht durch einen Helligkeitsschock erblinden lässt.

Was ist nun der Vorteil von einer “Später lesen”-Applikation? Zunächst einmal lassen sich alle Artikel in der gleichen Form lesen. Man muss sich nicht auf immer andere Seitenlayouts einstellen oder wird von blinkender Werbung abgelenkt. Das Speichern der Artikel erleichtert das Lesen in Umgebungen, bei denen man keinen oder schlechten Empfang hat. Als Hauptvorteil sehe ich aber die bessere Konzentration auf relevante Inhalte an: Instapaper wird nicht stündlich geöffnet, sondern maximal täglich, manchmal auch nur wöchentlich. So lassen sich dann in einem Rutsch die gemerkten Artikel der letzten Woche durchlesen. Dabei stellt man fest, dass sich vieles bereits erledigt hat und das Lesen am ersten Tag nur Zeitverschwendung gewesen wäre. Übrig bleibt das Relevante.

  1. Instapaper-Website
  2. Entwickler-Blog
  3. AppStore (Universal-App)
Vor 9 Monaten gepostet

Wie viel Digitales brauchen wir?

Analog

Die erste Nacht in der ersten Wohnung, irgendwann 1999, Berlin-Friedrichshain. Ich lehne an der Wand des ansonsten fast leeren Zimmers, laut spielt der CD-Wechsler die neue Tiamat-CD ab und ich tauche ein in deren Klanglandschaften, schwebe davon, genieße den Moment. Während draußen das Berliner Stadtleben herumprickelt. Es war eine Zeit, in der ich noch kein Handy besaß. Der Fernseher diente vor allem dem Abspielen von Videos aus der Videothek nebenan. Meine Computerleidenschaft befand sich auf einem absteigenden Ast: Ein altersschwacher PC mit FreeBSD wurde vereinzelt gebootet, um zwischen XEmacs und dem Opera-Browser zu wechseln - ich programmierte damals metal.de und thedarkchat.de.

Digital

Seitdem geschah, technisch betrachtet, einiges: Der Mac kam 2002 ins Haus, der iPod und eine Soundbridge 2005, 2006 ein Nintendo DS, das iPhone 2008, 2009 ein MacBook, 2010 ein iPad und eine XBox und Wii stehen auch noch herum. Jedes der Geräte bedeutete Veränderungen. Der iMac samt iTunes sorgte z.B. in erstaunlich kurzer Zeit für die komplette Verlagerung sämtlicher Musik auf den Rechner. Vorbei die Zeiten, in denen ich dem Wechsler komplizierte Abfolgen beibringen musste, iTunes erledigte dies schneller und einfacher. Vorbei auch die Zeiten, in denen ich CDs kaufen musste: Dank dem iTunes Store und neuerdings auch Amazon kommt neue Musik sofort ins Haus. Den iPod nano sah ich damals als das beste Stück Unterhaltung an, die ich jemals gekauft hatte: Ich konnte eine so umfangreiche Menge an Musik mit mir herum tragen, dass ich immer den passenden Song für die aktuelle Stimmung dabei haben würde und die kleine Soundbridge ermöglichte das Einschlafen zu Podcasts, die vom Rechner gestreamt wurden - “Schlaflos in München”. Mit dem Nintendo DS lernte ich wieder den Spaß an Computerspielen kennen, den ich Jahre zuvor durch die ersten 3D-Spiele verloren hatte. Gebannt saß ich in der Bahn und spielte Age of Empires und Super Mario. All diese Geräte verbindet eine Sache: Sie konnten wenig und machten das, was sie konnten, einfach und gut. Dies gilt selbst für den iMac, der als stationärer Rechner nur mäßig häufig wirklich benutzt wurde und dank EyeTV eher als Aufnahmestation denn als “Computer” verwendet wurde. Kurz: Es war eine geordnete, gezielte, bewusste und geradezu heimelig-analoge Nutzung.

Mobil

2008 wurde alles anders. Das iPhone kam. Das erste unfassbar handliche Gerät, welches alles konnte: Den iPod und den DS ersetzen, das abendliche Lesen von Blogs, das Mailen am iMac und das Betrachten von Filmen und Serien am iMac. Fortan konnte ich Musik hören und Serien schauen, wo immer ich war. Ich konnte in der Badewanne den RSS-Feed der ZEIT lesen und Dinge recherchieren. Unterwegs mit Freunden mailen. Jederzeit etwas spielen. Und natürlich - Web 2.0 und AppStore sei Dank - viel Zeit mit Unbekannten in Twitter oder flüchtig Bekannten in Facebook verbringen. Diese neuen Möglichkeiten habe ich genossen und alles wie ein Schwamm aufgesogen. Die Touch-Oberfläche war neu und grandios und die Möglichkeit, alles jederzeit machen zu können, empfand ich als Befreiungsschlag, sogar als Zeitersparnis, denn vieles, was ich z.B. Abends am Rechner erledigte, konnte ich nun unterwegs machen.

