
DrawRace hatte ich bereits vor einer Woche vorgestellt. Seitdem verbringe ich meine Zeit mit dem Spiel und bin absolut begeistert! DrawRace für 79 Cent [AppStore] verbindet geradezu perfekt das eingängige Spielprinzip von Flight Control (hier besprochen), dessen geleckte Optik und die Faszination “alter” Rennspiele wie Championship Sprint (YouTube). Dabei ist DrawRace kein klassisches Rennspiel: Wie in Championship Sprint sieht man die komplette Rennstrecke von oben. Man steuert die Fahrzeuge allerdings nicht selber, sondern zieht eine Linie vom Start zum Ziel, auf der das Auto später fährt. Bewegt man seinen Finger schneller, so fährt das Auto schneller, bewegt man die Finger langsamer, so fährt das Auto anschließend langsamer. Die Kunst ist folglich, die Ideallinie zu finden und den Finger in einem Tempo zu bewegen, so dass das Fahrzeug später nicht mit zu hoher Geschwindigkeit aus der Kurve fliegt.

Die Feature-Liste liest sich ausgesprochen beeindruckend:
Flight Control hat es geschafft, durch ein extrem simples Spielprinzip, wunderbare Optik und suchterzeugende Online-Rankings ein Erfolgsspiel zu kreieren, was mehr als 1.000.000 Exemplare über den AppStore absetzen konnte. In den letzten Wochen sind etliche Klone herausgekommen, so dass es erfrischend ist, dass ein Entwickler nicht 1:1 das Flight Control-Prinzip übernimmt, sondern sich Gedanken um neue Spielweisen macht.
Nach dem ersten Start von DrawRace möchte man zuerst die Einstellungen besuchen und dort seinen Online-Namen sowie die nationalen oder weltweiten Ligen auswählen. Anschließend geht es zum ersten Kurs, der ein Tutorial darstellt. Schritt für Schritt wird man niedlich animiert in die (simple) Spielmechanik eingeführt.
Bei jeder Strecke muss zuerst gegen einen Computergegner gefahren werden. Besiegt man diesen erhält man einen Pokal und schaltet die Online-Rankings und weiteren Spielmodi, z.B. Time Trial, frei. Nettes Detail: Auf der Streckenübersicht wird bei jedem Track angezeigt, um wieviel besser man ist. “90%” gibt somit an, dass man besser ist als 90% der anderen Spieler. Das motiviert ungemein. Sobald vier der fünf Strecken mit einem Pokal abgeschlossen wurden wird die zweite der vier Seiten mit je fünf Strecken freigeschaltet - 20 Strecken gibt es insgesamt.
Nach dem Besiegen des Computergegners stehen drei Spielmodi zur Verfügung: Bei “Race against personal best” fährt man gegen seine eigene Bestzeit. Das Ergebnis kann jederzeit in die Online-Liga übertragen werden. Bei “Race against network opponent” wird ein Gegner der Liga ausgewählt, gegen den man fährt. Unklar ist mir, ob hierbei “live” gegen einen Gegner gefahren wird, oder gegen die zuvor hochgeladene Zeit und gezogene Linie. Ich vermute letzteres. Bei “Time Trial” fährt man offenbar auch gegen die eigene Bestzeit - einen Unterschied zum personal best-Modus konnte ich nicht entdecken.
Die Strecken sind ausgesprochen unterschiedlich gestaltet: Vom Drag Racing-Kurs über die klassische 8, Schlammkurse und stark verwinkelte Kurse ist alles dabei. Die Strecken verfügen auch über Schikanen und aufgetürmte Autoreifenstapel, die einen verlangsamen können. Je nach Kurs sind zwei, drei oder fünf Runden zu fahren. Die Linie ist somit bis zu fünf Mal komplett um den Kurs zu ziehen - ohne Abzusetzen.
Auch wenn das Spielprinzip simpel klingt liegt der Teufel natürlich im Detail: Wer vor der Kurve seinen Finger nicht langsamer bewegt - damit der Wagen bremst - wird unweigerlich aus der Kurve fliegen und wichtige Sekunden verlieren. Wer dagegen die Ideallinie- und Geschwindigkeit gefunden hat, sieht seinen Wagen präzise über den Kurs flitzen und um Kurven driften.
http://www.youtube.com/watch?v=TpWSzuClc1o
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