Einträge getaggt mit iPad

Vor 6 Monaten gepostet

iPad mini als Desktop

Gedankenexperiment: Wenn ich meine Anforderungen ignoriere und das iOS mit all seinen Apps und Multimedia- und Netzwerkfähigkeiten als gegeben betrachte, so wäre vermutlich ein iPad mini für meine Freundin ein brauchbarer Computer. Er wiegt um die 300 Gramm und kann somit auch mit einer Hand gut gehalten werden, kann Mail, Web, Facebook, YouTube, Fotos, dank Pages auch Textverarbeitung, sowie über unseren WLAN-Drucker auch drucken und Nachrichten per iMessage oder WhatsApp versenden. iCloud-Backup inklusive. Da sie weder spielt noch tonnenweise Videos oder Musik installieren würde, reicht die kleinste Variante aus. Idealerweise mit einer Hülle, in der eine Tastatur integriert ist.

Kosten somit:

  • iPad mini: 329 Euro
  • Hülle: 90 Euro
  • Insgesamt: 419 Euro

Das günstigste MacBook Air kostet 949 Euro; der günstigste Dell-Laptop 329 Euro.

Weshalb ich ihr das dennoch nicht empfehlen werde: Viele von ihr besuchte Webseiten verwenden noch immer Flash für Audio/Videowiedergabe oder gar die Navigation.

Dennoch ist der Gedanke, für 419 Euro einen Laptop mit Touch-Display ohne Linux-Gefrickel oder Windows-Virenhölle zu erhalten, interessant, zumal mit HDMI-Adapter und externem Display, also weiteren 200 Euro, daraus auch ein Desktop-Arbeitsplatz werden kann.

Weshalb das für mich nicht infrage kommt hatte ich im vorherigen Artikel geschrieben:

  • Ich kann am iPad nicht alles machen, was ich am Rechner mache und vieles erfordert umständlichere Arbeitsschritte.
  • Ich muss mich darauf verlassen können, dass ich auf allen Geräten den gleichen Datenbestand vorfinde. Ob die Applikationen über iCloud, Dropbox oder eigene Lösungen synchronisieren ist mir dabei egal, aber ein Sync ist zwingend. Für alle Apps. Und leider häufig genug noch nicht vorhanden.

Dennoch dürfte der Anwendungsfall vieler Leute mit der iPad-Kombination besser abgebildet werden, als mit der Windows-Möhre von Dell.

Vor 6 Monaten gepostet

iPad-Fazit: Nichts für mich

Nach mehr als zwei Jahren mit dem iPad ist mir klar: Es ist kein Gerät, für das Platz in meinem Leben ist. Die Erkenntnis kommt schleichend, denn als Early-Adopter mag ich Technik auch als Selbstzweck.

Ich trage genau zwei Geräte mit mir herum: Das iPhone und den Kindle. Das iPad ist ein drittes Gerät, welches aber nichts besser als das iPhone kann, sondern die Dinge nur größer darstellt. Das ist schön, aber mir zu wenig. Einen richtigen Rechner brauche ich dennoch. Das iPad mini wird an dieser Situation nichts ändern können, denn ein kleines iPad kann z.B. als Lesegerät nicht mit dem Kindle konkurrieren.

Das iPad ist bei mir das fünfte Rad am Wagen.

Das iPad ist an sich ein tolles Gerät. Es fühlt sich immer noch wie Zukunft an. Leider erfüllt es meine Erwartungen nicht. Ich mache privat an meinem iMac nicht viel - etwas RSS-Feeds, Mail, Web, iTunes, Blog-Posts schreiben, Tabellenkalkulation, Archvierung per Evernote. Alles keine großen Dinge, aber alles Dinge, die das iPad nicht zufriedenstellend lösen kann. Manche Web-Seiten funktionieren nicht richtig, für manche fehlen Plugins, Numbers ist nicht vollständig kompatibel mit dem Mac-Numbers, Fremdokumente in Evernote ablegen ist anstrengend und der Workflow, einen Screenshot zu drehen, verkleinern, bei Dropbox abzulegen und in einem Blogpost einzufügen ist schlicht die Hölle (auch mit Blogsy). Von Dingen wie RAW-Bilder der Kamera in Lightroom bearbeiten und dem von Apple erdachten iPhoto-Workflow ganz zu schweigen. Auch wunderbare Tablet-Dinge wie Handschrifterkennung in Verbindung mit einem dünnen (!) Stylus schlagen fehl.