Multitasking

Doch diese vielen neuen Möglichkeiten kommen nicht mit mehr Zeit, diese zu nutzen. Sie konkurrieren miteinander und mit den ungenutzten Zeiträumen. Sie reiben sich aneinander auf. Und sie erzeugen Sog und Druck gleichzeitig: “Ich kann ja mal kurz [etwas spielen|in Twitter reinschauen|Feeds prüfen|nach neuen Apps schauen]”. Dementsprechend sieht eine iPhone-Sitzung heute meist so aus: Musik hören, dabei Feeds lesen und interessante zu Instapaper schieben. Twitter überfliegen und interessantes zu Instapaper schieben. Die Tagesschau und ZEIT überfliegen. Das Minispiel des Monats öffnen und kurz spielen (momentan Disc Drivin’). Anschließend kurz etwas in Instapaper lesen… Auch TV-Serien werden nicht mehr am Stück geschaut, sondern in kleinen Abständen, häufig unterwegs. Gerne unterbrochen durch andere Apps, die mit ihren Nachrichten die Wiedergabe unterbrechen. Die Zeit zerfasert und das, was man in ihr macht, auch. Fortan war nichts mehr geordnet, gezielt oder bewusst, sondern alles stets im Fluss ständigen Wechselns.

Abwehr

Verteufeln möchte ich alle diese Geräte nicht. Letztlich ist es uns überlassen, wie wir sie verwenden. Betrachte ich allerdings all die Menschen, die in der U-Bahn auf winzige Displays starren, auf ihnen herum wischen und sie wild antippen, so muss ich die Frage stellen, ob wir überhaupt in der Lage sind, mit Geräten umzugehen, die ein derart beständiges Unterbrechungspotential haben und jede noch so kleine Pause mit Ablenkung zu füllen vermögen. In den letzten Jahren konnte ich an mir selbst immer wieder Abwehrreaktionen erkennen: Alle paar Monate wird das iPhone geleert, ungenutzte Apps gelöscht, auf das Wesentliche konzentriert. Ich genieße Zeiten ohne iPhone, z.B. bei Auslandsurlauben. Und nach einigen Leseversuchen am iPad bin ich wieder bei richtigem Papier angekommen. Dennoch zieht es mich immer wieder in seinen Bann. Sog und Druck sind weiterhin vorhanden.

Aber langsam überwiegt Ernüchterung. Anstelle die Geräte für sinnvolle Dinge zu nutzen (wozu ich auch Spiele zähle), sind sie nur noch Überbrückungen für kurze Zeitspannen. Lange Zeitspannen werden ebenso genutzt und damit nur zu Aneinanderreihungen von kurzen Zeitspannen. Es fehlt die Konzentration auf einzelne Dinge, die bewusste Nutzung, aber auch die bewusste Nicht-Nutzung, um wieder Zeit spüren zu können.

Im Mai startet deshalb der Versuch, das iPhone wieder mehr zu einem Gerät zu machen, dass wenige Aufgaben gut löst und nicht mehr alles kann. Das iPad betrifft das übrigens weitaus geringer. Schon durch die schiere Größe des Geräts ist eine stetige Überall-Nutzung nicht möglich und die Verwendung zweckgebundener als beim iPhone.

Vor 9 Monaten gepostet

Bloggen mit dem iOS - Reality Check

Es gibt wohl kaum eine größere Differenz zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit als beim Bloggen mit dem iPhone oder iPad. Wo z.B. Twitter absolut grandios funktioniert, sieht es bei Wordpress, Tumblr und Posterious desaströs aus. In der Regel funktionieren die einzelnen Text-Editoren, die die Web-Umgebungen mitbringen, nicht mit dem iOS. Aber auch die spärlichen nativen Apps (meist nur für das iPhone) kommen kaum über das Verfassen simpler Texte, häufig mit HTML-Eingabe, hinaus.

Es ist verblüffend, wie wenig sich in diesem Gebiet in den letzten zwölf Monaten getan hat. Einzig für Wordpress scheint es seit diesem Monat mit Blogsy eine brauchbare Alternative zu geben, so dass evt. nicht mehr die eigentliche Artikelarbeit am Mac gemacht werden muss. Die anderen Blog-Plattformen schauen scheinbar weiter in die Röhre.

