Gameloft hat heute den Playstation-Klassiker Driver im AppStore veröffentlicht (5,49€, [AppStore]). In Driver spielt ihr in einen Undercover-Polizisten, der sich das Milieu einschleusen möchte und sich hierzu als Fahrer hoch arbeiten muss. In waghalsigen Verfolgungsjagden gilt es, das Ziel zu erreichen und den verfolgenden Polizisten auszuweichen. Der eigene Wagen darf dabei nicht zu sehr demoliert werden: Er wird in den kommenden Missionen weiter eingesetzt.
Gespielt wird in Miami, San Francisco, Los Angeles und New York, wobei jede der Städte einen größeren Umfang als das gesamte Gangstar-Szenario (hier vorgestellt) hat und am Tag und in der Nacht gefahren werden kann. Ihr könnt in allen Städten frei herumfahren! Auch das realistische Physik- und Schadensmodell des Originals hat es auf das iPhone geschafft, sowie ersten Spielberichten zufolge Fußgänger, die mit Sprüngen eurem Fahrzeug ausweichen. Im Gegensatz zu Gangstar kann das Fahrzeug allerdings nicht verlassen werden. Driver bleibt spielerisch seinem Namen treu: Hier wird stets von Punkt A zu Punkt B gefahren.
Gameloft hat nicht nur das gesamte altbekannte Driver-Spiel auf das iPhone, sondern auch die Texturen aufpoliert und bietet (optional) auch einen leichteren Schwierigkeitsgrad, eine immer eingeblendete Karte der Umgebung, sowie die von der Playstation bekannten, umschaltbaren Radiosender mit 70er-Jahre-Musik. Das Ganze braucht Platz: Driver verschlingt mehr als 400MB auf eurem Gerät und verlangt mehr als 800MB freien Speicher für die Installation!
Zwei Videos und weitere Details zum Spielinhalt haben wir ebenfalls noch für euch:
http://www.youtube.com/watch?v=eAJ4GKr3Ke4
http://www.youtube.com/watch?v=444K52Wl0Fs
Tanner, ein NYPD-Detective, arbeitet Undercover. Lieutenant McKenzie, Tanners Vorgesetzter, hat Informationen von kriminellen Aktivitäten in Miami. Man vermutet Mord und hinter all dem soll ein Gangster namens Rufus stecken. Tanner ermittelt Undercover und nimmt Kontakt zu einigen Kriminellen auf. Doch er muss diesen zuerst seine Qualitäten als Fahrer beweisen. Anschließend bekommt er seinen ersten Job: Ein Bankraub, und Tanner soll den Fluchtwagen fahren.
Neben dem Straßenverkehr muss der Spieler auf Polizeiwagen, die auf der Karte angezeigt werden, achten, da diese bei einem Gesetzesverstoß wie “mit überhöhter Geschwindigkeit fahren” oder “mit durchdrehenden Reifen anfahren” sofort die Verfolgung des Spielers aufnehmen. Die Missionen werden dem Spieler über einen Anrufbeantworter übermittelt, so dass der Spieler manchmal die Auswahl zwischen mehreren Missionen hat. Einige Missionen werden durch Zwischensequenzen eingeleitet, die die Handlung weiter erzählen.
Die Fahrzeuge können in diesem Spiel nicht verlassen werden und sind am Anfang einer Mission vorgegeben. Die 35 Missionen, in denen der Spieler von einem Punkt der Karte zum anderen fahren muss, bestehen meistens aus zwei Teilen. Der erste Teil muss unter Zeitdruck erledigt werden, der Zweite dagegen ist meistens (bis auf wenige Ausnahmen) zeitlich unbeschränkt. In allen Fällen muss jedoch der Wagen, in dem Zustand mit dem man die erste Teilmission beendet, in der zweiten Teilmission weiterverwendet werden. Während der Missionen spielt im Hintergrund instrumentale 70er-Jahre Musik. Zusammen mit den 70er-Jahre Fahrzeugen entstehen Verfolgungsjagden (inkl. fliegender Radkappen) wie in 70er-Jahre Filmen bzw. Serien, wie Bullitt oder Die Straßen von San Francisco.
Zum ersten Mal bot ein Spiel Autoverfolgungsjagden in einer dreidimensionalen Spielwelt. Das Fahrverhalten ist auf Realismus ausgelegt und die Fahrzeuge haben ein Schadensmodell.
