• Die Presse und das iPad: Wie liest es sich am Besten?

    vor 3 Monaten Feature von Lakeshore 2 Kommentare

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    Heute gibt es ausnahmsweise einen Nicht-Spiele-Artikel.

    Geradezu euphorisch hat die Presse auf das iPad reagiert und es soll nichts geringeres einläuten als die Rettung der Buch- und Verlagsbranche. Das ist umso bemerkenswerter, sind doch eine Vielzahl derer Probleme hausgemacht, wie das fehlende Micropayment auf Webseiten, Artikel mit Informationen von gestern, nachgeplapperte Tickermeldungen oder schlicht schlecht oder gar nicht recherchierte Artikel. Das iPad soll nun immerhin den Inhalt vom Totholzmedium entbinden und somit einer neuen Generation schmackhaft machen. Das darf als kleiner Sinneswandel aufgefasst werden, denn bislang wurde sich immer zwanghaft am Medium und nicht am Inhalt festgeklammert.

    Mit dem Erscheinen des iPads fängt allerdings die Arbeit für die Verlage und Redaktionen erst an. Eine App möchte entwickelt werden, Einzelpreis- oder Abomodelle müssen angepasst werden und der Inhalt muss aufbereitet werden. Da ich das iPad als Lesemedium verwenden möchte lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Projekte der deutschen Medienbranche. Viel ist dort noch nicht zu sehen, aber die einzelnen Ansätze könnten nicht unterschiedlicher sein.

    taz

    Die taz verfolgt einen minimalistischen Ansatz: Im iBookstore von Apple wird die tagesaktuelle Ausgabe als ePub-Datei veröffentlicht (die taz bietet generell ein ePub-Abo an). Das ePub enthält sämtliche Artikel direkt untereinander, wie es in einer derartigen Buchform kaum anders möglich ist. Ein Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches listet die Ressorts auf, ein Inhaltsverzeichnis am Ende alle Artikel mit ihrer Überschrift. Der Wechsel zwischen Ressorts und Artikeln ist damit möglich, wenn auch nicht bequem (man muss erst das Ressort Inhaltsverzeichnis auswählen und dann den dort verlinkten Artikel). Jedes Ressort wird mit einem Scan der Zeitungsseite eingeführt, gefolgt von den einzelnen Artikel als Buchtext.

    Jede Ausgabe ist gut lesbar, was vor allem an der iBooks-App von Apple liegt: Eine Ausgabe kann auf iPhone und iPad geladen werden, beide Geräte synchronisieren Lesezeichen, Notizen und Markierungen und die Darstellung lässt sich anpassen: Schriftart, Zeichengröße und Kontrastverhältnis sind konfigurierbar und ein Lesen im Hoch- oder Querformat ist möglich, genauso wie das Suchen innerhalb des Ausgabe.

    Der Ansatz, eine Zeitung als Buch anzubieten, ist interessant, aber leider nur ein Kompromiss. Die Artikel sind gut lesbar, aber jegliche Übersicht und Priorisierung, die Zeitungen über ihr Layout erzeugen, geht verloren.

    Update: Die taz hat den Vertrieb des ePubs über den iBookstore eingestellt. Stattdessen lässt sich das ePub von der Website herunterladen (wie auch PDF oder MobiPocket). Mittels iCab kann dies vollständig auf dem iPad durchgeführt werden: Der Browser kann Dateien herunterladen und an andere Apps übergeben. Die ePub-Datei kann so z.B. bequem heruntergeladen und an das kostenlose Stanza übergeben werden.

    iKiosk (BILD, Welt und andere)

    Der Axel Springer-Verlag betreibt Minimalaufwand und stellt, vereint unter der iKiosk-App, etliche Zeitungen wie die Welt Kompakt und BILD als PDF-Downloads im Abo bereit (vier Wochen sind zunächst frei, es gibt keine automatische Verlängerung).

    Was zunächst erschreckend klingt, klappt zumindest für die Springer-Zeitungen, die man eh nicht liest, sondern nur überfliegt, ziemlich gut: Per Swipe-Bewegung blättert man sich durch die Welt Kompakt und sieht stets die gesamte Seite vor sich (inklusive Anzeigen). Ein Doppeltap oder die Spreiz-Geste zoomen hinein. Dank der Prozessorleistung des iPads klappt das verblüffend schnell, so dass hier eine gute Navigation zwischen den Seiten und ein effizientes Lesen möglich ist. Anstrengend wird es bei umfangreicheren Blättern wie der Welt, bei der man sich eine separate Artikelansicht wünscht: Das ständige Scrollen in den Zeitungsspalten stört. Ebenfalls ein No-Go: Die App merkt sich weder, welche Zeitung man geöffnet hatte, noch an welcher Position. Somit startet man immer wieder bei null.