Pikant ist auch die mangelnde Zusammenarbeit der einzenen erforderlichen Apps. Wird z.B. ein Bild bearbeitet, so soll es ja später in den Artikel übernommen werden. Dafür wäre es hilfreich, wenn das Bildprogramm gleich per FTP oder in die Dropbox uploaden und die URL in die Zwischenablage übernehmen könnte. Genauso wäre es praktisch, wenn ein grafischer HTML-Editor seinen HTML-Quellcode in die Zwischenablage kopieren könnte. Kein Quell der Freude ist auch stets die “Öffnen mit”-Funktion, mit der man Dateien an andere Apps übergeben kann. Dafür muss die Funktion in der Quellapp eingebaut sein und die Zielapp muss deren Dateitypen verstehen. Das führt zu lustigen Situation, wenn sich z.B. ein Quellcode-Editor nicht für HTML registriert und man somit keine Dateien an ihn übergeben kann. Die Krönung ist allerdings der Editor Elements, der sich prinzipiell weigert, eine HTML-Datei aus der in ihm selbst geöffneten Dropbox zu öffnen, diese aber als Übergabe aus der Dropbox-App klaglos entgegen nimmt – am iPhone. Am iPad registriert sich Elements erst gar nicht für derartige Dateien.

Sofern also keine All-In-One-Lösung für die gewünschte Blogging-Plattform vorhanden ist, bleibt ein chaotischer Haufen leidlich zusammen arbeitender Apps übrig.

In meinem Fall sieht es so aus:

Ich habe mich für die Apps Photo Studio FX, Essay, Textastic, QuickTumblr und natürlich Dropbox entschieden. Als zusätzliche Hilfe kommt AppShopper hinzu, da man aus dem AppStore keine Links zu den Apps holen kann.

FX Photo Studio (AppShopper) ist eine Bildbearbeitung und wird von mir hauptsächlich zur Beschneidung und Skalierung von Bildern verwendet. Die App kann zwar direkt in Tumblr speichern, erstellt dort aber ein öffentliches Posting, welches über einen Bug der Tumblr-App nicht mehr privat geschaltet werden kann. Auch kommt man nur schwer an die Bild-URL. Da die App nicht in der Dropbox speichern kann, werden zunächst die Bilder im normalen Fotoalbum gespeichert und dann mit der Dropbox-App hochgeladen. Immerhin per Batch-Upload.

Für die Textbearbeitung erscheint die iPad-App Essay praktisch (AppShopper). Der Autor antwortet zwar nicht auf Twitter-Fragen, dafür erhält man aber einen soliden WYSIWYG-HTML-Editor inkl. Linkfunktion und Dropbox-Speicherung. Was fehlt sind eine Bilderfunktion und ein “Öffnen mit”-Menü, um die Dateien direkt an andere Apps übergeben zu können. Auch die Übergabe des HTML-Quellcodes in die Zwischenablage fehlt. Leider kann man der App nicht beibringen, keinen CSS-Code in die Datei zu schreiben. Diesen muss man nämlich später wieder entfernen, da Tumblr damit nicht klar kommt. Mein Wunsch ist damit klar: Kopie des HTML-Codes (ohne CSS) in die Zwischenablage und senden des Quellcodes (ohne CSS) per “Öffnen mit”, denn das würde den nächsten Schritt überflüssig machen. Ebenfalls wünschenswert wäre die Zusatzzeile über der Tastatur, die der fantastische Texteditor Writer (AppShopper) bietet.

Bleibt folglich nur die Handarbeit: Mit dem Quellcodeeditor Textastic (AppShopper) lassen sich direkt HTML-Dateien von Dropbox öffnen. Der Editor unterstützt eine Zusatzleise für die Klammereingabe und eine spezielle Markierungsform, bei der der Cursor zwischen zwei spitze Klammern gesetzt werden kann (die Standard-iOS-Markierung würde hierbei nichts selektieren). So lässt sich der CSS-Müll von Essay, den Tumblr nicht mag, leicht entfernen. Leider scheint sich Textastic nicht für die Dateiendung “html”zu registrieren. Der geschriebene Artikel kann deshalb nicht aus Dropbox übergeben werden, sondern muss über die App erneut aufgerufen werden.

Mit QuickTumblr (AppShopper) scheint es exakt eine Tumblr-iPad-App zu geben, welche hilfreiche Quelltextbearbeitungen unterstützt. Top-Feature: Man kann einen IMG-Tag einfügen und dieser enthält dann direkt, was sich in der Zwischenablage befindet. Über einen stetigen Wechsel zwischen dieser App und Dropbox lassen sich so recht bequem alle Bilder einfügen. Links auf große Bilder habe ich bereits in Essay gesetzt.

