Vor 1 Woche gepostet

Das Zeitfenster kann nicht weiter eingeschränkt werden

Ich lasse in meine neue - leere - Wohnung liefern:

Wir möchten diese Bestellung im Zeitraum 14:00 - 21:00 Uhr anliefern.

Yay!

Wait…

7 Stunden Zeitfenster?!?

SIEBEN?

Geht das nicht etwas genauer?

Das Zeitfenster 14:00 - 21:00 Uhr kann nicht weiter eingeschränkt werden.

Is klar…

FUUUUUU

Ich weiß ja nicht, was man früher gemacht hat, wenn man sieben Stunden in einer komplett leeren Wohnung zubringen musste. Aber heutzutage…

Technikmüll


Nach dieser vorabendlichen Vorbereitung war vollkommen klar, dass sie um 12:00 anrufen und fragen, ob sie früher kommen können…

Vor 2 Wochen gepostet

Die Bahn

Wie schlimm ist es wirklich mit der Bahn? Merkt man sich nur das Negative oder passiert nur Negatives? Ich habe ein Jahr lang meine Bahnfahrten protokolliert. Pro Zug eine Zeile in der folgenden Tabelle.

Das Ergebnis: 23 Fahrten. 14 Probleme. 61% meiner Verbindungen funktionieren nicht wie erwartet, davon fast alle mit deutlichen Verspätungen.

Datum Fail?
24.06.2013 Umgekehrte Wagenreihung, 18 Minuten Verspätung bei Ankunft.
24.06.2013 10 Minuten Verspätung bei Abfahrt, 25 bei der Ankunft.
Special Achievements: Reservierung nicht buchbar, Stuhl kaputt, zwei Toiletten defekt, Bordbistro mit eingeschränkter Auswahl.
27.06.2013 Gebuchter Zug fährt nicht. Fahrgäste, die dies nicht im Vorfeld erfahren haben, werden in Berlin vom Bahnpersonal beschimpft. Ersatzzug fährt mit 1,5h Verspätung, aber nicht zum Zielort. Anschlussverbindungen fahren nicht mehr. Die Bahn gibt Taxi-Gutscheine aus, vergisst aber, diese zu unterschreiben, womit sie ungültig sind. Taxifahrer wirft Betrug vor, möchte handgreiflich werden und informiert die anderen Taxifahrer, die “Betrüger” nicht mitzunehmen. Bahnpersonal möchte nicht helfen, da es für eine Unterschrift nicht befugt ist und brüllt die Passagiere an. Befugtes Bahnpersonal ist nicht mehr am Bahnhof. Freundlicher Taxifahrer hilft am Ende. Mehrere Stunden Verspätung. Ja, dafür gibt es Zeugen, das denke ich mir nicht aus.
30.06.2013 90 Minuten Verspätung.
01.08.2013 Umgekehrte Wagenreihung.
Verwirrungsbonus: Zug hält laut Ansagen des Zugpersonals nicht in Braunschweig und bittet die Fahrgäste, andere Verbindungen zu nutzen. Wenig später hält der Zug in Braunschweig.
01.08.2013 Umgekehrte Wagenreihung, 40 Minuten Verspätung.
24.09.2013 KEIN Fail (gut, war auch nur eine Regionalbahn und nur eine Station…)
24.09.2013 19 Minuten Verspätung, dafür aber kostenlose Gummibärchen.
Technik-Fail: Ticketkauf am Automaten ist zwei Minuten vor Einkunft des Zuges möglich, nicht aber in der iPhone-App, da diese eine Buchungssperre von drei Minuten hat. Weshalb?
11.10.2013 KEIN Fail
11.10.2013 10 Minuten Verspätung bei Abfahrt, 16 bei Ankunft.
02.12.2013 5 Minuten Verspätung bei Ankunft
02.12.2013 KEIN Fail
03.12.2013 KEIN Fail
03.12.2013 80 Minuten Verspätung bei Ankunft
17.12.2013 KEIN Fail
17.12.2013 KEIN Fail
02.01.2014 KEIN Fail
21.01.2014 12 Minuten Verspätung bei Ankunft
21.01.2014 KEIN Fail
22.01.2014 KEIN Fail
21.01.2014 25 Verspätung bei Ankunft, Reservierungsanzeige zeigt keine Reservierungen an
15.04.2014 Weichenstörung, nicht gesetzte Reservierungen, plötzlich auftauchende Baustelle - 15 Minuten Versprätung
16.04.2014 Signalstörung