    PressReader (Tagesspiegel und andere)

    Der PressReader verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die iKiosk-Applikationen, vereint allerdings Zeitungen der gesamten Welt in einer App. Die Einzelausgaben lassen sich in der App kaufen, wobei sieben Zeitungen kostenlos enthalten sind (frei wählbar). Aus dem deutschsprachigen Raum dürfte vor allem der Tagesspiegel interessant sein.

    Die Darstellung entspricht zunächst der iKiosk-App: PDFs werden seitenweise angezeigt, man kann blättern und zoomen. Nahezu jede Überschrift kann angeklickt werden und anschließend erscheint der Text in einem separaten Fenster. Was zunächst wie eine Erleichterung wirkt, wirkt allerdings eher schlecht durchdacht, denn Artikel werden in diesem Fensterchen mal einspaltig und mal zweispaltig dargestellt. Gerade die zweispaltige Darstellung sorgt erneut für wildes Scrollen, so dass man auch gleich das PDF-Original lesen kann.

    Die aktuelle Leseposition jeder Zeitung wird gespeichert, allerdings startet die App jedes Mal in der Zeitungsliste, man muss somit erneut die Zeitung auswählen, um zum vorherigen Lesepunkt zurück zu kommen.

    Als gelungenes Extra können alle Artikel, auch deutschsprachige, gut und verständlich vorgelesen werden. Für Leser mit Sehschwächen ist der PressReader somit eine gute Wahl.

    brand eins

    Als monatlich erscheinende Zeitschrift konnte die brand eins schon immer durch ein sehr ruhiges, aufgeräumtes Layout überzeugen. Die iPad-App folgt diesem Ansatz: Pro Ausgabe wird ein scrollbares Inhaltsverzeichnis angezeigt und per Antippen öffnet sich der Artikel entweder im Hochformat (Vollansicht einer A4-Seite mit kleiner Schrift) oder im Querformat (halbe Ansicht einer A4-Seite mit gut lesbarer Schrift). Ein separater Lesemodus kann zusätzlich aktiviert werden, der den Text in größerer und serifenloser Schrift ohne Spaltigkeit darstellt. Eine Suche, eine Zitat-Senden-Funktion im Lesemodus, das ständig zugängliche Inhaltsverzeichnis und eine Lesezeichenfunktion runden die App ab.

    Leider fehlt ein essentielles Feature: Die App merkt sich nicht, wo man zuletzt war und startet immer in der Magazinauswahl. Über Lesezeichen lässt sich das zwar umgehen, aber auch diese sind nach einem Neustart nur schwer aufzurufen: Magazin auswählen, Artikel öffnen, Lesezeichen öffnen, zu Lesezeichen wechseln und dann das Lesezeichen antippen. Hier ist dringend Nachholbedarf vorhanden (an einem entsprechenden Update wird momentan gearbeitet), ansonsten entspricht diese App weitestgehend dem, was ich von der brand eins erwartet und erhofft hatte.

    Der Spiegel

    Der Spiegel eReader konnte mich auf dem iPhone nur mäßig überzeugen. Auf einem solch kleinen Display war die Spiegel-typische Serifenschrift nur schwer lesbar. Auf dem iPad ist dies gänzlich anders: Der Spiegel liefert eine derart ideale App ab, dass ich mich tatsächlich nur daran stören kann, dass die Animation beim Zurückblättern falsch herum abläuft und iPhone- und iPad-App die Seitenpositionen nicht synchronisieren.

    In der App lassen sich einzelne, auch zurückliegende, Ausgaben des gedruckten Spiegels kaufen. Erforderlich ist ein direkt in der App einrichtbarer Account bei Spiegel, an den die Käufe (die regulär über die AppStore abgerechnet werten) protokolliert werden. Es lassen sich somit auch andere Geräte an den Spiegel-Account binden und somit das gekaufte Magazin z.B. auf dem iPad und iPhone lesen (ob auch unterschiedliche iTunes-Accounts denselben Spiegel-Account verwenden können und sich somit eine Gruppe von Freunden das Kaufen der Ausgaben teilen können habe ich nicht getestet, aber es klingt zumindest technisch möglich).