Diese Variante funktioniert somit am iPad, auch wenn sie natürlich nicht ideal ist. Am iPhone ist es ähnlich: FX Photo Studio existiert als als separate App, Essay ist Universal und die Quellcodebearbeitung kann per Elements (Universal) durchgeführt werden.

Vor 9 Monaten gepostet

Seamless - Und die Musik spielt weiter

Apps wie Seamless sind einer der Gründe, weshalb ich die iOS-Plattform so gerne mag. Und Präsentationen von Apps wie Seamless.

Was macht Seamless? Die App löst ein simples Luxusproblem: Man hört Musik, ist in die Musik eingetaucht und muss gehen. Nach Hause. Oder ins Büro. Den Genuss möchte man aber nicht unterbrechen. Jetzt kommt Seamless ins Spiel: Man öffnet die App am iPhone, drückt exakt eine Taste und iPhone und Mac werden synchronisiert: Der Mac wird leise gemacht und pausiert, der iPod im iPhone spielt den Song und wird laut gemacht. Selbstredend komplett synchron - denn es geht ja um den unterbrechungsfreien Gerätewechsel.

Die App kostet 79 Cent (AppStore) und die Begleit-App im Mac-AppStore ist kostenlos (Mac-AppStore).

Erwähnenswert ist freilich das grandiose Werbevideo, welches all das verkörpert, was an der Apple-Welt so gerne verpönt wird: Arroganz, Selbstzufriedenheit, Selbstironie. In fantastischer Location aufgenommen, auf die ich sehr neidisch bin:

Vor 1 Jahr gepostet

Review: Reckless Racing

Mit Reckless Racing veröffentlicht EA ein Rally-Rennspiel in klassischer Top-Down-Sicht. In fünf (iPhone) bzw. acht (iPad) Kursen darf hierbei gegen lokale Gegner oder Online-Gegner gefahren werden. Auch wenn der Kursumfang mit, freundlich gezählten, sechzehn Kursen (jeder kann vorwärts und rückwärts gefahren werden), eher mau ausfällt, kommt bei Reckless Racing viel Freude auf.

Das liegt zum einen am guten Sound und der guten Grafik, aber auch an den sehr detailliert und interessant gestalteten Kursen mit Brücken, Flüssen, Teichen und Gebäuden. 3D-Elemente wie Steine oder Verkehrshütchen können umgefahren werden und bleiben im Weg liegen. Auch die im Matsch hinterlassenen Fahrspuren bleiben erhalten, so dass die Strecke nach einigen Runden angenehm wüst ausschaut. Die einzelnen Fahrzeuge fahren sich übrigens deutlich anders, so dass hier pro Strecke das passende Fahrzeug gefunden werden muss (oder der passende Fahrstil). Wirklich gelungen wird das Spiel aber durch die Steuerung: Fast jede denkbare Variante wurde umgesetzt, z.B. Buttons, Lenkräder und Accelerometer. Die Button-Steuerung kann an den eigenen Geschmack angepasst werden: Größe und Position lassen sich variieren.



Das Spiel kommt mit etlichen Spielvarianten: Klassisch kann auf der Jagd nach Medaillen gegen Computergegner gefahren werden oder man kämpf gegen seinen eigenen “Geist” aus der Vorrunde und versucht, aus dessen Fehlern zu lernen. Gelungen ist auch ein Paketdienstmodus, in welchem man auf zusätzlichen Strecken so schnell wie möglich Ware von A nach B bringt. Der Online-Modus funktioniert problemlos und wird über Polarbit realisiert, so dass Käufer von z.B. Crash Bandikoot 2 hier Bekanntes vorfinden.


Für Online-Funktionen und Ranglisten verwendet Reckless Racing nicht das Game Center oder OpenFeint, sondern eine eigene Lösung, die sich angenehm im Hintergrund hält. Für die Nutzung dieser Funktionen muss man sich einmalig mit einem Nickname und einer eMail-Adresse anmelden. Leider tappt Reckless Racing hier in die Faulheitsfalle und synchronisiert nicht mehrere Geräte miteinander. Wer also auf iPhone und iPad spielt, der findet jeweils unterschiedliche Spielstände vor. Die Online-Funktionen werden also nur verwendet, um lokale Ergebnisse zu veröffentlichen und nicht, um die lokalen Ergebnisse mit den evt. veränderten Online-Ergebnissen abzugleichen. Der Verzicht auf das Game Center sorgt aber immerhin dafür, dass auch das iPad in den Genuss der Online-Funktionen kommt.