Außer Konkurrenz, da in Österreich:

08.10.2013 Kein Fail. Alle drei Züge sind auf die Minute pünktlich, korrekt gereiht und haben die gesamte stundenlange Zugfahrt, auch in langen Tunneln, 3G-Empfang.
10.10.2013 Dito.
Vor 1 Monat gepostet

Lauers Vision

Der aktuelle Niedergang der Piraten schmerzt mich. Ich halte die Visionen der Partei nach wie vor für wichtig. Hey, es gibt Visionen! Eine Idee, wo dieses Land in einigen Jahrzehnten stehen könnte, was mehr ist, als andere Parteien in der Lage sind, zu formulieren.

Mit den fehlenden Strukturen, dem geringen finanziellen Möglichkeiten und der geringen politischen Sichtbarkeit außerhalb von Hochburgen wie Berlin, mit der inakzeptablen innerparteilichen Diskussionskultur und der Unvereinbarkeit der verschiedenen Strömungen ist hier allerdings kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

"Themen statt Köpfe"" funktioniert nicht. Umso wichtiger ist es, zu verstehen, wie ein Kopf tickt. Ich bin Lauer-Fanboy. Ich mag die unverblümte und eloquente Art, Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu formulieren. In Holger Kleins Wrint-Podcastwelt hat Christopher Lauer seinen Antrieb formuliert:

Ich mache Politik, damit es keinen Staatstrojaner gibt; ich mache Politik, damit es keine Funkzellenabfrage gibt.
Ich will in einer Welt leben, die mit diesem neoliberalen Paradigma bricht, wo sich die Menschen wieder umeinander kümmern, wo es ein Wertegerüst gibt, wo der öffentliche Raum öffentlich ist und nicht privat, wo Menschen ein Rollenverständnis haben und sich entsprechend ihrer Rolle verhalten, wo man gutes Geld für gute Qualität ausgibt, wo man von einem Job leben kann, wo man Betrieb hat, die Betriebskindergärten bauen, die sich um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern, weil das dann auch tatsächlich motiviert, sich für ein Unternehmen den Arsch aufzureißen.

Insgesamt keine grandiosen Einsichten, was es um so tragischer macht, dass bei vielen anderen Politikern selbst diese simple, menschliche Idee für die Gesellschaft fehlt.

Weißt du, das ist doch der Punkt: Ich brenne ja dafür und ich habe ja eine Vision für diese Gesellschaft, aber find’ mal zwei andere Leute, die auch bereit sind am selben Strang in dieselbe Richtung zu ziehen. Das ist die Scheiße! Du gehst voller Ideale und voller Naivität rein und willst eigentlich nur in Ruhe deine Arbeit machen. Und jeden Tag laufen dir so viele Arschkrampen über den Weg, die nur das Schlechteste in dir herausholen und irgendwann bist du’s leid. Irgendwann sagst du: Die Welt ist schlecht und bevor ich jetzt Streumunition verkaufe mache ich halt irgendwas anderes. Das ist die Scheiße.

Vor 2 Monaten gepostet

Fahrcard

ICH HASSE DIESEN GANZEN MODERNEN MÜLL.

Plastikfahrausweise.

Diese ganzen Plastikkarten.