    Nach Auswahl einer Ausgabe öffnet sich eine recht unübersichtliche Übersicht der Top-Artikel, aber auch ein reguläres Inhaltsverzeichnis ist vorhanden. Artikel können im Hoch- oder Querformat, in unterschiedlichen Schriftartgrößen und mit unterschiedlicher Helligkeit gelesen werden. Positiv fällt auf, dass Artikel stets die vorhandene Bildschirmfläche ausnutzen und entweder dreispaltig oder zweispaltig präsentiert werden – Scrollen entfällt hiermit völlig.

    Beeindruckt hat mich, dass die App sehr praxisnah am Lesebedürfnis ausgerichtet ist. So gelangt man stets bequem an das Inhaltsverzeichnis, verliert nie den Überblick über die noch zu lesenden Seiten des Artikels, kann zwischen Artikeln wechseln, Zusatzinformationen von Spiegel Online abrufen und landet bei einem Neustart der App auf der Seite, die man zuletzt geöffnet hatte. So macht das Lesen Spaß. Neben den oben erwähnten Kleinigkeiten fehlt jetzt nur noch eine Suchfunktionen. Auch die Zitate-Senden-Funktion der brand eins-App würde hier noch gut passen.

    Fazit

    Die Presselandschaft präsentiert sich auf dem iPad noch sehr heterogen. Auffällig ist zunächst die Sammlung verschiedener Zeitungen unter einer App. Dahinter liegt selbstverständlich nicht der technische Gedanke, die Anzahl der Icons zu verringern, sondern die Sammlung der Erzeugnisse eines Verlages unter einer App. Aber genau wie beim Fernsehen, wo ich bestimmte Sendungen und nicht bestimmte Sender schaue, denke ich beim Kauf z.B. der ZEIT nicht darüber nach, aus welchem Verlag diese stammt, um dann das entsprechende Regal aufzusuchen, sondern suche schlicht die ZEIT dort, wo andere dicke Zeitungen liegen.

    Auf dem iPad muss man daran denken, dass sich die gedruckte Welt hinter iKiosk verbirgt, die taz unter iBooks liegt, der tagesspiegel unter PressReader und darf natürlich auch nicht den Fehler begehen, die Welt HD zu öffnen, hinter der sich etwas gänzlich anderes verbirgt, als die Print-Ausgabe der Welt. Kundenfreundlich ist das alles noch nicht, aber immerhin deutlich besser als das DRM-Chaos anderer Plattformen.

    Die Ansätze der einzelnen Apps könnten nicht unterschiedlicher sein: Vom eBook über PDFs hin zu eigenen Apps ist alles enthalten. Der Spiegel legt hier gut vor. Es ist klar erkennbar, welche Anbieter in dieser Plattform eine gute Möglichkeit sehen, ihre Einnahmen zu erhöhen und welche Anbieter sehr unsicher sind und erst einmal nur den großen Zeh in das kalte Wasser stecken möchten. Spiegel und brand eins haben mich zumindest als neuen und regelmäßigeren Leser gewonnen, als es die gedruckten Varianten bislang vermochten.

    Bedauerlich ist, wie wenige Magazine sich bislang getraut haben, entweder fertige Produkte oder Ankündigungen herauszugeben. Wired, Time und Vogue gäbe es noch. Ansonsten liegt wenig konkretes vor. Wo bleiben die ZEIT, wo die Neon, wo bleiben sämtliche Spielemagazine und weshalb scheint die gesamte Jugendkulturbranche Apples Geräte zu ignorieren? Für mich, aus Kundenperspektive, ist die Antwort simpel: Weil sie mein Geld nicht möchten. Denn gedruckte Ware lese ich zwar gerne, aber selten. Sie hält sich an Orten auf, an denen ich nicht bin – im Gegensatz zu iPhone und iPad. Und wer sich nicht auf dem iPad oder iPhone aufhalten möchte, der geht demzufolge leer aus. Drei Millionen iPad-Kunden warten als Zielgruppe, die kaufbereit ist: Das Wired-Magazin konnte binnen der ersten drei Wochen 90.000 Magazine über Apples Plattform absetzen – mehr als am herkömmlichen Kiosk.