Die iPhone-Version kann mit Pixelverdopplung problemlos am iPad gespielt werden. Dank der anpassbaren Steuerung bleibt das Spiel sehr gut spielbar. Im direkten Vergleich kann man gut sehen, dass die iPad-Version zwar höher aufgelöste 3D-Objekte z.B. für Fahrzeuge und Bäume verwendet, der Hintergrund aber von der iPhone-Version nur vergrößert wurde und deshalb matschig aussieht. Es ist klar, dass das Spiel auf dem iPad dennoch deutlich gewaltiger wirkt als auf dem iPhone, da weniger Spielgrafik durch die Finger verdeckt wird. Die beiden folgenden Screenshots zeigen zunächst die iPhone-Version am iPad, dann die “offizielle” iPad-Variante:




Reckless Racing ist ein ausgesprochen spaßiges Rennspiel mit beeindruckender Grafik. Die geringe Anzahl an Strecken scheint man auch bei EA bemerkt zu haben, so dass das iPhone-Spiel für freundliche 2,39€ (AppStore) über den Ladentisch geht. Diedrei zusätzlichen Tracks am iPad (AppStore) deuten bereits an, dass es weitere Strecken per In-App-Purchase geben wird.   

Vor 1 Jahr gepostet

(Link) Jetzt neu: iDOS - DOS Emulator (Universal)

Bemerkung zu diesem Link:

Spiele lassen sich (als ZIP-Datei) per iTunes übertragen und dann in der Dosbox per unzip auspacken. Etliche Klassiker wie Stunt Car Racer und Pinball Fantasies funktionieren problemlos, manche haben natürlich Geschwindigkeitsprobleme, die erst kommende iPad-Hardwareupdates beheben werden. Insgesamt ist es schön, dass so auch die alten Klassiker weiter leben können. Das Ganze kostet übrigens nur 79 Cent, die man hier durchaus investieren darf.

Vor 1 Jahr gepostet

Der Desktop stirbt

(Brett Jordan via Flickr)

Die morgige Vorstellung von Mac OS X 10.7 erfüllt mich mit Langeweile und Desinteresse. Mac OS X fühlt sich alt an. Es erfüllt seine Arbeit ohne viel Aufsehen zu erregen und ist verlässlich. Neue Software für den Arbeitsknecht interessiert mich kaum. Ich habe mich im OS X eingerichtet und arbeite täglich damit. Verbesserungen interessieren mich nicht mehr. Das Mac OS X und die komplette Klasse an mausbasierten Desktop-Rechnern ist aus meinem Fokus gerutscht. Wie konnte es dazu kommen?

Am Mac bin ich seit Mac OS X 10.2. Davor verwendete ich FreeBSD, OS/2 und PC/Geos. Auch eine kleine Windows NT-Phase war dabei. All das verwendete ich auf einem kleinen Desktop Zuhause oder natürlich dem iMac. Nach Stunden am PC auf Arbeit saß ich gerne Abends Zuhause und habe Blogs gelesen. Ich habe meine Musik digitalisiert. Etwas programmiert. Fern gesehen. Artikel geschrieben. Mich daran erfreut, dass ich nach dem Tod von OS/2 endlich wieder nicht mehr vom Betriebssystem genervt werde. Und ich habe am Nintendo DS gespielt.

Die erste Veränderung kam Anfang 2008 mit dem iPhone. Damals noch ohne AppStore konnte ich auf einmal unterwegs Blogs im Google Reader lesen und Filme sehen. Meine abendlichen Rechner-Sitzungen verschwanden und aufgenommene Serien sah ich immer häufiger unterwegs. Der Jailbreak brachte zudem Nintendo-Spiele wie Fire Emblem auf das Gerät, so dass ich meinen DS ebenfalls nicht mehr nutzen musste. Er verwaiste zusehends. Das iPhone besetzte langsam Flächen in meinem Leben.

Die zweite Veränderung kam Mitte 2008 mit dem AppStore. Auf einmal wurde aus dem kleinen Multimediabrowser ein richtiger Rechner mit offiziellen Anwendungen und Spielen. Immer mehr Dinge meiner privaten Rechnerzeit verlagerten sich auf das iPhone: Spiele, Fernsehen, Blogartikel vorbereiten, Twitter, Facebook. Hinzu kamen neue Funktionen: Shazam konnte mir im Club sagen, welcher Song dort gerade lief - und ich konnte ihn sofort über iTunes kaufen und auf dem Nachhauseweg hören. Dank Fahrinfo und DB Navigator weiß ich jederzeit - und in der Regel vor dem Bahnpersonal - welche Verbindung passend ist. Mit Qype schaue ich nach interessanten Orten in der Nähe. Und Kino.de ist mein Portal zu den Kinos in meiner Gegend (erinnert sich noch jemand an die auf U-Bahnhöfen angebrachten Spielpläne?). Die Kombination aus Online-Diensten und spezialisierten Apps sorgt für eine neue Nutzung des Internets und Rechners an sich. Wofür einen Desktop, wenn die Informationen der Welt in meiner Hand liegen? Das iPhone hat seinen Platz gefunden.