Die man nicht leicht biegen kann, weil sie dann zerbrechen. Oder irgendein Chip bricht. Oder sie Risse bekommen. Weshalb man kein Geld mehr bekommt. Oder als Schwarzfahrer betrachtet wird. Und früher aussteigen muss. Und dann Tage später - weil man ja Zeit auskackt - in irgendein Service-Center gehen darf, wo man dann - vielleicht - eine neue Karte bekommen. Und wo man dann - vielleicht - alle Einzelfahrausweise erstattet bekommt, die man in der Zwischenzeit kaufen musste, weil der Zwangs-Plastik-Abfall, den man als Fahrausweis bekommt, kaputt ist.

Also, liebe BVG, zum Mitschreiben: VERTEILT GEFÄLLIGST KARTEN DIE DEN AUFENTHALT IN EINER GELDBÖRSE AM ARSCH ÜBERLEBEN.

Weshalb ich diesen Plastikmüll hasse? Weil mir Fahrgast jede Kontrollmöglichkeit genommen wird. Ich weiß nicht, ob der Scheiß funktioniert und ich weiß nicht, was auf dem Scheiß gespeichert ist. Prinzip Hoffnung bei jeder Kontrolle. Und wenn was nicht funktioniert wird mir die Karte weggenommen. Und ich kriege einen Schwarzfahrer-Zahlschein und einen zweiten Lappen auf dem steht, dass ich den Betrag vom ersten Lappen nicht bezahlen muss, bis mein Plastikmüll geprüft wurde. Wofür er eingeschickt wird. Was dauert.

Und dann darf ich, als krönender Abschluss, weil die Hardware der BVG nicht funktioniert, zu irgendeiner Servicestelle fahren und mir dort die neue Karte abholen, weil sie zu blöd sind, die Karte wie das Original per Post zu schicken.

Geht alle sterben!

Übrigens: Würde Amazon diese Fahrcard betreiben, so würde ich bei einem Defekt automatisch und kostenlos per Post Ersatz erhalten, dürfte die defekte Karte zunächst behalten und die Kartennummer wäre bis zur Rücksendung als defekt im System markiert worden, sodass weitere Kontrollen keine Probleme ergeben.

Vor 2 Monaten gepostet

App.net im Niemandsland

Matigo: 1,605 people have posted at least one thing in the last 30 days. If you remove all of the broadcast-only accounts, you’re left with 478 people.

Das muss man sacken lassen:

  1. App.Net soll momentan nur 1.605 schreibende Accounts haben.
  2. Davon sollen nur etwa 30% echte Menschen sein, der Rest Bots, die Content oder Spam einfüllen.

Appneticus zeigt mir allerdings 11.890 schreibende Accounts in den letzten 30 Tagen an, nicht nur 1.605. Pro Tag kommen 200 neue Accounts hinzu. Die Zahlen von Matigo fühlen sich also zumindest merkwürdig an.

Vor fünf Monaten schrieb ich nach einer Post-Analyse außerdem folgendes:

Wenn aber in einem für gute Diskussionen bekannten Dienst mittlerweie 64% gecrossposteter Bot-Content sind und der nicht filterbar ist, dann läuft da was falsch.

Zumindest der prozentuale Anteil an automatischen Posts hat sich von damals zu heute kaum verändert. Vor fünf Monaten lag ADN zudem bei 90.000 Posts pro Tag, jetzt laut Appneticus bei 70.000 Posts. Das wäre ein Rückfall auf den Stand von Oktober 2013. Ich kann damit leben und momentan auch nahezu keine Veränderung meiner Timeline erkennen.

Dennoch ist klar, dass App.net in einigen Monaten leerer sein wird. Die Ursachen sind vielschichtig, letztlich kommt man aber immer bei der fehlenden Masse an. Facebook und Twitter sind allgegenwärtig und App.net kann damit nicht konkurrieren. Zu unklar war das Produkt für Endanwender, zu techniklastig und hässlich die dafür entwickelten Tools, zu wenig konkurrenzfähig die auf App.net aufsetzenden Apps.

