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Syncthing ermöglicht die Synchronisierung von Dateien und Ordnern im lokalen Netzwerk ohne Cloud. Mein Anwendungsfall ist die over-the-air-Synchronisierung von Musik und Konfigurationen zu meinem Music Player, ohne dass auf diesem irgendwelche Login-Daten gespeichert sind.

Synthing bietet nach der Installation ein vergleichsweise kryptisches Web-Interface, an das man sich aber schnell gewöhnt.

Bei der Einrichtung neu zu synchronisierender Ordner erfragt ein Assistent die erforderlichen Informationen. Relevant sind vor allem der lokale Pfad mit den zu synchronisierenden Daten, die Art der Synchronisierung (nur senden, nur empfangen oder beides), sowie ob bestimmte Dateien ignoriert werden sollen. Hier empfiehlt es sich, den umfangreichen Müll von macOS auszuschließen.

Konfigurierter Ordner in syncthing

Konfigurierte Ignoriermuster:

(?d).DS_Store
(?d)Icon?
(?d).DocumentRevisions-V100
(?d).fseventsd
(?d).Spotlight-V100
(?d).TemporaryItems
(?d).Trashes
(?d).VolumeIcon.icns
(?d).apdisk
(?d)._*
(?d).localized
plaintext

Unter Android wird die Konfiguration vergleichbar durchgeführt: Neuen Ordner einrichten, lokalen Zielordner auswählen, Sync-Richtung einstellen, Ignoriermuster hinzufügen und – wichtig! – dieselbe Ordnerkennung eintragen wie auf dem ersten Rechner. Nur anhand dieser Ordnerkennung wird ermittelt, dass es sich um denselben Ordner handelt und nur dann funktioniert die Synchronisierung!

Syncthing unter Android mit Ordnerkonfiguration

Falls sich die beiden Geräte nicht automatisch gegenseitig erkennen, können sie jeweils unter “Devices” manuell hinzugefügt werden, indem die ID des jeweils anderen Geräts hinterlegt wird.

Aktiviert man anschließend beim Ordner das jeweils andere Gerät ist die Konfiguration abgeschlossen und beide Geräte synchronisieren sich nun miteinander.