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Mittels der NextCloud-App GPodder Sync kann eine Nextcloud-Installation als Synchronisierungsserver für verschiedene Podcatcher dienen. Damit wird es möglich, die Abspielstände zwischen Geräten synchronisiert zu halten. Als Podcatcher können z.B. genutzt werden:

  • RePod in Nextcloud, somit überall im Browser
  • AntennaPod unter Android
  • YourPods unter macOS und iOS

Alle drei Applikationen synchronisieren über Nextcloud ihren gegenseitigen Abspielstand.

Die Einrichtung ist trivial: GPodder Sync wird in Nextcloud installiert, eine weitere Konfiguration ist nicht erforderlich. In den einzelnen Podcatchern meldet man sich anschließend mit dem Nextcloud-Servernamen, Usernamen und Passwort an. Es erscheinen die Podcasts mit ihren Episoden und Abspielständen.

Zu beachten ist allerdings, was nicht synchronisiert wird, vor allem die abgespielt/nicht abgespielt-Markierungen der einzelnen Player. Werden z.B. in YourPods alle Episoden als abgespielt markiert und anschließend eine als ungespielt markiert, so wird dies nicht synchronisiert. Der Status ändert sich erst, wenn die ungespielte Episode wirklich abgespielt wird. Auch die Einstellung von AntennaPod, eine Episode X Sekunden vor ihrem Ende automatisch zu beenden bewirkt nur eine “abgespielt”-Markierung in AntennaPod, die nicht synchronisiert wird (was ich als Bug von AntennaPod betrachten würde).

Für “dumme” DAPs, die nicht mit Lock-Screen geschützt sind, dürfte AntennaPod evt. ein Problem darstellen, da die E-Mail-Adresse und Servername von Nextcloud lesbar in den Einstellungen sehen.

Grundsätzlich muss ich leider ebenso feststellen, dass AntennaPod und YourPods kein Overcast sind. Während AntennaPod immerhin grundsätzlich solide funktioniert und nur lieb gewonnene Detail-Funktionen vermissen lässt, fehlen in YourPods noch die Grundlagen, z.B. Kapitelmarken des Podlove-Formats.

Fazit somit für mich: Theoretisch ist der Sync eine schöne Funktionen, die Praxisprobleme überwiegen aber, sodass ich vorerst bei rein lokalen Apps ohne Synchronisierung verbleibe. Zunächst mit Overcast auf dem iPhone, später mit AntennaPod unter Android.