Funktionen wie “längeren Text eintippen”, “keine Link-Shortener” oder “richtige Threads” sind für die meisten Twitter-User egal und für viele derer, denen es nicht egal ist, sind zu wenige andere Leute auf App.net, zumal andere Twitter-Funktionen wie Listen auf App.net weder intern noch über Apps realisiert wurden. Auch ich war nie in der Lage, Twitter komplett zu verlassen.

Der Vergleich mit Facebook ist noch drastischer: Galerien, Sichtbarkeitseinstellungen, Veranstaltungen und der komplette Instagram-Bereich sind auf App.net entweder nicht vorhanden oder nicht konkurrenzfähig.

Auch mit Direct Messages konnte App.net kaum punkten. DMs bietet auch Facebook. Privat sind die da auch. Und da das Verschlüsselungsthema in der ADN-Infrastruktur nie ein anerkanntes Thema war konnten andere Dienste wie Threema oder Telegram die User abgreifen, die verschlüsselt chatten wollten oder schlicht Facebook nicht mochten. Threema ist in den Verkaufscharts übrigens immer noch auf Platz 1. Seit Monaten. Und verdient sich dumm und dämlich. Das hier hätte App.net sein können:

Aus den bislang bekannten Daten und den Informationen von unseren Servern gehen wir davon aus, dass Threema zwischen 21. und 24. Februar auf Google Play ca. 500’000x und im App Store ca. 600’000x heruntergeladen wurde.

Stattdessen gab es Broadcast, ein Feature für Content-Lieferanten, kein Feature für Endanwender.

Das Henne-Ei-Problem ist heutzutage schwer zu knacken. Mein gesamter Kreis an Leuten, die ich im realen Leben kenne, ist bei Facebook. Niemand von denen ist bei Twitter. Ich halte es genau umgekehrt und hatte Twitter durch ADN weitgehend ersetzt, wohl wissend, dass ich damit meinen virtuellen Bekanntenkreis wechsle oder mit ihm zu ADN umziehe, meine realen Bekanntschaften sich aber eh in einem Netzwerk bewegen, in welchem ich nicht sein möchte. Meine Frau ist mit allen ihren Bekanntschaften auf Facebook und Instagram unterwegs. ADN wäre keine Alternative gewesen. Niemand hätte wechseln können, weil ADN im Kern wichtige Funktionen fehlten oder keine App sich so weit entwickelt hat, dass sie Facebook oder Instagram hätte ersetzen können. Der reine Ersatz ist heutzutage aber zu wenig: Benötigt werden deutliche Unterschiede und deutliche Verbesserungen. Ein Killer-Feature. Ein eindeutiges Merkmal. Für mich war das das technisch bessere Microblogging (Diskussionen!) und das Fehlen des Piraten-Fußvolks und somit sämtlicher Shit-Storms. Für andere fehlte App.net diese Eindeutigkeit.

Das Henne-Ei-Problem ist damit selbst geschaffen, denn App.net wollte nie Konkurrent sein für die Produkte der Entwickler, die für ADN entwickeln. Damit wollte ADN niemals ein Produkt sein, sondern ein Framework, mit denen andere etwas Tolles bauen konnten. Bislang gibt es aber nichts Tolles, was für eine Vielzahl an Personen einen Mehrwert gegenüber den vorhandenen Produkten darstellt. Letztlich haben wir App.net dafür bezahlt, ein Social Network Operating System zu sein, für welches keine Applikationen geschrieben wurden, die es nicht auch, in besser, woanders gibt. Die Idee war eine Nische und es blieb eine Nische.

Ich mag Nischen.

