“You haven’t lived ‘till you’ve played this!”
~Myles Ulrich, eleven-year old son of Metallica’s Lars Ulrich
Im Karrieremodus spielt man sich durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade und schaltet weitere Songs frei. Der Karrieremodus bzw. das Freispielen scheinen recht willkürlich gewählt worden zu sein: Songs, die z.B. in Easy gesperrt sind, sind in härteren Schwierigkeitsgraden bereits spielbar. Im Arcade-Modus wird dagegen ein Battle simuliert und das Spiel bewirft einen z.B. mit Bomben.
Diese Kritik gilt glücklicherweise nicht für den Extreme-Modus. In diesem spielt man auf fünf Notenbahnen im Querformat. Endlich kommt Geschwindigkeit auf, die Kombinationen werden komplex und die Noten passen 100%ig zum Song! All Nightmare Long oder Fuel sind in diesem Modus eine Offenbahrung und die bis zu acht Minuten Länge pro Titel fordern den Fingern einiges ab. Leider lassen sich nur sieben der zehn Songs auf Extreme spielen, was bei fast allen Songs auch noch immer problemlos mit zwei Daumen funktioniert. Jenseits des Extreme-Modus gibt es nichts schwereres mehr in Metallica Revenge. So vermisse ich z.B. schmerzlich die Slides aus dem kürzlich erschienenem Rock Band (hier besprochen), bei dem durch gut zeitlich abgestimmte Wischbewegungen mehrere Noten getroffen werden müssen.
Für die Battles und Freunde-Verwaltung hatte ich im Review zu Tap Tap Revenge schon einiges Negatives geschrieben, was hier natürlich ebenfalls zutrifft. Es fehlt sogar die komplette dort vorhandene Accountverwaltung, was die Intransparenz des Tapulous-Netzwerks noch erhöht. Das führt zu einigen Merkwürdigkeiten: Sende ich in Metallica Revenge meine Songs als Battles heraus, so reagiert darauf Tap Tap Revenge 3, indem es mir einen Award verleiht, der sogar mit einem per Push Notification auf das Icon gesetztem roten Badge angezeigt wird - bei Tap Tap Revenge 3, nicht etwa bei Metallica Revenge. Da der Award nicht durch Tap Tap Revenge ausgelöst wurde, wird er dort zwar auf der Startseite angepriesen, nicht aber als Eintrag in den News. In der Award-Übersicht erscheint er dagegen wieder. Experience Points und Coins von TTR werden durch das Spielen von Metallica Revenge aber nicht beeinflusst.
Mit Metallica Revenge erhält man zum Preis von knapp vier Euro zehn Metallica-Songs, die in gewohnter Weise bespielt werden können. Das klingt zunächst gut, allerdings kosten zehn Songs im üppiger ausgestatteten Tap Tap Revenge gleich viel - inkl. Challenges, Avatar-Aufbau und Online-Multiplayer über Songräume. Die Songauswahl geht in Ordnung, ist aber mit zehn Songs, die auch nicht in allen Schwierigkeitsstufen spielbar sind, nicht wirklich umfangreich. In welcher Form die Songs aus Metallica Revenge nach dem Kauf in die Bibliothek von Tap Tap Revenge importiert werden können ist zudem noch unklar - nicht jeder möchte mehrere Icons für das im Grunde gleiche Spiel auf seinem Homescreen liegen lassen.http://www.youtube.com/watch?v=tcabru4fZZU