Die dritte Veränderung kam mit dem iPad. Als großer iPod Touch bot er die Bildschirmfläche eines Desktop-Rechners mit der direkten Bedienung des iPhones und ausgewachsene Software: Online-Banking, Mindmaps erstellen, PDFs durchgehen und mit Notizen versehen, Texte schreiben, Zugriff auf das Dokumente-Archiv, Remote Desktop (VNC, RDP, X11), eBay, Fotos anschauen, Wikipedia, Blogs, Fernsehen, Filme, Präsentationen und PDFs an den Beamer geben, Tabellenkalkulation - all dies geschieht am iPad.

Jetzt, drei Jahre nach Erscheinen des ersten iPhones, sieht meine Rechnerlandschaft dementsprechend verändert aus: Der iMac, einst abendliche Zentrale, wird nur noch als Fernseher und Syncstation verwendet - und wandert demnächst in das Regal. Nur noch wenige Programme sind in der tatsächlichen Nutzung: EyeTV, iTunes, Lightroom und Handbrake. Es sind zwangsläufig all die Applikationen, die für Apples Sync-Mechanismen erforderlich sind oder für die es noch keine iPad-Alternativen gibt, da das iPad zu wenig Speicher besitzt. Mein MacBook dient dagegen im Büro als Arbeitsplatz. Seit dem iPad verbringt es dort auch die Abende und Wochenenden. Alles andere wird mit dem iPad erledigt.

Sicher: Alles, was ich am iPad mache, könnte ich auch z.B. an einem Macbook oder Netbook erledigen. Die Gründe für solch dicke Rechner und dicke Software werden aber weniger. Momentan verbinden sich verschiedene Entwicklungen. Das Internet, WLAN, 3G, Datenbanken, Lokalisierungsfunktionen, Synchronisation, kein Installationsaufwand, kein Wartungsaufwand, viele Apps und natürlich die kleinen, tragbaren Computer, die mehr als zehn Stunden Betrieb überleben, sorgen zusammen für neue Einsatzgebiete und stellen immer stärker die Frage, ob es nicht viel eher die dicken Rechner sind, die sich verteidigen müssten. Denn wer möchte sich heutzutage mit der Rechnerwartung beschäftigen, nach der Deinstallation irgendwelche Application Support-Ordner aufräumen oder mit Druckertreibern im Gigabytebereich hantieren müssen? Mit Apples Touch-Geräten wächst eine Rechnerfamilie heran, die mit der alten Rechnervorstellung bricht. Diese Geräte funktionieren einfach. Für jedermann.

Dazu drei Beispiele: 

  1. Dank Air Video habe ich stets meine gesamten Filme dabei, ohne mich um die Konvertierung in ein kompatibles Format und die Synchronisierung mit iTunes kümmern zu müssen. Die Bedienung ist kinderleicht: Ich muss das iPad genau sechs Mal Antippen, um die App zu starten, mich mit dem Rechner Zuhause zu verbinden, einen Film auszuwählen und diesen zu mir zu streamen. Das dauert weniger als zehn Sekunden.

  2. Wollte ich früher eine Auktion bei eBay starten, so gingen Fotos über einen absurden Weg, der die Kamera, USB, iView und AppleScript umfasste, in einen Smart Folder, der dann von iSale, meiner eBay-Software, verwendet wurde. Heute mache ich meine Dropbox am iPhone auf, mache ein Foto, öffne die Dropbox am iPad und speichere das Bild ab. Die iPad-Version von GarageSale bietet mit dann das Bild zur Auswahl an. In der Dropbox liegen übrigens alle meine Daten außer RAW-Bilder und Videos, so dass ich auf jedem Rechner immer mit dem aktuellen Dateien arbeiten kann, ohne mir Gedanken machen zu müssen.