    Das iPad als Lesegerät

    Um eine weitere Frage habe ich mich bislang gedrückt: Taugt das iPad eigentlich als Lesegerät? Bedingt. In geschlossenen Räumen klappt es vorzüglich, in der Öffentlichkeit ist es kritisch. Schon Leseversuche in der Berliner S-Bahn zeigen, dass das Gerät kaum größer sein dürfte, da ansonsten die Deckenbeleuchtung auf der unsäglichen Glasscheibe reflektieren würde, mit denen Apple so gerne die Nutzungsmöglichkeit ihrer Hardware einschränkt. Die Helligkeit kann glücklicherweise reguliert werden, so dass man mit maximaler Helligkeit des iPads und der manuellen Regulierbarkeit in den Reader hier gut auf schnell wechselnde Lichtverhältnisse reagieren kann. Die im Vergleich zu allen iPhones und selbstredend “richtigen” eBook-Readern wie dem Kindle niedrige Auflösung fällt zum Glück kaum ins Gewicht, da sich eher größere Schriften für das Lesen empfehlen. Je kleiner die Schrift ist, desto stärker fallen nämlich Lichtquellen oder schimmernde Fingerabdrücke störend auf. Insgesamt klappt es gut genug.

    Die Probleme mit der Spiegelung verringern allerdings nicht nur den Nutzen des iPads als Lesegerät, sondern natürlich auch als Gerät an sich. Denn wenn ich weder den Flippertisch noch den Film erkennen kann, da die Sonne auf das Display scheint oder eine Deckenlampe den halben Bildschirm bedeckt, ist das schlicht untragbar. Apple täte gut daran, die gesamte Produktpalette, die vor dem Glossy-Bildschirm noch eine Glasplatte besitzt, mit einer Antireflexbeschichtung auszustatten.

    vor 3 Monaten Feature von Lakeshore 2 Kommentare
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  • Ersteindruck: Spiele auf dem iPad

    vor 3 Monaten Feature von Lakeshore 0 Kommentare

    Nach nunmehr fünf Tagen mit dem iPad vage ich ein Fazit: Für mich ist es die ultimative Spielmaschine. Hat das iPhone meinen DS verdrängt, so scheint das iPad nun das iPhone zu verdrängen. Größere Spielfläche, bessere Bedienbarkeit, besserer Klang und die höhere Prozessorgeschwindigkeit (das iPad ist insgesamt noch immer schneller als das iPhone 4) sorgen für lebendigere Spiele und eine viel stärkeres Gefühl, “im” Spiel zu sein. Für mich vor allem verblüffend: Gerade Rennspiele mit Accelerometer-Steuerung profitieren vom iPad.

    Mit knapp 700 Gramm ist das iPad nicht eben ein Leichtgewicht. Es liegt zwar weit unter einem Hardcover-Buch, aber es beständig in der Hand zu halten und damit zu lenken konnte ich mir nicht vorstellen. Bis ich es selbst in der Hand hielt: Die 700 Gramm wirken geradezu leicht. Durch Aluminium und Glas fühlt man einen sehr wertigen, soliden Klotz in der Hand -- kein Vergleich zum Plastik des iPhone 3GS. Das Lenken mit dem iPad fühlt sich dadurch deutlich realistischer an als mit dem iPhone. Hinzu kommt selbstverständlich das größere Display, welches einen stärker in das Spiel hinein zieht. Den Hauptunterschied zum iPhone macht aber der eingebaute Lautsprecher: Mit den Bässen bebt das gesamte Gerät und wenn in Real Racing die Motoren anfangen zu Röhren und bei steigender Geschwindigkeit die Lautstärke und das turbinenähnliche Pfeifen zunehmen, bebt das iPad immer intensiver mit. Eine beeindruckende Erfahrung, mit der ich nicht gerechnet hatte!

    Auch iPhone-Spiele wie Jet Car Stunts profitieren davon und machen deutlich mehr Spaß als am kleinen Bruder. Dass man Rennspiele aber auch versauen kann beweist (fast erwartungsgemäß) Gameloft: Asphalt 5 HD ruckelt derart stark, dass man mit der hochskalierten iPhone-Version mehr Freude hat und Shrek Kart HD steuert sich auch in der iPad-Variante nur ausgesprochen behäbig, so dass Real Racing HD hier die klare Empfehlung ist.

    Die meisten iPhone-Spiele funktionieren überraschend gut auf dem iPad, solange die Steuerung nicht an den unteren Bildschirmrand geklebt wurde. Jet Car Stunts funktioniert somit, Giana Sisters leider gar nicht.