Vor 2 Monaten gepostet

DEVONthink: Ansichten

Evernote und Devonthink beherrschen unterschiedliche Ansichten, die bei DEVONthink eher am Finder orientiert und bei Evernote eine Eigenkreation sind. Ich muss hier den Punkt ganz klar an Evernote vergeben, da Evernote sich von der herkömmlichen Spalten- und Listenform verabschiedet hat. Hier z.B. meine Bücherliste, wie sie ohne weiteren Aufwand aus Evernote herausfällt, gefolgt von dem Besten, das ich in Devonthink hinbekomme:

Bücherliste in Evernote

Bücherliste in Devonthink

Neben offensichtlichen Stärken von Evernote wie den Sternchen-Tags und der Verwendung eines prägnanten Bildes als Vorschau (anstelle eines Thumbnails der gesamten Website) kann Evernote Titel, Grafik, Datum und Tags in einer Zeile mischen, was Devonthink leider nicht beherrscht.

Zugegeben, wirklich negativ aufgefallen ist mir das nur bei der Bücherliste, die ich früher per Screenshot verbloggt habe.

Vor 2 Monaten gepostet

Etwas Würze zu Apples Neuigkeiten

Vieles ist an unterschiedlichen anderen Stellen über das neue OS X und neue iOS geschrieben worden und die üblichen Lover und Hater bekriegen sich wie immer in den Foren. Neben heise ist dabei Spiegel Online wieder ein Quell der Freude für Psychologiestunden, die Anschauungmaterial suchen.

Einige Gedanken zu den Änderungen:

Continuity

Da ich mein iPad nur als kleinen Küchenfernseher verwende habe ich wenige Überlappungspunkte, bei denen ich zwischen den Geräten und Apps wechseln würde, um Arbeit fortzusetzen. Das Schreiben von Texten gehört dazu. Momentan verwende ich Dropbox und MOU am Mac und Dropbox und iA Writer am iPhone. Ein Zusammenspiel würde hierbei nicht funktionieren, da ich auf beiden Plattformen das gleiche Programm benötigen würde - Continuity knallt hier an dieselbe Grenze, die iCloud für mich nahezu nutzlos macht. Außerdem ist iCloud kein Sync-Technik, die bislang mein Vertrauen gewinnen konnte.

Unklar ist außerdem, was die Technik als letzte Aktion bewertet: Wenn ich einen Text schreibe und dann kurz zu hAppy wechsle, wäre für den Mac der Text oder App.net die fortzusetzende Aktion?

Insgesamt wirkt Continuity wie eine gute Idee, die am Apple-Gefängnis zerbricht.

Der in Foren absurderweise herangezogene Vergleich ist übrigens die Draft-Funktion von IMAP, die natürlich nur für Mails funktioniert…

Extensions

Mit Extensions erhält iOS endlich Funktionen, wie sie auf anderen mobilen Betriebssystemen seit längerem möglich sind: Share-Funktionen, neue Tastaturen usw. Das Gesamterlebnis von iOS wird sich dadurch drastisch verändern:

  • Share. Share content with social websites or other entities.
  • Action. Perform a simple task with the selected content.
  • Today. Provide a quick update or enable a brief task in the Today view of Notification Center.
  • Photo editing. Perform edits to a photo or video within the Photos app.
  • Storage provider. Provide a document storage location that can be accessed by other apps. Apps that use a document picker view controller can open files managed by the Storage Provider or move files into the Storage Provider.
  • Custom keyboard. Provide a custom keyboard that the user can choose in place of the system keyboard for all apps on the device.

Besonders interessant sind hierbei die Storage Provider, mit denen aus einer anderen Applikation Daten gelesen und wieder geschrieben werden können. Ein offensichtliches Szenario ist natürlich Dropbox, die damit plötzlich allen Applikationen offen steht. Aber auch Netzwerkclients, mit denen man z.B. auf Samba-Shares zugreift, könnten diese damit global bereit stellen.