  3. Außerdem archiviere ich gerne Dinge. Konzertkarten z.B. oder Unterlagen. Dies umfasste früher die Arbeit mit einem Canon-Scanner, der schrecklichen Canon-Software, AppleScript und iView. Als Ergebnis mussten Scans natürlich regelmäßig auch überarbeitet werden, wo dann noch Photoshop Elements ins Spiel kam. Heute lege ich das Blatt Papier in den Scanner und nach vier Tipps im Menü hat der Scanner die Seite eingescannt und als PDF-Anhang an Evernote gemailt, über welches mir auf allen Geräten auch gleich eine Volltextsuche zur Verfügung steht. Maximal müssen die Bilder noch zugeschnitten werden. Der Workflow funktioniert so gut, dass ich sogar unterwegs Dinge mit JotNot am iPhone “einscanne” und direkt in Evernote abspeichere. Kernpunkte sind hierbei der schnelle Zugriff auf allen Systemen (die Evernote-Software ist überall verfügbar), die ohne Download der Dokumente funktionierende Volltextsuche und der komplett rechnerlose Scanvorgang. Auch die eMail versendet der Scanner selbsttätig. Vor Jahren wäre dies undenkbar (oder unbezahlbar) gewesen. Reine Standalone-Lösungen wie Yoyimbo konnten sich deshalb auch bei mir nie durchsetzen.

Hinzu kommt die momentan sehr hohe Geschwindigkeit, in der sich die tragbaren Rechner entwickeln. Man vergleiche iOS 1 und das erste iPhone mit den jetzigen Möglichkeiten, z.B. der Bearbeitung von HD-Videos in iMovie direkt auf dem iPhone.  Dafür hatte Apple früher einen speziellen iMac im Programm!

Womit wir wieder beim Desktop wären. Momentan ist er unverzichtbar. Aber er fühlt sich an wie die Videokassette, die CD und das merkwürdig riechende Sofa der Oma. Ein Relikt einer vergangenen bzw. vergehenden Zeit, in der man Daten nicht direkt anfassen konnte und sich bewusst vor den Rechner setzte. Wenn ich heute mein 1,5 Jahre altes Alu-MacBook anschaue - ein unbestreitbar elegantes, hübsches und flaches Gerät - so sehe ich ein Auslaufmodell, was sich alt und klobig anfühlt und eine Tonne wiegt.

Mitte 2010 äußerte sich Steve Jobs auf der All Things Digital. heise schrieb dazu:

“Wenn wir eine Agrarnation wären, wären alle Autos Lastwagen, denn die würden am meisten benötigt.” Autos seien mit dem Wachsen der Städte populär geworden. PCs würden ähnlich wie Lastwagen auch weiterhin benötigt, aber nicht mehr von allen. Fortschritte in der Chip- und Softwareentwicklung könnten dafür sorgen, dass auf Geräten wie dem iPad Arbeiten möglich werden, die bisher auf herkömmlichen Computern erledigt werden.

Er hat vollkommen recht. 25% Marktanteil bei PCs stimmen ihm ebenso zu wie die aktuellen Verkaufszahlen: 60% der Verkäufe entstammen Produkten, die vor drei Jahren noch nicht existierten.

In wenigen Jahren wird es selbstverständlich sein, bei Computern zuerst an Tablets oder Smartphones zu denken. Die heutigen Rechner werden nach wie vor existieren, aber zunehmend nur von Personen gekauft werden, die spezielle Aufgaben erfüllen und diese z.B. beruflich benötigen. Es wächst eine Generation heran, für die “CD” wieder nur eine Seife ist, die Musik streamt und ihr Leben in Social Networks teilt. Immer und überall. Desktop-Rechner passen hier nicht mehr rein. Auch für das MacBook wird es eng.

Vor 1 Jahr gepostet

(Link) 'Robot Unicorn Attack Heavy Metal Edition' Blazes on to App Store | Touch Arcade

Bemerkung zu diesem Link:

Und dank der Blind Guardian-Musik ist es genauso absurd wie der Vorgänger mit Erasure.

Vor 1 Jahr gepostet

Tap to Play! wird anders

Seit dem Start dieser Website im Januar 2009 hat sich der Spiele-Markt um den AppStore stark verändert. Von ehemals vereinzelt gelungenen Spielen sind wir mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem täglich erwähnenswerte Spiele erscheinen, welche mit dem iPhone/iPod Touch und iPad zwei sehr unterschiedliche Plattformen ansprechen. Aber nicht nur die Qualität der Spiele hat sich verbessert, auch die Quantität hat sich stark erhöht. Mein RSS-Reader befüllt sich täglich mit etwa 800 Einträgen, die neue Spiele oder Änderungen an bestehenden Spielen betreffen. Dem Herr zu werden, ist kaum möglich, denn das Schreiben und Bebildern einer simplen News-Meldung schlägt schon mit einer Stunde Arbeit zugrunde. Reviews benötigen gleich mindestens die vierfache Zeit.