Das iOS ist mir zu eingeschränkt, um richtige Rechnerarbeit damit machen zu können. Daran trägt alleine Apple Schuld, z.B. mit dem fehlenden Dokumentenpool, auf den alle Applikationen zugreifen können, der fehlenden und transparenten Einbindung von Netzwerk-Freigaben und natürlich der fehlenden Parallelität von Applikationen. Wie grandios wäre ein richtiger Fotoeditor, der die Bilder aus dem Netzwerk lädt. Das iPad-iPhoto wäre damit vielleicht endlich nutzbar, ohne ständig Dubletten von Bildern zu erzeugen und durch die Gegend zu synchronisieren.

Ein MacBook Air ist für mich vermutlich passender und wenn der iMac kaputt geht, wird das mein nächstes Gerät sein. Damit entfällt dann auch der einzige aktuelle Einsatzzweck des iPads: Notizen im Spanischunterricht tippen.

Vor 9 Monaten gepostet

Google Chrome für iOS

Ende Juni hat Google seinen Chrome-Browser für das iOS vorgestellt, als Universal-App für das iPhone und iPad. Aufgrund der iOS-Einschränkungen handelt es sich dabei letztlich nicht um einen Chrome-Browser, sondern um eine Chrome-Oberfläche, die sich um die Webview legt, die man auch aus etlichen anderen Apps kennt. Kann solch eine Konstruktion dennoch besser als der Safari sein?

Auf OS X hat es Apple mit Lion geschafft, mich von Safari zu Chrome zu bewegen. Auch mit 8GB RAM ist mein Safari derart langsam und verlangt derart viel RAM, dass ich mir lieber 12GB in den Rechner stecken würde. Mit Chrome (und den gleichen Extensions) gibt es dagegen keine Probleme. Mittlerweile verfügt Chrome über eingebaute Sync-Funktionen: Bookmarks, Extensions, Themes und Einstellungen synchronisieren sich leicht holprig zwischen den einzelnen Chrome-Installation meiner drei Macs. Eine Webkit-Schicht, die sich daran anschließt, klingt zunächst verlockend.

Chrome kommt auf dem iPhone mit einer sehr aufgeräumten Oberfläche daher. Zwei Buttons erlauben den Zugriff auf Lesezeichen und Tabs. Tabs können per Wischgeste vom Rand gewechselt werden, was sehr angenehm ist. Wer einen neuen Tab öffnet, der erhält eine weitere Leiste für den Zugriff auf häufig aufgerufene Seiten, Lesezeichen und auf anderen synchroniserten Geräten zuletzt geöffneten Seiten.

Die Lesezeichen unterscheiden zwischen mobilen Lesezeichen und Desktop-Lesezeichen, wobei letztere mit dem Desktop-Chrome synchronisieren. Die Omnibar für URL-Eingabe und Suche ist ebenfalls enthalten. Chrome kommt damit mit einer frischen, übersichtlichen und schnellen Oberfläche, gegen die Apples Mobile Safari wie ein durchgesessenes Sofa wirkt.

Leider kann sich Chrome aufgrund der iOS-Einschränkungen nicht als Standard-Browser registrieren. Er beherrscht allerdings URL-Schemata, mit denen ein Aufruf aus dem Launch Center für den Start des Browser oder eine Google-Suche möglich ist. Auch andere Applikationen können so Chrome direkt als externen Browser anspringen.

Bei allen positiven Dingen bleibt die Frage, inwiefern sich bei den iOS-Einschränkungen ein solcher “Fremdbrowser” anfühlt. Reeder, Sparrow, Tweetbot, Instapaper, Evernote und Instacast verwenden einen eingebetteten Browser, sodass sich hier nichts verändert - man verlässt die App schon jetzt nicht in Richtung Safari. Dank des Launch Centers sind auch der Start von Chrome und die Suche in Google schmerzfrei zu realisieren - die bisherigen Safari-Actions werden durch gleichartige Chrome-Actions ersetzt.