Maildrop

Maildrop adressiert das Problem, dass wir alle E-Mail “falsch” verwenden. Wir senden nämlich Dateien per Mail. Fotos. Videos. PDF-Dokumente. Zip-Dateien. Alles. Beliebt sind auch Word-Dateien von Kunden, welche dann einkopierte Screenshots enthalten. Und wir würden gerne noch mehr per Mail senden, aber meist knallt es irgendwo gegen, weil es zu groß wird: Viele Musikdateien, viele Fotos, komplette CD-Inhalte. Ja, die Realität sieht so aus, dass aus einem Fotoshooting Hunderte MB an Bildern herausfallen und die einfach so, jetzt, sofort, an eine andere Person gehen sollen. Ohne Dropbox.

Apple schnappt sich jetzt die Anhänge, verschickt sie über die eigene Infrastruktur und am Ende erhält der Empfänger entweder eine Mail mit Attachments (wenn er Apples Mailer verwendet) oder einen Link zum Download der Attachments (wenn er andere Mailer verwendet). Simpel, einfach, abwärtskompatibel.

Offene Frage für mich: Ich habe zwar einen iCloud-Account, verwende iCloud aber nicht für Mail. Funktioniert das dann dennoch?

Natürlich haben auch anderen Firmen ähnliche Lösungen.

Homekit

Das Thema wurde sehr oberflächlich behandelt, aber ein für mich wichtiges Detail wurde erwähnt: Ich werde mit Siri meine Philips Hue-Lampen steuen können und bin sehr gespannt, wie weit das Vokabular gehen wird. Meine Zielszenario ist das, was sie bei Star Trek machen :).

DuckDuckGo

Diese kleine Suchmaschine hat letztens eine Überarbeitung bekommen mit einer neuen Optik und erhält jetzt offiziell Apples Liebe unter OS X und iOS. Weg mit Google.

Vor 2 Monaten gepostet

iTunes-Musik in zwei Accounts verteilen

Wenn man sich nach vielen Jahren trennt steht als kleines Thema auch die Trennung des jahrelang gemeinsam genutzten iTunes-Accounts mit tausenden Songs auf der Liste der zu erledigenden Tätigkeiten. Apple liefert die Musik zwar nicht mehr mit DRM aus, markiert aber durchaus weiterhin über welchen Account der Song gekauft wurde. Andere Accounts können ihn dann nicht abspielen und müssen “aktiviert” werden.

Glücklicherweise bietet iTunes aber immer noch eine einfache Möglichkeit, mit Bordmitteln diesen Accountzwang zu entfernen. Es empfiehlt sich ein leeres iTunes.

  1. Zunächst müssen alle Songs heruntergeladen werden. iTunes Match hilft hier.
  2. Dann definiert man sich zwei Smart Playlists, die AAC-Dateien (von Apple) und Nicht-AAC-Dateien (z.B. von Amazon) enthalten. Denn nicht über iTunes gekaufte Musik muss man nicht speziell behandeln.
  3. In den Importeinstellungen von iTunes muss MP3 als Zielformat definiert werden. 256kbit.
  4. Anschließend deaktiviert man iTunes Match.
  5. Dann markiert man alle Songs aus der AAC-Playlist und wählt im Kontextmenü die Umwandlung nach MP3 aus.
  6. Wenn iTunes fertig ist löscht man alle Songs aus der AAC-Playlist.

Ergebnis: Alle Songs liegen als MP3 vor und enthalten keine Account-Markierung mehr. Diese Dateien können jetzt in ein anderes iTunes geschoben werden.

Vor 2 Monaten gepostet

Make Twitter useful

With the possible decline of App.net other services are once again waving at us. Services like Twitter. The service which I left because I didn’t like the direction the company was taking and the service which I stayed away for more than a year because App.net felt like Twitter once felt: Like a place where you can meet friends and devolopers and can discuss in an open minded environment without haters.

Going to Twitter after a year of App.net is a cultural shock because of all the changes Twitter forced to its services. Clients died. There are forced ads and aggressive recommendations. People are posting tiny nonsense tweets and they retweet. Oh boy do they retweet! And on the technical side: Of course you still have no way to use real links with a title, mute hashtags or get threaded conversations instead of that guestbook-like flat list (and even this list does not show the full discussion but only direct mentions…). It feels like a jump back in time or into a parallel dimension, where everything is a bit odd. In the wrong way.