Anstelle somit, wie im ersten Jahr von taptoplay.de, Trends frühzeitig zu erkennen und über sie zu berichten läuft die Site mittlerweile anderen hinterher. Die Bugwelle an zu schreibenden Artikeln und die simple Erkenntnis, dass drei Spiele, die man spielt, besser sind, als 50 Spiele, die man anspielt, werden noch dadurch verschärft, dass sich durch das iPad mein Nutzungsverhalten verändert hat und ich deutlich weniger Zeit in Spiele investiere.

Damit ist taptoplay.de sowohl als berichtende Website als auch als “Ventil” für meinen Schreibdruck in einer Sackgasse angelangt. Es ist Zeit für eine Veränderung. Die reine Limitierung auf Spiele und nicht auch auf andere Apps schränkt mich ein, genauso wie der täglich zu sichtende Berg die Motivation drückt. Aus diesem Grund wird der Inhalt in Form eines Blogs fortgeführt, welches auch andere Apple-spezifische Themen aufnehmen wird - unregelmäßig und ohne Veröffentlichungsdruck. Als Plattform wird hierzu tumblr verwendet. Das mit 1000 Plugins ausgestattete Wordpress entfällt und somit auch der technische Druck.

Alle von mir geschriebenen Artikel sind auf die neue Website übernommen worden. Der RSS-Feed von Abonnenten verweist ebenfalls auf die neue Website. Für euch ändert sich deshalb erst einmal nichts. In den nächsten Tagen werden eure alten Kommentare übernommen, die alten Artikel-Links auf die neuen Ziele gesetzt und dann nach und nach die Bilder der alten Artikel erneut hochgeladen.

Bei euch allen möchte ich mich für die bislang schöne Zeit bedanken. taptoplay.de hat mir viel Freude bereitet und die Kommentare hier auf der Website als auch auf Twitter und in Mails sowie viele neue Kontakte waren die investierte Zeit mehr als wert. Hoffentlich folgt ihr nach nebenan :).

Vor 1 Jahr gepostet

Sonic the Hedgehog 4 - Episode 1

Das hat gedauert: Nach Jahren der mäßigen 3D-Projekte, genrefremden Sportspielen und Flippern, sowie Remakes der klassischen 2D-Varianten erscheint nun endlich wieder ein neues 2,5D-Sonic und führt die vor 16 Jahren abgebrochene Geschichte um den Helden Sonic und den Erzfeind Dr. Egghead weiter (7,99€, AppStore).

Dass sich das Spiel am Klassiker orientiert, beweist vor allem der erste Level, ist die optische Ähnlichkeit zu früheren Sonic-Spielen hier doch verblüffend. Wie gewohnt rast man durch Ebenen und Loopings, sammelt Ringe auf und greift Gegner per Sprung an. Zum Glück hat Sega Speicherpunkte integriert, unterstützt das Fast-App-Switching des iOS 4 und erlaubt den jederzeitigen Wechsel zu allen der mitgelieferten Levelwelten.

Gesteuert wird der kleine Igel über einen Pseudo-Joystick, der sich aber mehr wie zwei Buttons anfühlt, sowie über einen dritten Butten für Sprünge. Das funktioniert glücklicherweise tadellos. Manche Level erfordern zusätzlich den Accelerometer, z.B. wenn Sonic in einer Lore durch die Welt düst.

Der erste Eindruck auf meinem iPhone 3GS war durchwachsen: Wirklich flüssig fühlte sich die Grafik nicht an und spätestens in der zweiten (Casino-)Welt übertrifft optische Unübersichtlichkeit die Spielbarkeit. Ein Neustart des iPhones sorgt zwar für etwas flüssigere Grafik, aber wirklich butterweich läuft das Spiel nur auf dem iPad. Dort sehen - trotz hochskalierter Pixelgrafiken - die Level schlicht fantastisch aus. Gerade die dritte Labyrinth-Welt strotzt vor Details, so dass es eine Freude ist, das Spiel auf dem iPad zu spielen.

Technisch betrachtet liefert Sega hier dennoch kaum Herausragendes ab: Keine komplett flüssige Grafik auf den meisten Geräten, das Gerät kann nicht gedreht werden, keine Retina-Unterstützung für das iPhone 4 und auch keine Universal-App für das iPad hinterlassen bei 7,99€ einen schalen Beigeschmack, der noch durch das Fehlen jeglicher Online-Komponente (Leaderboards, Sync zwischen unterschiedlichen Geräten) und das Anhängsel “Epsiode 1” verstärkt wird: Weitere Level und Welten nach den 16 mitgelieferten folgen später.