Nach etlichen Wochen der Nutzung ist mein Fazit ausgesprochen positiv: Chrome integriert sich durch die beschriebenen Möglichkeiten wunderbar und der Wechsel zu Chrome fällt trotz fehlender Betriebssystemunterstützung nicht auf. Die Erfahrung wird allerdings je nach den verwendeten Apps unterschiedlich sein. Wer z.B. die von Apple mitgelieferte Mail-Applikation und nicht Sparrow verwendet, landet bei jedem Klick auf einen Link wieder im Safari, da Apple keinen Browser eingebettet hat.

Vor 11 Monaten gepostet

Launch Center Pro

Das iOS basiert auf Apps: Wir starten die Kamera, um eine Foto zu schießen, Mail um Mails zu lesen, Tweetbot um einen Tweet zu schreiben oder Fahrinfo, um zu erfahren, wann der Bus kommt. Dabei möchten wir eigentlich nur die jeweiligen Aktionen ausführen. Die Beschränkungen des iOS zwingen uns aber, nicht in Aktionen, sondern in Apps zu denken.

Hier kommt das Launch Center in Spiel. Es handelt sich dabei nicht um einen Applikations-Launcher, sondern um einen URL-Launcher. Die URLs, die das Launch Center aufruft, werden von den auf dem iPhone installierten Apps zur Verfügung gestellt. So kann z.B. die Nachrichten-App mit einer leeren Nachricht an die Freundin geöffnet werden, Safari mit einer Suchanfrage, Instagram direkt mit der Kameraansicht oder Mail mit einer Mail an eine Person.

 

Neben solchen Aktionen lassen sich Gruppen definieren - Unterordner. Diese werden über einen Tipp geöffnet. Ohne loszulassen wischt man dann zur Aktion in diesem Unterordner. Das geht entsprechend zügig: Tippen und nach oben wischen öffnet bei mir z.B. eine Google-Suche. Das Launch Center kann hierbei unterstützend eingreifen und z.B. Eingabedialoge für Suchen einblenden, sodass man die unterschiedlichsten Suchbegriffe auf direkt im Launch Center eintippen kann.

 

Aufgrund von Einschränkungen des iOS kann das Launch Center nicht direkt Applikationen starten. Es ist auf die URL-Schemata angewiesen, die die installierten Apps anbieten. Unterstützt eine App keine solchen URL-Schemata, so kann das Launch Center mit ihr auch nichts machen. Glücklicherweise kommt es mit einer Liste von Applikationen und einem Assistenten, mit dem man die jeweiligen Aktionen einrichten kann.

 
Vor 11 Monaten gepostet

Externe iPad-Tastaturen - Ein Desaster

Mir ist klar, dass das iPad ein Touch-Gerät ist, aber muss die Unterstützung für externe Tastaturen ernsthaft so miserabel sein? Kein CMD-Tab zum Wechsel zwischen Programmen, kein CMD-L im Safari zum Aufrufen der URL-Leiste, keine Pfeiltasten zum Auswählen von Autocompletern z.B. der URL in Safari oder zum Scrollen in jeder App? Kein CMD-B um Text fett zu machen? Kein CMD-W zum Schließen von Fenstern in Multi-Document-Oberflächen wie dem Safari?! Keine Pfeiltasten zum Auswählen von Apps auf dem Homescreen? Überhaupt keine Blätter-Möglichkeit in Tweetbot oder die Möglichkeit, Tweets zu selektieren und dann per CMD-R zu Antworten oder ähnliches zu machen? Weshalb geben sich Apps wie Blogsy oder Pages, die explizit zum Verfassen von Texten gedacht sind, nicht wenigstens ein bisschen Mühe, irgendetwas mit der Tastatur anzustellen? In jeder App wird einem stattdessen großflächig ins Gesicht gekotzt und wenn alles abgeflossen ist bleiben miefige Buchstaben übrig: “Kauf dir ein MacBook Air - wir wollen deine Tastatur nicht!”