    Da es beim iPad deutlich mehr Haltevariationen gibt als beim iPhone sind die Spiele deutliche Gewinner, bei denen man die Steuerungselemente anpassen kann. Aber das muss sich noch herumsprechen: Shrek Kart HD platziert z.B. alles recht weit unten, was unbequem ist, wenn man das iPad in der unteren Hälfte hält (der Daumen ist dann auf Höhe des Home-Buttons). Bei Asphalt 5 HD lässt sich dagegen alles frei positionieren -- das Spielen geht entsprechend entspannt vor sich. Viele iPhone-Spiele würden problemlos und meist besser auf dem iPad funktionieren, wenn die Entwickler eine Konfigurierbarkeit der Oberfläche vorsehen würde. Hier muss noch Erfahrung gesammelt werden. Auch beim iPhone hat es teils über ein Jahr gedauert, bis sich Steuerungsstandards gefestigt hatten.

    Der Wechsel von Spielen vom iPhone zum iPad oder das parallele Spielen auf dem iPhone und iPad wirft zunächst Fragen nach der Spielstandübertragung auf. Leider unterstützen die wenigstens Spiele Online-Profile und das Fortsetzen von Spielen auf den jeweils anderen Geräten. Einzig ngmoco:) kann hier durch das Plus+-Netwerk mit We Rule und Godfinger Punkten. Firemint unterstützt in Cloudcell dieses Feature nicht, so dass man seine Karriere auf dem iPad erneut beginnen muss. Bei OpenFeint sieht es nach Kraut und Rüben aus: Manche Spiele versuchen, auf der Basis von Achievements und Highscore-Einträgen Spielstände wiederherzustellen, eine wirkliche Synchronisierung verschiedener Endgeräte ist aber nicht durchgängig vorhanden. Und einzig und alleine Baphomets Fluch bietet den Spielstand als separat sicherbare Datei in iTunes an (ein iPad oder iPhone mit iOS 4 vorausgesetzt). Hiermit ist somit die manuelle Spielstandsübertragung möglich.

    Insgesamt gibt es hier durchaus noch Raum für Verbesserungen. ngmoco:) zeigt mit Plus+, wie solch eine Funktionalität transparent implementiert werden kann. Auch Applikationen anderer Anbieter können ihren Spielstand über Plus+ synchronisieren. Warpgate geht z.B. einen Mittelweg: Der Spielstand wird nicht automatisch online gespeichert (somit ist auch ein Spielen ohne Netzzugang möglich), kann aber auf Wunsch des Spielers herunter- oder hochgeladen werden.

    Somit bleibt für mich als Fazit: Das iPad ist ein beeindruckendes Gerät, welches durch seine Software und weniger durch seine Hardware lebt. Mit jedem gestartetem Programm verwandelt sich das iPad in ein großes Fenster, durch welches man auf dieses Programm blickt. das Betriebssystem und die Hardware verschwinden aus der Betrachtung. Umso wichtiger ist, dass die Software ausgereift ist. Die ersten iPad-Spiele machen hierbei viel Hoffnung. Auf meinem iPhone finden sich nunmehr nur noch fünf Spiele. Tendenz sinkend.

    vor 3 Monaten Feature von Lakeshore 0 Kommentare
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  • Slayer Pinball Rocks

    vor 3 Monaten Angespielt von Lakeshore 6 Kommentare

    Wer bereits bei Metallica Revenge sein iPhone erschrocken zu Boden geschleudert hat, der dürfte mit Gameproms viertem Flippertisch noch weniger glücklich werden, denn aus dem kuscheligen “Hard Rock Pinball” wurde zusammen mit Sony “Slayer Pinball Rocks” (Universal-App für iPhone und iPad für 2,39€ [AppStore]).

    Nach bekannt werden des neuen Titels formulierte ich einige Anforderungen: Blutig rotes Thema, viele Totenköpfe, schrammelnde Hintergrundmusik und viel Action. Slayer Pinball erfüllt diese Anforderungen auf dem iPad perfekt, auf dem iPhone wirkt der Tisch aber überfüllt. So gibt es als Gitarrenläufe getarnte Rampen, Tunnel in beliebige Richtungen, Stage-Beleuchtung, viele Totenköpfe, eine Drehscheibe, eine Plinko-Variante und auch ein Minispiel, bei dem man zur Musik mittippen soll. Gameprom-Standards wie eine stetige Spielspeicherung sind natürlich ebenfalls vorhanden.