Mute

How can Twitter be a little bit like App.net? It can’t. It’s ridiculous, that Douglas Bowman tells us that Twitter “has always been about people” when it does not offer basic features like showing a complete discussion. Imagine a discussion board where you can only view a part of the discussion. Twitter is not made for discussions. It’s made for exhibitionism.

Twitter

Of course we can’t change the technical limitations of the core service and build something Twitter in its core functionality does not offer. But with a decent Twitter client we can make our visits in the twitterverse less annoying.

Step 1: Fuck those ads!

Ad-Block

At first, use no offical client and not the website. Most or all ads should disappear.

If you use the offical app and the ads annoy you, you can spamblock them. They will disappear immediately :).

Step 2: Use lists

Sometimes you have spammy accounts which you want to keep because you like the content. But. Not. In. Your. Timeline. So create a “High Traffic” list, unfollow the account and put the account in that list. This way your timeline is still usable and you have a nice and easy way to still view the tweets of that account.

Step 3: Mute

Mute everything you can which annoys you. Use a client like Tweetbot or Twitters own Tweetdeck to mute hashtags and keywords. I filter out things like #gm or #tgif and Strings like “Good morning”. I also mute clients like Foursquare, because I really don’t bother where people are. If I want to know I can ask ;).

If someone crashes a discussion and attacks you or starts trolling you just block them. Don’t discuss. Don’t react. Just block.

Step 4: Mute even more

Twitter is spammy. Even the people which post great stuff on App.net use Twitter differently. And, sorry guys, I just don’t want to read your tweet with the content “haha!”.

So mute it! Tweetbot supports regular expressions, so the following keyword filter mutes every Tweet which is too short to be of any relevance for my life:

Regular Expression

^.{0,15}$

I won’t see these tweets any longer:

Muted Tweets

You dislike all those “gates” of the german Pirate Party? You can mute them as well:

#(.*?)gate

Step 5: Mute Mute Mute

Retweets. I did like them. I really did. But now it seems that every person in my timeline retweets everything which they found just a bit interesting or entertaining. It annoys me. Thanksfully it’s rather easy to get rid of the retweets. Even the offical Tweetdeck client offers a global switch to mute retweets. In Tweetbot you can Tap+Hold on a Retweet and then disable the retweets for the person which retweeted. I like Tweetdecks approach more, but after some minutes doing shit-work Tweetbot also mutes every retweet and the noise disappears from your timeline.

Step 6: Hide those links

Safari has a Twitter integration which displays every tweet which contains a link. Therefore you might want to try out how Twitter feels if you hide every tweet containing a link. In Tweetdeck just filter for “http” and in Tweetbot you have to create a regular expression keyword filter.

Results

Typically, ⅓ of the tweets get muted. Mostly, ½ half of tweets.

Results

Of course at some day Tweetbot will be dead. Let’s hope that Tweetdeck will still be around at that specific day.

Vor 3 Monaten gepostet

App.net wird Open Source

It’s hard to put your finger on exactly what is so different about App.net. It’s safe. It’s respectful. It’s everything YouTube comments are not. It’s a forum where ideas are exchanged compared to Twitter’s chat room of snark and one-liners.

App.net ist ein wunderbares soziales Netzwerk. Es ist wie Twitter 2008, nur besser. Es gibt interessante Menschen, mit denen man richtig diskutieren kann. Man kann lange Nachrichten schreiben, “richtige” Links mit einem lesbaren Linktext und der ungekürzten URL verwenden, hat richtige Diskussionsfäden und private Nachrichten und Chaträume.

App.net mag außerdem Entwickler, sodass es eine Vielzahl von hochqualitativen Programmen und Tools gibt, die im Inneren vollständig auf App.net setzen: Umfragen, Kommentare für Webseiten, Microblogging ähnlich zu Twitter, Fotosharing ähnlich zu Instagram, wunderschöne Tagebuch-Apps und vieles mehr.