Aber immerhin: Texte kann man solide tippen, sich mit den Pfeiltasten im Text bewegen (inkl. Kombinationen mit CMD, CTRL und ALT) und die üblichen Emacs-Kürzel wie CTRL-K verwenden. Hätte ich kein iPad 1, sondern ein aktuelleres Modell, würde ich alleine dafür zu einer Hülle mit eingebauter Tastatur greifen.

Die miserable Unterstützung von externen Tastaturen durch die einzelnen Apps führt zum ständigen - meist unnötigen - Wechsel zwischen Tastatur und Touchscreen. Das ermüdet die Arme. Und zwar deutlich mehr, als wenn ich komplett auf einem leicht angewinkelten iPad schreiben würde. Durch die miserable Tastatur-Unterstützung wird das iPad damit genau zu dem Gerät, welches Apple nicht haben möchte.

Es wird spannend sein, in einigen Monaten die Ergebnisse von Microsoft zu sehen. Die Surface-Modelle kommen, genau wie das erste iPad, auf Wunsch mit Tastatur. Was bei Apple ursprünglich ein schwerer, kaum transportabler Klotz war, ist bei Microsoft in eine flache Ansteckhülle integriert. Ich bin gespannt, wieviele Tastatur-Möglichkeiten in den Apps überleben werden.

Vor 1 Jahr gepostet

Bloggen mit Blogsy

Ein Jahr ist meine Beschwerde über das eher umständliche Bloggen am iPad nun her. Und ziemlich genau ein Jahr nach meinem Artikel ist nun Blogsy mit einem Update erschienen, welches auch Tumblr unterstützt. Wie bloggt es sich denn so?

Kurz zu meiner bisherigen Vorgehensweise: Ich habe die Artikel in Writer vorgeschrieben. Da Writer zwischen iPhone, iPad und Mac per iCloud synchronisiert eignet es sich sehr gut für das Vorschreiben von Artikeln. Der Artikel wurde anschließend in die Web-Oberfläche von Tumblr kopiert und dort formatiert, evt. auch bebildert. Bilder kommen aus unterschiedlichen Quellen und werden mit Acorn skaliert, mit dem ImageOptimizer verkleinert und in einem Public Folder von Dropbox abgelegt. Die URL dieser Grafik kopiere ich dann im Tumblr-Editor ein.

Wie sieht das nun in Blogsy aus?

Blogsy verfügt über ein aufgeräumtes Interface mit einer Formatierungsleiste am oberen Rand und Mediencontainern auf der rechten Seite. Posts können offline erfasst und anschließend in den jeweiligen von der Blogplattform unterstützten Formaten hochgeladen werden. Je nach Plattform können Bilder ebenso gleich mitgeladen oder bei Picasa oder Flickr abgespeichert werden. Dropbox wird leider nicht unterstützt.

Die rechte Toolbar bietet einen Browser und damit kleine Hilfen, um z.B. Verlinkungen durchzuführen: Ein Wort muss markiert werden, anschließend kann eine URL aus dem Browser in den Bearbeitungsbereich gezogen werden - fertig.


Die Verwendung von Bildern ist bei meinem Dropbox-Setting leider kaum möglich: Auf dem iPad skaliere ich Bilder mit der Batch-Funktion von OneEdit, welches direkt nach Dropbox exportiert. Leider gibt es offenbar keine Möglichkeit, eine Bild-URL direkt in Blogsy einzufügen. Sobald man sich allerdings auf einen der unterstützten Bilderdienste einlässt ist alles kinderleicht: Mein OneEdit exportiert nach flickr. Über die flickr-Seitenleiste kann das so hochgeladene Bild bequem in Blogsy ausgewählt und an die passende Textstelle gezogen werden. Genau das hätte ich jetzt gerne noch für Dropbox, denn dort liegen die Bilder immer auch lokal auf dem Mac herum und kommen im Backup an.


Blogsy ist nicht Universal. Wer in Blogsy einen Artikel verfasst und gerade das iPad nicht zur Hand hat, der schaut in die Röhre. Die Vorarbeit in einem Multiplattformeditor wie dem erwähnten Writer bleibt somit Bestandteil meines Workflows. Immerhin: Auf dem iPad kann jetzt auch für Tumblr richtig gebloggt werden. Ich könnte mir außerdem vorstellen, dass Blogsy zusammen mit einer externen Tastatur und der Diktierfunktion richtig Spaß macht.