Des Weiteren kann der Spieler seine Fähigkeiten in Fahrspielen aufbessern. Bei Survival geht es beispielsweise darum, so lange wie möglich zu überleben. Die Polizei versucht mit allen Mitteln den Wagen des Spielers außer Gefecht zu setzen. Eine weitere Spieloption ist der Regisseur-Modus: Der Spieler hat die Möglichkeit seine Fahrten aufzuzeichnen und dann selber Kamerapositionen und -fahrten zu bestimmen.
Die Kurse unterscheiden sich hauptsächlich durch die Farbgebung der Umgebung. Die Planetenlandschaft kriegt man durch den Nebeleffekt eh nicht zu sehen, die Items sind recht dröge Minen oder Einmal-Laser und die Kurse nutzen die 3D-Möglichkeiten kaum. Es gibt mal einen Hügel zu erklimmen, aber Sprungschanzen und Loopings sucht man vergeblich.
http://www.youtube.com/watch?v=LjHPJb0n2vo
Mit Physikspielen ist das iPhone reichlich gesegnet. Als langjähriger Fan des Klassikers The Incredible Machine konnte mich bislang aber kein Spiel lange begeistern: Entweder war die Bedienung hakelig (neuer Rekord: Enigmo 2 ist schlicht unbedienbar!), oder es fehlte der schräge Humor. Zumindest den Punkt der Bedienung scheint Pocketball gelungen hinzubekommen und auch das Problem mit dem schrägen Humor stellt sich nicht, da Pocketball sich so weit vom Vorbild entfernt hat, dass man ihn hier nicht vermisst. In 30 Leveln gilt es bei Pocketball (1,59€, [AppStore]), einen oder mehrere kleine Bälle in ihr Ziel zu führen. Die Bälle fallen aus Markierungen herab und folgen der Schwerkraft. Umlenken kann man sie, indem man zwischen kleinen Nägeln Fäden spannt, die den Ball dann geschickt auf die Levelelemente führen. Wie das Ganze funktioniert, zeigt folgendes Video:
[quicktime width=”344” height=”472”]http://bigbucketsoftware.com/pocketball/pocketball.mp4[/quicktime]
Mit dem hier besprochenen Asphalt 5 hat Gameloft einen der besten Arcade-Racer abgeliefert, den der AppStore bislang sehen konnte, inkl. Online-Multiplayerfunktionen. Wer bislang noch nicht zugeschlagen hat, der kann jetzt anhand der kostenlosen Lite-Version einen Blick auf das Spiel werfen: Mit zwei Fahrzeugen darf hierbei über eine Strecke gebrettert werden. Die Vollversion kostet 5,49€ [AppStore, Lite].
http://www.youtube.com/watch?v=Ol5kCzXAwfY
Vor einigen Tagen angekündigt, ist Labyrinth 2 heute für 3,99€ [AppStore] erschienen. Die bislang im AppStore erhältlichen Labyrinthspiele wie Labyrinth und Wooden Labyrinth 3D bilden das klassische Holzlabyrinth ab, in dem eine Metallkugel in einem Labyrinth navigiert werden muss. Das Labyrinth wird in der realen Welt über Drehregler bewegt (hier bei Amazon zu bewundern), auf dem iPhone natürlich über (sehr) dezente Neigungen. Die iPhone-Labyrinthe kamen mit unzähligen Labyrinthvariationen und bei Wooden Labyrinth konnte man das iPhone auch anschubsen, damit die Kugel hüpfte. Die Fortsetzung von Labyrinth hebt das Spielschema aus diesen Begrenzungen der realen Welt und kann damit neue Spielelemente einführen, z.B. Ventilatoren, Magnete, Flipper-Bumber und Laser, zwischen denen die Kugel ins Ziel bewegt werden muss, ohne in die Löcher imSpielfeld zu fallen. Labyrinth 2 kostet 3,99€. Wer die mitgelieferten Level durch hat, kann per Bluetooth oder (lokalem) Wlan gegen seine Freunde spielen oder neue Level in einem Leveleditor zusammen bauen.
http://www.youtube.com/watch?v=sB0Oq7qNrw0
Eine Lite-Version gibt es noch nicht, aber fünf Level von Labyrinth 2 sind in der Lite-Version von Labyrinth 1 [AppStore] enthalten!
Frenzic begleitet mich schon seit fast einem Jahr auf meinem iPhone. Grund genug, es hier kurz zu erwähnen. Frenzic ist ein Puzzle-Spiel, bei welchem Tortendiagramme mit farbigen Dreiecken aufgefüllt werden. Das Spiel startet mit fünf leeren, kreisförmig angeordneten, Tortendiagrammen. In der Mitte wird ein dreieckiges, farbiges Element angezeigt, welches per Tipp auf ein leeres Tortendiagramm dort platziert wird. Die immer schneller eingeblendeten Elemente müssen so auf die noch freien Plätze verteilt werden, dass möglichst jeder Kreis mit einer Farbe gefüllt wird. Vollständig gefüllt Tortendiagramme leeren sich, so dass dort wieder neue Elemente platziert werden können und verteilen Boni wie Zeitverlangsamer oder eine Bombe, die alle Tortendiagramme leert. Für jedes gefüllte Tortendiagramm werden zudem Leben verteilt. Ein Leben verliert man, wenn man ein Element nicht platzieren konnte.
Was sich dröge anhört, entwickelt durch die angenehme Präsentation, extrem einfache Bedienung, die dezenten Soundeffekte und Online-Highscorelisten einen immensen Suchtfaktor.
http://www.youtube.com/watch?v=z93Tu7w-wbE
Super Monkey Ball wäre auch heute eines der besten Spiele und auch mit über 100 teils sehr harten Leveln eines der wenigen mit dem vollen Umfang eines Konsolenspiels. Trotz des bunten Affenthemas ist es kein Spiel für Casual-Gamer. Das Spiel ist schwer, hart, frustrierend und fordert den Spieler. Gerade deshalb ist es so gut.
In fact, we would go so far as to say that Super Monkey Ball 2 is among the few games we actually had just as much fun controlling as we did with the actual gameplay.
Ersteindrücke werden momentan bei Toucharcade in den Foren gesammelt. Wer nicht gleich 7,99€ ausgeben möchte, kann übrigens momentan den hier besprochenen Vorgänger für nur 2,99€ erwerben [AppStore].
http://www.youtube.com/watch?v=c-C-ut-P3pc






http://www.youtube.com/watch?v=pctfhDY2WVI
Defender Chronicles ist anders. Es ist ein Rollenspiel. Mit Handlung. Mit Inventar. Mit Giftmischungen. Einer Bibliothek. Und natürlich etlichen Charaktereigenschaften. Und nebenbei benutzt es auch noch die Tower Defense-Spielweise als Kampfsystem. Und es ist schwer. Wer geoDefense nicht mochte, der darf nicht weiterlesen. Sein iPhone würde Schaden erleiden, wenn es aus dem Fenster oder gegen Wände fliegt.
http://www.youtube.com/watch?v=IUUZGyUGLOw
Dass ich in meinen jüngeren Jahren gerne meterhohe Loopings für Darda-Bahnen gebaut habe und die Fahrzeuge durch in die Strecke gebohrte Nadeln abheben ließ, hat sich auch auf Computerspiele ausgewirkt: Unzählige Stunden habe ich in “Stunts” gesteckt, einem DOS-Rennspiel samt Track-Editor, in dem man seine Fahrzeuge durch Loopings und über Sprungschanzen steuert (kostenloser Download hier bei Abandonia). Die im AppStore erhältlichen Stunt-Racer konnten nicht annähernd diesen Spaßfaktor erzeugen. Bis jetzt. Mit Jet Car Stunts kommt endlich ein waschechter Stunt-Racer, der auch nichts anderes sein möchte und deshalb das Genre punktgenau trifft (1,59€ [AppStore]).
Zwei Spielmodi gibt es: In Platforming saust man mit seinem Rennwagen von Plattform zu Plattform und in Time Trial versucht man, die Rundkurse in Bestzeit zu schaffen. Beiden Spielvarianten ist gemeinsam, dass die Kurse in den Wolken platziert sind. Fällt der Wagen von der Strecke, muss man erneut beginnen. Das ist zum Glück nicht schlimm, denn die eher kurzen Kurse sind voller Checkpoints, an denen man dann startet. Allerdings darf man meist nur neun Mal an einem Checkpoint neu ansetzen, denn ab dem zehnten Versuch gilt das Rennen als verloren. Natürlich hindert einen das Spiel nicht, das Rennen komplett neu zu beginnen, dann erneut mit neun Versuchen. Insgesamt eine motivierende Spielweise.
