Minigore - Survival-Shooter mit knuffigen Pelzwesen

Minigore wird von Mountain Sheep entwickelt und von Chillingo vertrieben. Da Chillingo ebenfalls den Survival-Shooter iDracula (
hier besprochen) von MoreGames im Programm hat, liegen Vergleiche natürlich auf der Hand. Glücklicherweise sind beide Spiele so unterschiedlich, dass hier wirklich nur eine Genreüberschneidung vorliegt: Minigore kostet 79 Cents [
AppStore] und ist ein Survival-Shooter für Fans von
Lego Indiana Jones!

Ihr übernehmt die Rolle von John Gore, der ständig von merkwürdigen Feinden, den “Furries” angegriffen wird. Furries gibt es viele verschiedene, z.B. die kleinen Minifurry, den großen Giant Furry und den Firefurry, der sich schneller als John bewegen kann. John schießt mit einer Art Laserkanone auf die Gegner. Das klappt bei den Minifurries gut, die größeren werden aber nur in viele Minifurries zerteilt, die man dann einzeln angehen muss.

Gesteuert wird mit der “Standardsteuerung”: Zwei virtuelle Joysticks regeln unabhängig voneinander Lauf- und Schussrichtung. Glücklicherweise kann man die beiden virtuellen Joysticks auch ausblenden, so dass der Spielegrafik die gesamte Fläche zur Verfügung steht.
Im Spiel stehen euch drei Waffen zur Verfügung. Gestartet wird mit einem Maschinengewehr mit unendlicher Munition. Die Furries lassen noch weitere Waffen fallen, die aber über eine begrenzte Munition verfügen. Außerdem werden vierblättrige Kleeblätter verstreut. Sammelt ihr von diesen drei ein, so verwandelt sich John in ein Flammenmonster, der jeden Gegner einfach zertrampeln kann - Blutlache inklusive, und absurde Banjomusik. Manchmal spricht John übrigens auch.

Natürlich kann John auch verletzt werden. Getreu dem absurden Charme des Spiels gibt es aber keine Lebensleiste, sondern John sieht zunehmend mitgenommen aus, wird ständig mit blutigen Wunden überzogen, bis er letztlich stirbt.
Minigore unterstützt auch OpenFeint und bildet darüber z.B. Online-Scores ab. Ebenso gibt es Challenges, mit denen man Freunde herausfordern kann, die per Mail versendet werden.

Soundeffekte, Sprachausgabe und Musik können unabhängig voneinander abgeschaltet werden, iPod-Musik wird unterstützt (inkl. Auswahl der Musik im Spiel) und für die unterschiedlichen Geräte kann der Bildschirm entsprechend gedreht werden, so dass der Kopfhörerausgang nicht nervt.
Die komplette Featureliste gibt es im Blog der Entwickler. Der Spielstand wird beim Drücken der Home-Taste aber leider nicht gespeichert. Auch verschwindet die Hintergrundmusik, wenn man das Spiel anhält und anschließend das iPhone pausiert und wieder aktiviert.
Minigore fühlt sich insgesamt merkwürdig gut aber auch merkwürdig leicht an. Die Grafik, der Sound und die Sprachausgabe machen das Spiel zu etwas Besonderem. Das verblasst aber sehr schnell, denn wirklich viel Inhalt hat das Spiel noch nicht: Eine Karte, ein Spielmodus. Das war’s. Selbst iDracula bot in seiner ersten Version mehr. So wird Minigore erst mit den kommenden Updates zu einem wirklich interessanten Spiel:
So ist ein Radarschirm geplant, mehr Sprachausgabe für John und ein weitere Zustandsveränderung, in der der verletzte John ein Kopfband kriegt (Rambo?). Auch kommt eine neue Superkraft in Form eines geheimnisvollen Pilzes. Laut
Slide to Play ist Weiteres in Arbeit: Ein Coop-Modus mit John und seiner neunjährigen Tochter, eine Schneelandschaft, eine Wüste und passende Kostüme, z.B. ein Cowboyhut für die Wüstenlandschaft und der Enviro-Bear aus dem gleichnamigen Spiel [
AppStore] mit einem Gastauftritt.


http://www.youtube.com/watch?v=smdQE8OI2cE