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Oliver wird weniger und iTrackBites hilft

Wer abnehmen möchte muss zuerst schauen, ob er zuviel isst, was er isst und wo die Stellschrauben liegen, die korrigiert werden sollen. Als System mag ich Weight Watchers gerne, da hier viele komplizierte Werte auf einen einzelnen Wert heruntergebrochen werden können: Man darf X “Punkte” pro Tag essen und jedes Essen hat ebenfalls X “Punkte” - berechnet aus Kcal/60 und Fett/9. Das ist einfach und übersichtlich und hat zudem nichts mit einer Diät zu tun. Schnell fällt bei mir auf, dass z.B eine Scheibe Brot mit Käse schon bei fünf Punkten landet und in meine erlaubten 30 Punkte deutlich einschlägt. Wiegt man weniger, so hat man weniger Punkte zur Verfügung und ändert so langsam und dauerhaft sein Essverhalten.

Weight Watchers offeriert ein umfangreiches Zubehörprogramm (wöchentliche Treffen, Online-Werkzeuge, Schrittzähler und ähnlichen Quark) um mit diesem System Geld verdienen zu können. Zusätzlich wird alle paar Jahre einmal die Berechnungsformel geändert, sodass man sich alles neu kaufen darf. Wer sein Geld nicht dort investieren möchte und keinen Druck durch Gruppentreffen benötigt, kann mit dem älteren Flex-Points-System alles selber machen. Umfangreiche Bücher für Restaurants und Supermärkte, die Punktewerte aufführen, gibt es bei eBay - falls man sich das nicht alles selber ausrechnen möchte.

Bleibt die Frage übrig, wie man am Besten Buch führen möchte. Früher habe ich alles auf Papier aufgeschrieben, mir dann eine kleine PHP-Website mit Datenbank gebastelt und später die unsägliche (offizielle) Flash-Applikation verwendet. Auf dem iPhone sieht es leider immer noch erstaunlich düster aus: Eine offizielle App existiert nur im US-Store und das Unternehmen wirft gerne Apps aus dem Store, mit denen man Punkte zählen könnte.

Übrig bleiben aus diesem Grund einige Apps, mit denen man “Dinge” zählen kann, z.B. “Bites”. Nahezu alle derartigen Zähl-Apps sind ähnlich aufgebaut: Es kann ein Maximalwert pro Tag definiert werden, es wird mit der Zeit eine Datenbank von gegessenen Produkten gespeichert und es gibt eine Favoritenlisten, sowie einen Punkterechner. Leider sind nahezu alle derartigen Apps vollkommen unbrauchbar. Es werden massive Anstrengungen unternommen, nicht wie eine iPhone-App auszusehen und viele Fehler mit sich zu bringen, sodass Kernfunktionen überhaupt nicht funktionieren. Gerne wird auch übersehen, dass nicht jedes Land in lbs und Joule wiegt und die Berechnungsformel von Weight Watchers sich auch pro Land und Programm unterscheidet. Ich bin letztlich bei iTrackBites hängen geblieben, da es am Wenigstens nervt.

Die Applikation teilt sich in drei Tabs auf für die Wochenliste, den Rechner und die Favoriten. “Tracker” enthält das Protokoll. Übersichtlich werden hier die gegessenen Speisen und verbleibenden Punkte aufgeführt:

Wer möchte, der kann auch detailliert eintragen, wieviel Flüssigkeiten, Eiweiß usw. er zu sich genommen hat:

Der Tab “Calculator” enthält den Rechner zur Berechnung der “Bites” (auch nach europäischer Formel) und Aktivitäten:

Die App kommt zusätzlich mit einer Liste von US-Nahrungsmitteln, die in Deutschland natürlich wenig hilfreich ist. Es müssen somit erst einmal alle Speisen eingetragen werden, die man im Laufe der Zeit isst.

iTrackBites ist angenehm unaufdringlich in der Anwendung und das Führen der Liste hat einen analogen Charme, der mir gut gefällt. Weniger gut gefällt mir die Hässlichkeit der App - aber die Alternativen sind leider noch weniger erträglich.

  • iTrackBites im AppStore
  • Wieviele Punkte darf man pro Tag essen? (Flex Points)
  • Datenbank für Kalorien und Punkte
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Gepostet am Montag, Mai 16 2011.
Getaggt mit: iphoneOliver wird weniger

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