Die auf App.net aktiven Entwickler - sowohl von App.net selber auch von Entwicklern anderer Applikationen - mögen außerdem ihre Benutzer: Ich kann direkt mit den Entwicklern diskutieren, Vorschläge einbringen und teils wenige Stunden später ein Update mit der Funktion erhalten. Fantastisch!

App.net hat damit in der kurzen Zeit seit seiner Geburt mehr erreicht, als z.B. Pump.io, Diaspora und auch tent: Es lebte.

Gleichzeitig ist App.net ein Experiment: Möchten die Nutzer dafür zahlen, dass sie eine Infrastruktur verwenden können, in der sie nicht die Kontrolle über ihre Inhalte verlieren und Werbung ertragen müssen?

Die Antwort lautet jetzt: Nein.

App.net schrumpft sein Personal und wird den Dienst im aktuellen Zustand zunächst weiter betreiben und den Quellcode veröffentlichen. Damit ändert sich für die Nutzer zunächst nichts, aber ein stetes Siechen hin zum Tode dürfte das Ergebnis sein. Es haben zu wenige Benutzer gezahlt.

App.net hat das Henne-Ei-Problem nicht lösen können: Wer bei App.net war, war in der Regel weiterhin bei Twitter aktiv, da die anderen dort blieben. Und für die meisten waren die Unterschiede im Microbloggingbereich nicht wichtig genug. Da Twitter nicht von Facebook gekauft wurde fehlte auch ein (absurder) Druck von außen, der z.B. Threema mehrere Millionen zahlende Benutzer beschert hat.

Hauptproblem allerdings: App.net war kein Produkt, sondern ein Framework. Die Entscheidung wurde bewusst gewählt, um nicht mit den Applikationen anderer Entwickler zu konkurrieren. Als Nutzer zahlst du aber für ein Produkt. Entwickler zahlen für Frameworks.

Die Versuche, App.net bekannt zu machen, geben diese unklare Fokussierung der Plattform wieder:

  1. Start mit Alpha als Microblogging-Beispiel für das Framework. Starke Weiterentwicklung sowohl von Alpha und Omega (Messaging) als auch der Clients anderer Entwickler (Felix, Riposte).
  2. Feature-Freeze, kostenlose Nutzung (begrenzt auf 40 Follower), Erwartung von App.net, dass Clients Kernfunktionen umsetzen (z.B. Mute, Mehrsprachigkeit, Sync von Einstellungen, Verschlüsselung).
  3. Entwicklung von PourOver und anderen Möglichkeiten, um mehr Content in die Plattform zu bringen. Als Ergebnis zunächst “toter Content”, z.B. von News-Plattformen, dann verstärkt Spam, z.B. für Android-Warez.
  4. Entwicklung von Broadcast als Push-Dienst, um mehr Content in die Plattform zu bringen, in andere Plattformen zu crossposten und damit mehr Leute in die Plattform zu bringen.
  5. Entwicklung von Backer als Crowdsourcing-Plattform, um. Tja. Um was? Poster zu verkaufen?

Die Zukunft von App.net ist folglich unklar. Ich vermute, dass die Anzahl an Neu-Usern weiter sinken wird, der Microblogging-Bereich im Spam ersticken wird und die Weiterentwicklung der Applikationen langsamer funktionieren wird. Was aus der Open Source-Plattform werden wird ist ebenfalls unklar. App.net ist im Grunde ein direkter Konkurrent von Tent. Ob die jetzt vorhandene stärkere Unterstützung von Benutzern und Entwicklern in einem Jahr immer noch so vorhanden sein wird oder App.net auf Tent-Niveau und damit die völlige Bedeutungslosigkeit zurück fallen wird steht noch in den Sternen.

Ich werde jedoch weiterhin App.net nutzen. Und mache dann als Letzter das Licht aus.


Lesenswert: