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Star Defense - Das 3D-Tower Defense-Spiel bietet wenig Neues

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Zwei Monate dauert es, bis AppStore-Platzhirsch ngmoco:) sein Tower Defense-Spiel auf 1,59€ herabsetzte [AppStore] und somit im AppStore-Grabbeltisch platzierte. Damit war auch für mich die Kaufen-Schwelle unterschritten und ich habe zugegriffen. Leider, wie ich bereits jetzt sagen muss. Denn Star Defense bietet außer der Grafik nichts Neues und wirkt damit im überfüllten Bereich der Tower Defense-Spiele fast überflüssig.

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Im Bereich der Tower Defense-Spiele ist im AppStore bereits vieles gesagt worden. Von den knuffigen Fieldrunners (hier besprochen) und gruseligen Creeps (hier besprochen), über die mit festen Pfaden arbeitenden 7 Cities und Sentinel (hier vorgestellt) und dem sehr puzzligen und schweren geoDefense (hier besprochen, geoDefense: Swarm erscheint auch bald) ist für jeden Spieler und jede Grafikart alles vorhanden. So muss sich jedes Tower Defense-Spiel der Frage stellen, was es dem Genre an Neuigkeiten zuführt. Bei Star Defense lautet die Antwort leider nur “3D-Grafik”. Denn spielerisch bleibt es altbacken: Gegner folgen einem vordefinierten Pfad und müssen durch an diesem Pfad platzierte Tower zerstört werden, bevor die Basis am Ende des Pfades erreicht wird. Kommt eine bestimmte Anzahl an Gegner durch, so gilt der Level als verloren. Platzierte Tower können mehrmals erweitert werden, was ihre Schussstärke und Reichweite erhöht. Damit sind aber die strategischen Finessen von Star Defense auch schon aufgezählt und es wird klar, dass es sich damit sogar unterhalb von Fieldrunners einsortiert - denn dort muss man immerhin die Wege durch Positionierung der Tower noch selber bauen.

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Das war offenbar auch ngmoco:) klar und so wurden einige Spezialitäten eingebaut, die aber eher künstlich wirken, anstelle das Spielgeschehen zu bereichern: Man kann nur eine bestimmte Anzahl an Türmen bauen, die Türme können nicht direkt nebeneinander gebaut werden, sondern erfordern einen sehr großen Abstand, manche Gegner sind für bestimmte Türme immun und Upgrades für Türme kosten bis zum Dreifachen mehr als der Bau eines neuen Turmes. Hinzu kommen Achievements und Challenges mit Freunden im Plus+-Netzwerk von ngmoco:).

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Spielerisch sind mir nur zwei Dinge positiv aufgefallen: Der Start der Wellen kann manuell ausgelöst werden. Folgt eine schwache Welle einer stärkeren Welle, so kann man damit die schwache Welle manuell starten, Geld sammeln und Türme bauen, um die zuvor gestartete starke Welle zu besiegen. Als zweites ist mir aufgefallen, dass Türme die Gegner recht intelligent beschießen: Bei zwei Gegnern bearbeitet ein Turm beide, anstelle ausschließlich den vordersten Gegner. Somit haben es die später aufgebauten Türme insgesamt mit geschwächten Gegnern zu tun und nicht mit einem sehr schwachen und einen zweiten sehr starken Gegner, der evt. einfach ins Ziel rennen könnte.

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Was bleibt ist die Grafik. Im Gegensatz zu einer flachen Kartenebene, die quasi alle anderen Tower Defense-Spiele verwenden, greift Star Defense auf einen kleinen Planeten oder einen Kubus zurück. Die Pfade schlängeln sich um diesen Planeten. Die Ansicht kann natürlich mit den Standardgesten vergrößert und verkleinert, sowie gedreht werden. Und das sieht wirklich toll aus: Im Hintergrund sind Galaxien zu sehen, der Planet dreht sich ständig um seine eigene Achse, so dass sich der Hintergrund verändert (die Kamera bleibt dabei wie ein Satellit fest über der gleichen Position) und an der Horizontlinie sieht man Gegner wie auch Waffen dreidimensional kämpfen. Die geringe Anzahl der Tower und Upgrade-Stufen sorgt zudem dafür, dass man nicht an tausend Orten gleichzeitig kämpfen muss, wie bei geoDefense. Man kann sich also der Grafik hingeben, den Planeten verschieben und die Details genießen. Hinzu kommt eine sphärische Musik, die zu der entspannten Atmosphäre beiträgt. In späteren Gegnerwellen und höheren Schwierigkeitsstufen als den ersten beiden ist es allerdings vorbei mit dem genießerischen Blick: Hektisch rotiert man den Planeten umher und muss dennoch möglichst alles im Blick haben, was zwangsläufig fehl schlägt. Die Kugeln und Würfel werden hier zum Nachteil: Sie fügen dem Spiel Optik und Hektik hinzu, ohne allerdings an der mauen Spieltiefe etwas ändern zu können.

http://www.youtube.com/watch?v=_Moqy0HEzLo


So bleibt der Gesamteindruck von Star Defense durchschnittlich. Sind seit Fieldrunners etliche Tower Defense-Spiele veröffentlicht worden, die das Genre weiter bringen, so kann Star Defense nur durch einen kurzzeitigen optisch Aha-Effekt punkten. 7 Cities habe ich lange gespielt. An geoDefense spiele ich noch immer - nach Monaten. Von Star Defense bin ich schon nach wenigen Stunden gelangweilt.

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Gepostet am Montag, August 10 2009.
Getaggt mit: iPhone

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