Vor 1 Jahr gepostet

Tablets als Rechner-Ersatz (erneut)

Auf meinem Schreibtisch steht ein großer iMac. Ich würde ihn gerne loswerden und durch ein iPad ersetzen. Mittlerweile gibt es ja für das iPad sehr schicke Hüllen, die daraus ein Notebook mit Tastatur machen. Mein Problem ist nur: Es geht nicht. Ich weiß nicht, wie eure private Rechnernutzung so aussieht, aber ich komme mit dem iPad auch drei Jahre nach seinem Erscheinen nicht weit:

Mail, Browser, Kalender, Kontakte, YouTube und Musik bzw. Videos sind dank der mitgelieferten Apps und Zusatzprogrammen wie EyeTV oder AirVideo kein Problem. RSS und all das, was ich schon früher erwähnt hatte, sind natürlich ebenso kein Problem.

Aber:

  • Der Browser kommt dummerweise schon ins Schleudern, wenn ich irgendwo ein Bild hochladen möchte. Geht schlicht nicht.
  • Blog-Artikel schreiben? Geht immer noch nicht. Blogsy ist seit einem Jahr draußen, aber Tumblr wird immer noch nicht unterstützt. Alternativen? Weiterhin keine. Und WYWISWG-Editoren direkt im Browser sind weiterhin ein Problem. (Nachtrag: Eine Blogsy-Version, die Tumblr unterstützt, wartet momentan bei Apple auf Freigabe ;))
  • Wie komplexe Websites generell. Wer in Tumblr seinen Quellcode ändern möchte, der landet in einem monströsen JS-Editor. Der auf dem iPad? Nein Danke!
  • Budget-Verwaltung mit Numbers? Geht nicht. Numbers auf dem iPad kann nicht einmal das, was Apple in der mitgelieferten Budget-Vorlage des Mac-Numbers verwendet hat. Und das auch noch unhandlicher.
  • Und natürlich Fotos. Meine RAW-Bilder bearbeite ich in Lightroom, exportiere sie dann nach iPhoto (für den Sync auf die iOS-Geräte) und behalte die Lightroom-Bibliothek, indem ich sie auf den Mac mini im Wohnzimmer kopiere, der auch die Backups macht. Keine Chance, das am iPad hinzubekommen. Und nein, auch das neue iPhoto macht aus dem iPad keine Grafikumgebung, die mehr als eine Notlösung ist.
  • Größtes Manko ist natürlich der anstrengende Workflow in einer Umgebung, in der immer nur eine Applikation aktiv sein kann. Copy/Paste? Schneller Wechsel zwischen Programmen? Verschiedene Dinge zwischen Browser und Evernote übertragen? Keine Chance.

Deshalb: Ich mag mein iPad weiterhin. Aber es ist dient, wenn überhaupt, nur dem Konsum von Dingen. Aber und an verwende ich den Browser oder starte RowMote, um den Mac Mini fernzusteuern. Oder spiele etwas. Oder schreibe Notizen. Mehr nicht.

Wer jetzt hier einen Anwendungsfall für Windows 8 sieht: Nein, ich möchte kein Windows verwenden. Ich bin seit 2002 auf dem Mac und auch davor hatte ich nur eine sehr kurze Windows-Phase. Windows entspricht nicht meinem Denken. Schon kurze Sitzungen mit Office erzwingen im Büro Schreiattacken. Deshalb würde für mich nur ein Windows 8-Tablet mit ausschließlicher Metro-Oberfläche infrage kommen. Und ob das die obigen Dinge besser oder schlechter hinbekommen wird, wird sich erst Monate oder Jahre nach seiner Veröffentlichung zeigen. Zumal die Zusammenarbeit zwischen Windows 8 und iOS - mein iPhone ist mein mobiles Hauptgerät - faktisch nicht möglich ist.