    Slayer Pinball macht auf dem iPad einen guten und auf dem iPhone einen etwas überladenen Eindruck. Auch sind die (gebrüllten) Voice-Overs etwas zu laut (die Lautstärke lässt sich leider nicht separat steuern). Wer mit der Musik nichts anfangen kann, sollte um diesen Tisch einen großen Bogen machen. Allen anderen sei zunächst ein Blick auf folgendes Video empfohlen:

    vor 3 Monaten Angespielt von Lakeshore 6 Kommentare
    VN:F [1.7.9_1023]
    Wie findest du das Spiel?
    Rating: 1.8/5 (4 votes cast)
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  • Erster Blick auf 1942

    vor 3 Monaten Angekündigt von Lakeshore 0 Kommentare

    Gerade eben Vor einem Jahr hat Capcom eine iPhone-Version von 1942 angekündigt. Geschehen ist seitdem wenig bis gar nichts -- bis jetzt! In SlideToPlays Youtube-Channel bin ich zufällig über ein aktuelles Gameplay-Video gestoßen:

    Leider ist im Video deutlich zu sehen, dass 1942 auch einer der Shooter sein wird, bei dem die Spielebewegung der Fingerbewegung hinterher hinkt.

    vor 3 Monaten Angekündigt von Lakeshore 0 Kommentare
  • Final Fantasy Tactics erscheint am 15. September 2010!

    vor 3 Monaten Angekündigt von Lakeshore 0 Kommentare

    1997 veröffentlichte Square Enix die erste Version von Final Fantasy Tactics für die Playstation. Zehn Jahre später portierte die Firma das Spiel vom 4:3-Format und das 16:9-Format, übersetzte es neu und veröffentlichte es samt neuer Zwischensequenzen für die Playstation Portable. Nachdem Square Enix mit Chaos Rings eindrucksvoll bewiesen hat, dass sie Apples iOS-Plattform mittlerweile ernst nehmen, werden nun auch wir in den Genuss von “FINAL FANTASY TACTICS: The War of the Lions” kommen.

    Am 15. September 2010 wird Square Enix das Spiel im AppStore veröffentlichen. Die Wikipedia schreibt:

    Das Spiel selbst teilt sich in eine statische Darstellung der Weltkarte, in der die Bewegung, die Ausrüstung und der Questfortschritt, sowie das Mikromanagement von Spielcharakteren und deren Ausbildung und Ausrüstung erfolgt, sowie die isometrischen (echten) 3D-Karten, in denen die Kämpfe und die Zwischensequenzen stattfinden.

    Die Handlung spielt in der imaginären Welt Ivalice, in der man sich neben der Auseinandersetzung mehrerer adliger Familien um die Kontrolle des Reiches mittels Erpressung, Entführung, Gewalt und Verrat auch die Relikte einer längst untergegangenen Zivilisation, sowie die geheimnisvollen Zodiaksteine kümmern muss. Dabei folgt die Hauptfigur Ramza größtenteils einer recht linearen Erzählung mit einigen optionalen Quests, und steht vom Schwierigkeitsgrad her sehr unterschiedlichen Auseinandersetzungen gegenüber.

    Die Charakterentwicklung basiert auf einem recht komplexem Berufssystem, welches für jeden Beruf eine bestimmte Erfahrung in anderen Berufen vorsieht (diese Erfahrung wird in Form von Job Points gesammelt). Die Berufe selbst ermöglichen den Zugriff auf eine Vielzahl von verschiedenen Fähigkeiten, die von magischen über kämpferische bis hin zu asiatischen Ausrichtungen reichen, und schränken die Auswahl an möglicher Ausrüstung ein.

    Die Kämpfe finden in einer isometrischen 3D-Karte statt, die unterschiedliche Höhenstufen aufweist. Jede Figur wird rundebasiert entsprechend ihrer Grundwerte bewegt und führt ihre Aktion in einem gewissen Zeitrahmen aus (ähnlich dem Active Time Battle System). Die Stellung der Figuren zueinander als auch die unterschiedliche Höhe haben genauso Einfluss auf den Ausgang dieser Begegnungen wie die Sternzeichen, Glaube und Mut der Beteiligten.

    Da der zur E3 veröffentlichte Trailer ausgesprochen nichtssagend ist, versorge ich euch mit zwei Videos der PSP-Version:

    vor 3 Monaten Angekündigt von Lakeshore 0 Kommentare