
The Deep Pinball für 79 Cents [AppStore, Lite] ist der neueste Wurf der Entwickler von Wild West Pinball (hier besprochen). Verfolgte Wild West Pinball im Tischlayout den Wilden Westen, so geht es bei The Deep Pinball um versunkene Schiffe und ihre Schätze.
Zu Beginn sollte man sich die Kamerafahrt über den Tisch anschauen. Der Computer des Unterseeboots, welches man steuert, erklärt einem textlich und mit englischer Sprachausgabe grob die Missionen und Eigenschaften des Tisches. Wer bei Wild West Pinball das Gefühl hatte, der Tisch wäre zu leer, kriegt bei The Deep Pinball deutlich mehr zu tun. Leider hilft einem das Spiel wenig, wenn es darum geht, anzuzeigen, was als nächstes für die Mission getroffen werden soll. So bin ich durch einen Teil der ersten Mission durch zufälliges Treffen irgendwelcher Targets geschliddert.
Wie auch beim Vorgänger wird eine absolut flüssig laufende Grafikengine mit einem 3D-Tischmodell verknüpft. Die Flippersicht ist stets auf den Ball bezogen und nicht auf den Tisch. Die Sicht folgt also dem Ball, zoomt mal hierhin oder dorthin oder dreht sich. Diese Kameraführung sorgt für mehr Dynamik, verhindert aber auch, dass man die Flipperarme stets im Blick hat. Selbstverständlich sind die Online-Highscores auch wieder dabei.
http://www.youtube.com/watch?v=kEAVMczdX4A
Die neuen Targets verlangen nach neuen Soundeffekten, die alle dabei sind. Auch Hintergrundmusik wurde integriert, die sehr stimmungsvoll das Unterwasserthema einfängt. Durch die Musik und das Farbschema wirkt der Tisch aber sehr kühl, wogegen Wild West Pinball Wärme ausstrahlte. In den Kommentaren auf Toucharcade wurde das gut zusammengefasst:
Where is the energetic pinball action? The rewarding sounds and lights when you send the ball into a chute? The build-up of flashing lights? Even the voice samples are very low energy. It’s sooo quiet and calm.
Kleinere Bugs sind vorhanden, aber meist zu verschmerzen. Die Sprachausgabe hat bei mir einmal kurz ausgesetzt und teilweise wird statt “thing” “think” geschrieben. Außerdem klingt die Sprachausgabe hölzern, aber charmant. Wer einmal Milla Jovovich im englischen Original (YouTube) gesehen hat, der weiß, was ich meine. Die männliche ist geradezu störend, z.B. wenn sie “Ups” sagt, falls der Ball ins Aus geht.
http://www.youtube.com/watch?v=VaAbjqQcUx8