Vor 1 Jahr gepostet

iPhone-Spiele - Eine Erinnerung

Als 2008 der AppStore eröffnete, war das iPhone 3 aktuell. Seitdem gab es drei weitere iPhone-Modelle, bessere Prozessoren, eine bessere Grafikleistung, das Retina-Display, drei Betriebssystem-Aktualisierungen und natürlich das iPad - mittlerweile auch mit Retina-Display, welches eine höhere Auflösung als ein Full HD-Fernseher aufweist. In diesen wenigen Jahren haben sich deshalb auch die Spiele verändert. Ein kurzer, gänzlich subjektiver, Blick auf drei Genres:

Kart-Racer

Cro-Mag-Rally (2008):

Sonic & Sega All-Stars Racing (2011):

Rennsimulationen

GTS World Racing (2008):

Real Racing 2 (2010-2012):

Real Racing zeigt ebenfalls, wie vielseitig die Plattform mittlerweile geworden ist: Synchronisierung der Spielstände zwischen iPhone und iPad (zukünftig auch zwischen der Mac-Version), 720p-Streaming an einen Apple TV, 1080p-Streaming an einen HDMI-Fernseher, 4-Spieler-Split-Screen…

Kampfspiele

Kroll und Infinity Blade 2 trennen drei Jahre. Beides sind 1st-Class-Citizen und durften ihre Spiele in einer Apple-Keynote vorstellen. Die Unterschiede könnten nicht größer sein.

Kroll (2008):

Infinity Blade 2 (2011):


Blick über den Tellerrand: Im selben Zeitraum veröffentlichte Nintendo den Nintendo DSI und DSI XL, sowie 2011 die neue Konsole Nintendo 3DS. Sony warf für die PlayStation Portable die Aktualisierungen PSP-3000, PSP N-1000 und PSP-E1000 in den Ring, sowie ebenfalls 2011 die neue Konsole PlayStation Vita. Im Gegensatz zu Sony hat Nintendo seinen Nintendo DS aber stets mit relevanten Neuerungen wie einem größeren Display oder einen schnelleren Prozessor versorgt - nahezu im Jahrestakt. Die PlayStation Portable  blieb sieben Jahre nahezu unverändert.

Die Zukunft wird interessant: Der Portable-Markt sieht durch leistungsfähige Handys und günstige, sofort herunterladbare Spiele, im Jahre 2012 deutlich anders als als 2004. Zudem kommen die Hersteller von Android- und Windows Phone-SmartPhones im Wochentakt mit neuen Geräten und somit geänderter Hardware heraus. Apple beharrt weiterhin auf dem Jahrestakt, hat diesen allerdings durch die unterschiedlichen Erscheinungszeiträume von iPod Touch, iPhone und iPad im Grunde schon gedrittelt. Dass Sonys Vita hier 2013, wenn nicht schon 2012, abgehängt wird, ist abzusehen.

Hinzu kommt, dass Gelegenheits- oder Pausenfüller-Spieler keine leistungsfähige Hardware benötigen, um Angry Birds laufen zu lassen. Sony, aber auch Nintendo, sehen sich einer Flut von günstigen Android-Telefonen und 79 Cent-Spielen gegenüber. Die Gründe, sich für 250 Euro eine PlayStation Vita plus 30€-Speicherkarte plus 20€-Spiel zu kaufen, sind gering, wenn das Android-Smartphone für 100-150€ zu erstehen ist und man sowieso ein Smartphone haben möchte. Tragbare Spielkonsolen entwickeln sich damit zum Ballast, der zusätzlich zu transportieren ist. Und aufzuladen: Denn die Zeiten, wo ein Nintendo DS problemlos 14 Stunden durchgehalten hat sind leider vorbei. Nintendo 3DS und PlayStation Vita “glänzen” mit maximal fünf Stunden Spielzeit und bewegen sich damit in dem Rahmen, den auch ein Smartphone mit einem 3D-Spiel hinbekommt. Für eine mobile Spielkonsole ist das allerdings inakzeptabel.

Es wird bei mir der Eindruck erweckt, dass Nintendo und Sony den Kampf um mobile Konsolen bereits aufgegeben haben und sich auf häusliche Hardcore-Gamer beschränken, die gerne ein Gerät mit Playstation 3-Grafik in der Hand halten möchten, stets an der Steckdose hängen und die klassischen 50h+-Spiele spielen möchten. Dummerweise greift Apple aber auch immer deutlicher hier an: Wer zu seinem iPad oder iPhone noch 50€ für den HDMI-Adapter ausgibt, der kann sich auf seine Couch setzen und jedes Spiel auf dem TV ausgeben lassen. Wenn es das Spiel speziell unterstützt, wird das Gerät der Controller für das, was auf dem Fernseher sichtbar ist. Real Racing 2 oder die Pinball-Serien von Gameprom handhaben dies z.B. so. Der Platz für Nintendo und Sony wird damit immer enger.

