Einträge getaggt mit Instapaper

Vor 4 Monaten gepostet

Instapaper auf dem Kindle

Instapaper ist seit vielen Jahren mein Werkzeug der Wahl, um Online-Artikel für ein späteres Lesen zu merken und dann ohne Navigation und Werbung lesen zu können. Es ist in meinen Twitter-Client und RSS-Reader eingebunden, so dass ich bequem Artikel übergeben kann. Hinzu kommt ein Bookmarklet, welches für alle anderen Quellen hilfreich ist. Gelesen werden können die gemerkten Artikel anschließend auf instapaper.com oder mit den unterschiedlichen Clients wie der offiziellen App für das iPhone und iPad oder der inoffiziellen (ReadNow) für Mac OS X. Instapaper bietet allerdings auch eine Unterstützung des Amazon Kindles an.

Die Integration lässt sich auf der Kindle-Account-Seite von Instapaper aktivieren:

Als Ergebnis werden täglich um 7 Uhr morgens zehn Artikel an Amazon gesendet und auf den Kindle gepusht. Die Darstellung gleicht der von abonnierten Zeitungen:

Bilder sind enthalten und die Steuerung funktioniert wie gewohnt: Es kann seitenweise geblättert werden, mit den Pfeiltasten kann man zwischen Artikeln springen und ein Druck auf Mitteltaste geht zurück zur Rubrikansicht.

Wer sich gerade in einem WLAN befindet, der kann auch über Links am Artikelbeginn und -ende die Artikel archivieren oder mögen. Ebenso können alle Artikel dieser “Ausgabe” in einem Rutsch archiviert werden. Links werden dabei im experimentellen Browser des Kindle geöffnet. Genau wie beim iOS handelt es sich dabei um einen Webkit-Browser, der durchaus auch komplexere Seiten darstellen kann. Das Öffnen der Original-Webseiten ist damit am Kindle genauso möglich wie unter dem iOS. Sofern Wifi deaktiviert ist fragt der Kindle automatisch nach, ob es dafür aktiviert werden soll.

Daraus ergibt sich ein interessanter Workflow: Da ich um 6:30 aufstehe und kurz die RSS-Feeds durchgehe enthält die um 7:00 auf den Kindle gepushte “Ausgabe” alle soeben vermerkten Artikel. Jede neue Instapaper-Ausgabe ersetzt außerdem die vorherige - der Kindle wird also nicht zugemüllt (das Namensschema wurde leider geändert, sodass jetzt jede Ausgabe manuell gelöscht werden muss). Die Artikel kann ich dann bequem unterwegs lesen und auf Arbeit schnell noch alle Artikel archivieren.

Die Limitierung auf zehn Artikel sorgt außerdem für das Gefühl, nicht mehr eine unüberschaubare Bugwelle vor sich her zu schieben, sondern schaffbare zehn Artikel vor der Nase zu haben.