Beim Überfliegen der Kommentare eines ZEIT-Artikels ↗ habe ich begonnen, mir Gedanken um die finanziellen Kosten des Medienkonsums zu machen:
- CD damals (damit meine ich vor grob 20 Jahren): 30DM, das wären 11,37€ unter Berücksichtigung der historischen Inflation seit 1995
- Album heute: 10-13€
- Spotify heute pro Monat: 10€
- GEZ damals: 23,80DM, also 9,02€ pro Monat
- Heute: 17,98€ pro Monat
- Kabelanschluss damals (Telekom): 22,50DM, also 8,52€ pro Monat
- Heute (Kabel Deutschland Basis HD): 18,99€ pro Monat
- Heute (Netflix): 9,99€ pro Monat (zzgl. Internetanschluss)
- Heute (Amazon Prime): 1,66€ pro Monat (nur Video-Anteil, zzgl. Internetanschluss)
Früher habe ich vielleicht sieben Alben pro Jahr gekauft (knapp 80€), was zusammen mit der Rundfunkgebühr und dem Kabelanschluss knapp 290€ pro Jahr macht. Heute wären das 534,88€ (Alben + GEZ + Kabel).
Allerdings geschah in der Zwischenzeit etwas namens “Internet”, dessen Dienste ich nutze, somit sind es 355,64€ (Spotify + GEZ + Amazon). Über Spotify habe ich natürlich Zugriff auf mehr Musik als nur sieben Alben, in der Rundfunkgebühr sind mittlerweile HD-Kanäle enthalten inkl. Live-Streaming des HD-TV-Signals, ohne dass ich einen TV-Kabelanschluss benötigen würde. Und Serien und Filme liefert Amazon für einen unschlagbaren Preis ins Haus. Internet sei Dank.
Folglich:
- Damals 290€ für einige CDs und Kabelfernsehen
- Heute für einige CDs und Kabelfernsehen: 535€
- Heute mit Internetstreaming: 356€, zzgl. Internet
Apropos Internet: Das kostet mich heute 25€ im Monat für 32MBit. Im Jahr 2002 war ich glücklicher Nutzer eines surftime 90-Tarifs für 39,95€ (also 32,77€). Die “90” stand nicht etwa für 90Mbit, sondern für 90 Stunden. Einwahl per Modem ↗ bei Bedarf. Die Älteren werden sich erinnern. Der Preis ist folglich bei stark verbesserter Angebotsleistung gesunken.
(3) würde mit Einrechnung der Internetkosten bei 656€ landen. 120€ Mehrkosten im Vergleich zu (2), die ich gerne zahle.
Weshalb allerdings zwischen (1) und (2) bei nahezu gleicher Leistung 245€ liegen müssen wird wohl ein Geheimnis bleiben.