Vor 1 Jahr gepostet

Gelöste Probleme auf dem iPhone

In Anlehnung an diesen Tweet sind mir wieder einmal all die Apps ins Auge gesprungen, die ich seit langer Zeit (teils Jahre) auf dem iPhone verwende, weil sie ihre Arbeit so gut machen:

  • Apps vormerken: AppShopper (seit September 2010)
  • Budgetverwaltung: Spend (seit Juli 2008)
  • Einkaufslisten: Groceries (seit Mai 2009)
  • Fahrplan: Fahrinfo Berlin und DB Navigator (seit Dezember 2009)
  • Fahrradcomputer: B.iCycle (seit Februar 2010)
  • Fernprogrammierung des Fernsehers: EyeTV (seit September 2009)
  • Gewicht messen: FatWatch (seit Juli 2008)
  • iTunes-Fernsteuerung: Remote (seit Juli 2008)
  • last.fm-Scrobbler: CloudScrob (seit Dezember 2011)
  • Netzwerkfestplatte: Dropbox (seit Dezember 2009)
  • Passwortverwaltung: 1Password (seit Juli 2008)
  • Rechner-Fernsteuerung: Rowmote (seit September 2010)
  • RSS: Reeder (seit Januar 2010)
  • Social Networks protokollieren: Momento (seit Januar 2010)
  • Twitter: TweetBot (seit April 2011)
  • Vokabeltrainer: iVocabulary (seit Februar 2011)
  • Webseiten werbebefreit lesen: Instapaper (seit Juli 2008)
  • Wiederkehrende Aufgaben verwalten: Daily Deeds (seit Februar 2011)
  • Wikipedia (iPad): Wikipanion (seit April 2010)
  • Wikipedia (iPhone): Articles (seit März 2010)
  • Zwischenablage zwischen iOS/OS X kopieren: Pastebot (seit November 2010)

Außerdem habe ich mittlerweile mit dem iPhone meinen “Langeweile-Punkt” überschritten: Genau wie der Mac langweilt mich das iPhone, denn es funktioniert tagein tagaus und ich habe das Set an Applikationen, welches ich jeden Tag benötige. Mein iPhone ähnelt somit einem gut eingesessenen Sessel.

Vor 1 Jahr gepostet

Dem Kindle friert’s - Über Betriebstemperaturen

Apple bzw. Amazon geben folgende Betriebstemperaturen für ihre Geräte an:

  • iPhone: 0° to 35° C
  • iPad: 0° to 35° C
  • Kindle: 0° to 35° C
  • Fire: 0° to 35° C

Nun, bislang habe ich das schlicht ignoriert. Das iPad verwende ich in eher häuslichen Umgebungen, während das iPhone stets in der Hosentasche beschützend warm gehalten wird und auch Temperaturen jenseits der 40° wie in Nevada hat das iPhone nicht interessiert.

Der Kindle ist nun das erste Gerät, bei dem ich tatsächlich merke, wenn ihm zu kalt wird: Das Display wird langsamer. Träge. Geradezu schläfrig. Und wenn ich Artikeln wie diesem hier Glauben schenken darf, geht der Kindle bzw. sein eInk-Display dann auch einfach kaputt.

0° to 35° C ist für mobile technische Geräte eine absurde Temperaturspanne. Jeder kann sich ausrechnen, dass man die Geräte in Deutschland weite Teile des Winters über jenseits der Spezifikation betreibt und gewisse Teile der USA und Afrika sollte man ebenso tunlichst nicht bereisen. Dass der Kindle nun zudem ein Gerät ist, dem man sein Leid anmerkt, verbessert die Situation nicht gerade. Glücklicherweise ist der diesjährige Winter (noch) ausgesprochen mild.

Über Betriebstemperaturen von Büchern muss ich sicherlich nichts schreiben.