Die beiden folgenden Videos zeigen beide Spielmodi:
http://www.youtube.com/watch?v=I3m9F_2rH1c
http://www.youtube.com/watch?v=lOS5mOi8HDc
Das Besondere an Jet Car Stunts ist allerdings nicht die Checkpoint-Spielweise, sondern die grafische Aufmachung und die Steuerung. Grafisch sind alle Kurse in den Wolken angesiedelt, mit angenehm detaillierter Wolkengrafik, unterschiedlichen Lichteffekten und je nach Gerät buttweichen 30 oder 60 Bildern pro Sekunden. Die Strecken und Fahrzeuge sind wenig detailliert, dafür aber mit Schatten angesiedelt, was dem ganzen einen stärkeren 3D-Touch gibt, als dies bei dem deutlich realistischeren Real Racing (hier besprochen) der Fall ist. Die Strecken sind meist aus verschiedenen Plattformen zusammen gesetzt, die Kurven, Loopings, Sprungschanzen und Ringe bilden. Das Gemeine: Die Plattformen sind teils so weit voneinander entfernt, dass simples Fahren nicht mehr ausreicht - der Wagen muss fliegen. Und hier kommen wir zur Steuerung: Das Spiel ist komplett auf eine sehr gut reagierende Tilt-Steuerung ausgerichtet. Über zwei Buttons wird der Wagen beschleunigt oder abgebremst (bzw. rückwärts gefahren). Mit zwei weiteren Buttons wird der Nachbrenner aktiviert bzw. die Klappen der Luftbremse werden ausgefahren, wodurch der Wagen fliegen kann. Bewirkt ein Lenken durch Neigung beim normalen Fahren das erstaunlich gut kontrollierbare Driften, wo neigt sich der Wagen im Flug leicht von links nach rechts bzw. nach Vorne und Hinten und kann so die Flugbahn beeinflussen. Der Nachbrenner wird bei jedem Checkpoint neu aufgeladen - hier gilt es also, taktisch zu überlegen, wann man ihn einsetzen sollte, denn setzt er mitten im Flug aus, so trudelt man zu Boden und darf beim letzten Checkpoint neu starten.
Vor allem die natürlich und sehr gut reagierende Steuerung sorgt für ungehemmten Spielspaß. Ohne diese Steuerung wäre Jet Car Stunts auch schlicht nicht spielbar: Die Strecken sind so eng und haben teils keine Begrenzungen, dass der Wagen auf jede kleinste Handgelenkbewegung reagieren muss. Die durch lange Flüge erreichbaren Ziele benötigen auch eine solche Genauigkeit, dass schon kleine Steuerungsfehler einen vorbei sausen lassen - die auch auf hohe Werte einstellbare Accelerometer-Empfindlichkeit ermöglicht hier Änderungen in letzter Sekunde!

Gibt es Kritik? Natürlich, aber nur wenig. Zu nennen wäre z.B. die hohe Schwierigkeit. 25 Platforming-Kurse und 11 Time Trials klingen nach viel Umfang, aber schon der letzte “Easy”-Platforming-Kurs beschäftigt mich jetzt schon den zweiten Tag in Folge. Gelegenheitsspielern sei aber gesagt, dass man schon aus den ersten Leveln so viel Vergnügen heraus schlägt, dass sich die 1,59€ rentiert haben. Als zweiten kleinen Kritikpunkt muss ich den geringen Detailgrad der Strecken anführen. Stört dies bei normalen Plattformen nicht, so ist der Looping aus vielen kleinen Vierecken zusammengesetzt: Der Wagen ruckelt also den Looping entlang. Den dritten kleinen Kritikpunkt muss ich an OpenFeint richten und weniger an Jet Car Stunts: Das Spiel versendet Highscores und Achievements über OpenFeint, welches leider das Twitter-Passwort nicht speichert. Etwa 10 Sekunden nach dem ersten Sendeversuch wird deshalb das Spiel durch die Passworteingabe von OpenFeint unterbrochen. Da hilft nur, das Twitter-Spamming in OpenFeint abzuschalten.